Serverhero entmystifiziert Server und Storage Der Server, das unbekannte Wesen

Autor: Sylvia Lösel

Unsexy. Blackbox. Komplex. Server haben keinen guten Ruf und Unternehmen einen Heidenrespekt, wenn eine Neuanschaffung ansteht. Das muss nicht sein, ist Jakob Tandek überzeugt. Der Gründer und Geschäftsführer von Serverhero weiß, wovon er redet.

Firmen zum Thema

Der Kölner Server- und Storage-Spezialist Serverhero ist in den vergangenen Jahren von 2 auf 50 Mitarbeiter gewachsen.
Der Kölner Server- und Storage-Spezialist Serverhero ist in den vergangenen Jahren von 2 auf 50 Mitarbeiter gewachsen.
(Bild: monsitj - stock.adobe.com)

„Wir sind ein Hardware-Reseller.“ Jakob Tandek sagt das stolz und das aus gutem Grund. Was so schlicht klingt, ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Denn vielerorts ist Hardware nur noch eine Basisleistung und dient als Eintrittskarte beim Kunden, um mit Managed Services, Software und weiteren Dienstleistungen umfassendes Geschäft zu generieren. Völlig in Ordnung, findet Tandek, wenn andere das so machen. Für ihn hat sich durch diese Entwicklung im Markt eine Lücke aufgetan. Die Lücke, sich auf den Verkauf von Hardware, und im Speziellen von Servern und Storage, zu fokussieren.

Der Mythos „Server“

Jakob Tandek, Geschäftsführer Serverhero
Jakob Tandek, Geschäftsführer Serverhero
(Bild: Serverhero)

2017 wagte der Unternehmer, gemeinsam mit einem Kompagnon, den Schritt in die Selbständigkeit mit dem Anspruch, ein Held im Serververtrieb zu werden. Daher auch der Name seiner Firma: Serverhero.

Nach vier Jahren hat er nun rund 45 Mitarbeiter und das Geschäft floriert.

„Um die Themen Server und Storage wird oft ein Mythos generiert. Viele haben davor Angst, weil diese Lösungen so komplex scheinen, so teuer sind, aber eben auch enorm wichtig für den Geschäftsbetrieb. Wir versuchen, dem Kunden auf Augenhöhe zu begegnen und ihm zu erklären, was die teuren Komponenten sind, warum sie notwendig sind und welche Risiken er eingeht, wenn er einfach nur günstig einkauft.“ Dabei arbeitet das Team von Tandek Hersteller-übergreifend. Kunden bekommen bei Serverhero Beratung dahingehend, welche Server und/oder Storage-Lösung für sie die Beste ist. Dabei sind auch Kombilösungen mehrerer Hersteller möglich. „Diese Art der Beratung bekommen Kunden in der Distribution nicht", erläutert Tandek. Gerade kleinere Systemhäuser könnten Server- und Storage-Projekte ihrer Kunden oft nicht alleine stemmen. „Ein Systemhaus mit 20 bis 50 Mitarbeitern ist nicht einmal ansatzweise in der Lage, Mitarbeiter zu haben, die für alle vier großen Brands, plus all die kleineren Hersteller, ordentlich geschult sind, die über Promotions Bescheid wissen und die alle Zertifizierungen haben, um den Partnerstatus zu halten.“

Um die Themen Server und Storage wird oft ein Mythos generiert. Viele haben davor Angst, weil diese Lösungen so komplex scheinen, so teuer sind, aber eben auch enorm wichtig für den Geschäftsbetrieb. Wir versuchen, dem Kunden auf Augenhöhe zu begegnen.

Jakob Tandek, Geschäftsführer Serverhero

Schnell und ohne Reibungsverlust

Damit beschreibt Tandek bereits indirekt die Stärken von Serverhero. Kunden jeglicher Couleur bekommen dort ihren eigenen Ansprechpartner, der sie von Anfang bis zum Ende begleitet – von der Beratung, der Konfiguration, über die Angebotserstellung, Pre-Sales bis hin zu After-Sales-Prozessen. Damit das gelingt, investiert Serverhero „massiv in Schulungen und Knowhow“ der Mitarbeiter, „sowohl in der Breite als auch in der Tiefe“. Die Effekte sind hohe Geschwindigkeit bei Projekten und kein Informationsverlust bei Übergaben zwischen Kollegen oder Abteilungen. „Spätestens am nächsten Werktag erhält der Kunde von uns ein komplettes Projektangebot“, sagt Tandek. Und wer wirklich unter Druck ist, innerhalb weniger Stunden.

Welche Lieferengpässe?

Die Kölner sind so gut im Geschäft, dass sie sowohl beste Hersteller- als auch Distributions-Connections haben. Wer täglich um die 20 Server kauft, ist ein guter Kunde. Und das zahlt sich ebenfalls für die Kunden aus. „Lieferengpässe sind ein Thema", bestätigt Tandek. „Aber wir können damit umgehen. Wir haben wöchentliche Calls mit Herstellern und machen einen Verfügbarkeits-Forecast. Deshalb weiß ich heute schon, dass in drei Wochen diese oder jene SSD nicht mehr zu haben ist. Mit diesem Wissen kann ich entscheiden. Entweder ich lege dann diese SSD auf Lager, oder ich kann dem Kunden von vorneherein sagen, dass er einen anderen Hersteller nehmen muss. Und da kommen wir an Ware. Denn wir arbeiten mit jedem Distributor zusammen und sind dort gute Kunden. Und diese werden bevorzugt behandelt, wenn Ware knapp ist. “

Mit einem eigenen Lager und einer Fertigung im Haus kann Serverhero darüber hinaus schnell reagieren und Kundensysteme vor Ort in Köln konfigurieren. Dazu kommt Knowhow in Bezug auf die Formulierung von Ausschreibungen sowie der Beantragung von Fördergeldern.

Und Sorge vor der Zukunft hat Tandek nicht. „Es ist ein Milliardenmarkt. Wir haben tausende Kunden. Ein sehr großer Teil kommt wieder. Das merken wir jetzt. Der Lebenszyklus bei Server und Storage beträgt zwischen drei und fünf Jahren. Das bedeutet, die ersten Kunden von uns kommen jetzt wieder. Und deshalb bauen wir weiter Personal auf. Denn diese Kurve ist ja exponentiell, da wir heute viel mehr Erstprojekte haben als zu unseren Anfangszeiten.“

(ID:47688287)

Über den Autor

 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin IT-BUSINESS, Vogel IT-Medien