Über Channel-Chancen und Orientierung ADN setzt auf KI-Enablement für Partner

Von Mihriban Dincel 4 min Lesedauer

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Beim ADN Transformation Day steht erneut KI im Fokus. Doch diesmal aus einem anderen Blickwinkel: Wie können Partner vom KI-Boom profitieren, welche Voraussetzungen sind erforderlich und welche Rolle nimmt die Distribution hier ein?

KI ist allgegenwärtig und durchwebt jedes Segment innerhalb der IT. ADN setzt hier an und möchte Partnern aufzeigen, wie sie vom Wachstumsmarkt KI konkret profitieren können.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
KI ist allgegenwärtig und durchwebt jedes Segment innerhalb der IT. ADN setzt hier an und möchte Partnern aufzeigen, wie sie vom Wachstumsmarkt KI konkret profitieren können.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Künstliche Intelligenz prägt den diesjährigen Transformation Day sowie das Geschäft von ADN, allerdings aus einer neuen Perspektive. Während es im vergangenen Jahr vor allem um KI-Kompetenzaufbau ging, steht diesmal die Frage im Mittelpunkt, wie der Channel konkret von diesem Wachstumsmarkt profitieren kann.

Und diese Frage ist durchaus berechtigt. Eine Studie von Telekom MMS zeigt nämlich, dass sich ein Drittel aller Unternehmen aktuell nicht vorstellen kann, mit KI-Agenten Geld zu verdienen. Immerhin: die Mehrheit hat bereits erste Ansätze zur Monetarisierung, insbesondere im Kundenservice.

Wie nun konkret Channel-Partner diese Transformation für sich nutzen können und wie KI das Geschäft des Distributors prägt, erklärt ADN-Geschäftsführer Hermann Ramacher im Gespräch mit IT-BUSINESS.

37 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass die Erweiterung von Produkten durch KI-Services eine Möglichkeit der Monetarisierung darstellt. (Bild:  Telekom MMS/Statista)
37 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass die Erweiterung von Produkten durch KI-Services eine Möglichkeit der Monetarisierung darstellt.
(Bild: Telekom MMS/Statista)

KI ist überall und nicht mehr isoliert

„KI ist heute allgegenwärtig. Sie lässt sich nicht mehr als eines von vielen Themen betrachten, sondern ist der zentrale Beschleuniger, der nahezu allen Bereichen zugrunde liegt“, betont Ramacher. Daher behandle ADN KI nicht als eigenständige Kategorie, sondern themenübergreifend. Diese Entwicklung verändert die Rolle der Distribution grundlegend. Der ADN-Chef betont: „Vor diesem Hintergrund positioniert sich ADN als Service- und Dienstleistungs-Enabler für den Channel und bietet Orientierung für Systemhäuser, ISVs und MSPs“ – eine ganz anderes Aufgabengebiet, als es in der klassischen Distribution der Fall ist.

Diese Orientierung schaffe der Value Added Distributor durch fünf strategische Hebel: Cloud, Cybersecurity, Virtual Workplace, Datacenter und Tech-Akademie. Mit diesen möchtte ADN Partner befähigen, „komplexe, KI-gestützte IT-Lösungen erfolgreich zu vermarkten.“

Personell aufgerüstet für die KI-Ära

Um hier entsprechend unterstützen zu können, hat ADN personell aufgerüstet. „Zehn zertifizierte KI-Trainer sind mittlerweile an Bord“, erklärt Ramacher. Aktuell entwickle man Formate, die Systemhäusern zeigen, wie sie KI-gestützte Arbeitsplätze produktiv bei Endkunden vermarkten können – und das schnell und sicher. Dabei gelte ein wichtiger Grundsatz: „dass die Partner das Potenzial, das KI-Szenarien bringen, selbst erlernen, bevor sie in die Bereitstellung gehen können.“ Ganz getreu dem Motto, nur wer selbst überzeugt ist, kann Kunden überzeugen.

ADN Transformation Day

Hemmnisse überwinden

Beim diesjährigen Transformation Day fokussiert ADN erneut Künstliche Intelligenz, ändert aber die Perspektive zum vergangenen Jahr. „Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der Channel konkret an diesem dynamischen Wachstumsmarkt partizipieren kann“, erklärt Ramacher. Man beobachte noch erhebliche Hemmnisse bei der Adaption von KI-Potenzialen. „Diese Hürden lassen sich nur überwinden, wenn die Mitarbeitenden selbst Vertrauen in die Technologie entwickeln – und vor allem erleben, wie KI-Agenten sie spürbar bei repetitiven Aufgaben entlasten“, so die Lösung. ADN geht mit gutem Beispiel voran und automatisiert und nutzt KI in allen sinnvollen Bereichen. „Es geht uns nicht um vereinzelte KI-Anwendungen, sondern um durchgängige Prozessautomatisierung“, hebt der ADN-Chef hervor. Hierfür nutzt der VAD zur Verfügung stehende Technologien wie den Portfolio-Neuzugang Plotdesk.

Lokale KI schafft neue Geschäftsfelder

Am Markt beobachtet Ramacher einen klaren Trend: “Große Unternehmen starten jetzt mit spezialisierten KI-Sprachmodellen, die sie in ihren lokalen Rechenzentren hosten, um so die volle Kontrolle über ihre Daten zu haben.“ Auch das eröffne Systemhäusern interessante Geschäftsfelder. Sie können KI-fähige Infrastrukturen aufbauen, passende Prozessoren und GPUs integrieren, High-Speed-Networking implementieren, Security modernisieren sowie das Speicher- und Datenmanagement optimieren.

Ein weiterer Aspekt, die Sprachmodelle, schaffen zudem neuen Bedarf. „Da sich Sprachmodelle stetig weiterentwickeln, entsteht ein enormer Beratungs- und vor allem Servicebedarf. Wir decken die Gesamtthematik mit unseren Angeboten vollumfänglich ab“, so Ramacher.

Hermann Ramacher, Geschäftsführer, ADN(Bild:  ADN)
Hermann Ramacher, Geschäftsführer, ADN
(Bild: ADN)

Wichtig ist dabei auch, dass die Partner das Potenzial, das KI-Szenarien bringen, selbst erlernen, bevor sie in die Bereitstellung gehen können.

Hermann Ramacher, Gründer und Geschäftsführer bei ADN

Wachstum trotz Herausforderungen

Trotz enormer Chancen am Markt, sieht sich der VAD ebenso mit Herausforderungen konfrontiert, darunter die aktuelle Speicherkrise. „Wir spüren die wachsenden Lieferengpässe“, berichtet der ADN-Chef. Diese würden zu Preiserhöhungen für HW-Komponenten führen. „Auch die einhergehende Verkürzung der Angebotsgültigkeit erhöht den Druck auf den Channel“, so Ramacher.

Der Geschäftsführer zeigt sich dennoch zufrieden mit der Geschäftsentwicklung. „2025 sind wir um 14 Prozent gewachsen, auch im ersten Quartal 2026 setzen wir den Wachstumskurs fort.“ Die Speicherproblematik mache zwar Prognosen schwierig, „aber mit unserem Portfolio und Fokus sehen wir uns im Jahr 2026 gut aufgestellt.“

Für die Zukunft hat ADN klare Prioritäten gesetzt. „Wir sorgen für Sicherheit und Orientierung im Channel“, betont Ramacher. Besonders den MSP-Bereich nehme man als am stärksten wachsend wahr. Daher wolle der VAD insbesondere in diesem Segment weiter stark wachsen, ebenso im Cloud- und KI-Geschäft.

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