ObjectScale XF960 Dell will Objektspeicher für KI-Workloads beschleunigen

Von Michael Matzer 4 min Lesedauer

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Dell Technologies hat Dell ObjectScale, seine Objektspeicherplattform für unstrukturierte Daten, und deren Software aktualisiert. Die neue Appliance ObjectScale XF960 soll 300 Prozent mehr Leseleistung beim KI-Modelltraining liefern.

Die All-Flash-Appliance Dell ObjectScale XF960 und die zugehörige Software wurden für KI-Workloads entwickelt. Im Fokus stehen folgerichtig Geschwindigkeit und Speicherkapazität.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Die All-Flash-Appliance Dell ObjectScale XF960 und die zugehörige Software wurden für KI-Workloads entwickelt. Im Fokus stehen folgerichtig Geschwindigkeit und Speicherkapazität.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Dell Technologies hat die vierte Generation seiner holistischen Objektspeicherlösung Dell ObjectScale auf den Markt gebracht. Der All-Flash-Objektspeicher Dell ObjectScale XF960 und die Version 4.1 der gleichnamigen Softwareplattform wurden speziell dafür entwickelt, KI-Workloads zu beschleunigen und mit dem anhaltenden Datenwachstum mitzuhalten. Speed und Kapazität waren also maßgeblich.

Mit dem neuen Dell ObjectScale XF960 liefere das Gerät eine doppelt so hohe Performance wie der nächstbeste Wettbewerber, so Dells Manager Anahad Dhillon, Director Object Storage Product Management bei Dell. Diese Angabe basiert nach seinen Angaben auf einer internen Analyse von Dell auf der „Grundlage öffentlich zugänglicher Daten im März 2025“. Die Performance der Objektspeicherlösung von Dell Technologies basiere auf dem Lesedurchsatz pro Node bei großen Objekten. Allerdings sind, so andere Experten, „große Objekte“ eher die Ausnahme als die Regel, wenn es um das Modell-Training mit unstrukturierten Daten geht.

Unternehmen sollen mit der XF960 von bis zu 300 Prozent schnellerem Lesedurchsatz und besseren Reaktionszeiten für kritische KI-Workloads profitieren. Auch diese Angabe basiert auf internen Dell-Analysen vom März 2025. Dabei wurde ObjectScale XF960 auf der Software-Version 4.1 mit dem ECS EX900, mit Version 3.8 für Objekt-Lesevorgänge verglichen. Bessere Reaktionszeiten und höherer Lesedurchsatz seien vor allem bei Operationen wie dem Finetuning von KI-Modellen sowie dem Model-Checkpointing hilfreich, also dem kontinuierlichen Speichern von Snapshots während ihres Trainings.

Cluster mit bis zu 23,6 Petabyte möglich

Dell ObjectScale XF960 liefert laut Hersteller bei Objektspeichern 300 Prozent höhere Leseleistung beim Training von KI-Modellen.(Bild:  Dell Technologies)
Dell ObjectScale XF960 liefert laut Hersteller bei Objektspeichern 300 Prozent höhere Leseleistung beim Training von KI-Modellen.
(Bild: Dell Technologies)

Der Dell ObjectScale XF960 erreiche diese Leistungssprünge einerseits durch die Nutzung leistungsstarker TLC-, SED-TLC- (Self-Encrypting Drive TLC) und QLC-SSDs in Kombination mit Dual-32-Core-Prozessoren. Hilfreich sind auch 100-GbE-Netzwerkverbindungen im Back- und Frontend. Der All-Flash-Objektspeicher von Dell unterstütze QLC-SSDs mit 61TB Speicher und Konfigurationen von sechs bis zu 24 SSDs pro Node. Auf diese Weise könnten Cluster zwischen 230 TB und 23,6 PB pro Rack skalieren. In naher Zukunft will Dell eine 122-TB-QLC offerieren, die die Rack-Kapazität auf bis zu 47PB erhöhen würde. Sie würde dann die achtfache Rohkapazität des Vorgängermodells bereitstellen.

Update für die Software

Dell habe zudem die Softwareplattform seiner Objektspeicherlösung aktualisiert, deren Effizienz gesteigert und an die Herausforderungen des KI-Zeitalters angepasst, so Dhillon. Nun führt Dell ObjectScale 4.1 fünf individuell konfigurierbare Kompressionsalgorithmen ein, die ein Datenkompressionsverhältnis von bis zu 9:1 ermöglichen.

Die Angaben zur Kompressionsrate basieren auf internen Dell-Tests mit komprimierten Daten im Vergleich zu Originaldaten in ObjectScale 4.1 durch Dell im August 2025. Die Kompression kann natürlich je nach Dateityp, Konfiguration und Workload variieren. Unternehmen sollen mit dieser Flexibilität nun die Kompressionsrate und -geschwindigkeit besser ausbalancieren und an die spezifischen Anforderungen ihrer Workloads anpassen können. Den Überblick behält der Nutzer auf der Ebene des Virtual Data Centers (VDC) und nimmt dort seine Einstellungen vor.

Überdies gebe ObjectScale 4.1 durch eine verbesserte Speicherplatzrückgewinnung Kapazitäten schneller frei, und ein neues, übersichtlicheres Dashboard informiere in Echtzeit über verfügbare und reservierte Speicherkapazitäten, inklusive „intelligenter“ Benachrichtigungen, sobald kritische Schwellenwerte erreicht werden.

Verbesserte Sicherheitsmerkmale

„Neben den Leistungssteigerungen, die Dell ObjectScale XF960 mit sich bringt, beinhaltet unsere neue Objektspeichergeneration auch zeitgemäße Sicherheitsfeatures“, erklärt Dhillon. „Die Unterstützung von Self-Encrypting Drives (SED) sorgt dafür, dass Schlüssel für die FIPS-zertifizierte Verschlüsselung direkt auf unserer Appliance mit Hilfe von Dell iDRAC generiert, gespeichert und verwaltet werden.“

Das vereinfache die Schlüsselrotation und gewährleiste die Einhaltung regulatorischer Standards. Die Version 4.1 von ObjectScale führe darüber hinaus die neueste und sicherste Version 1.3 des Transport-Layer-Security-Protokolls (TLS) ein, was stärkere Verschlüsselungen und schnellere Handshakes ermöglicht. Das Update für TLS 1.3 entferne zugleich veraltete Algorithmen, die die Datenintegrität gefährden könnten.

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Flexiblere Erase-Coding-Optionen sollen für mehr Effizienz und Resilienz sorgen. Unternehmen könnten jetzt zwischen 12+4- oder 10+2-Schemata wählen und ihre Wahl auf der Benutzeroberfläche von ObjectScale 4.1 einstellen. Diese Datenschutzeinstellungen berücksichtigen dann ihre eigenen Anforderungen und die ihrer jeweiligen Workload-Typen.

S3-Kompatibilität erweitert

Ereignisbenachrichtigungen, die Amazon S3 schickt, stellen externen Anwendungen Push-basierte Aktualisierungen zur Verfügung, sobald spezifische Ereignisse in ObjectScale S3 Buckets auftreten. Die Benachrichtigungen ermöglichen die effizientere Datenverarbeitung für KI-Pipelines in Echtzeit.

Die Performance beim Object-Listing erhält eine beachtliche Steigerung mit bis zu dreimal schnellerem Listing in Multi-VDC-Umgebungen (gemäß Dells eigenen Tests). So können das Durchsuchen der Daten und das Auffinden skalierbar und schneller erfolgen.

Die Unterstützung für das S3FS (File System) erlaubt es IT-Teams, S3-Buckets auf Linux als lokale Dateisysteme zu mounten. Das vereinfache nach Angaben Dhillons die Integration mit bestehenden Anwendungen und Workflows. In Verbindung mit der Unterstützung für die jüngste Version 2.29 des AWS SDK würden diese Funktionserweiterungen Entwicklern direkten Zugriff auf die neuesten Werkzeuge gewähren, um KI-Applikationen zu erstellen.

Upgrade gefällig?

Wer einen Vertrag für Dells ProSupport hat, bekommt das Upgrade kostenlos. Die Aktualisierung ist dann für die Software-Versionen 3.8, 4.0 und 4.1 erhältlich.

Hinweis

Weitere Informationen zum Dell ObjectScale XF960 und der Software ObjectScale 4.1 gibt es im Blog-Beitrag von Anahad Dhillon: „Power AI Innovation: All-Flash ObjectScale XF960 with 4.1“. Der Dell-Manager ist zuständig für sämtliche Aspekte von Dells Objektspeicher-Produktlinie.

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