IT sure bietet Cloud-Infrastruktur zum Festpreis Cloud à la carte

Autor: Sarah Böttcher

Dass Cloud-Kosten aus dem Ruder laufen können, haben einige Unternehmen schon am eigenen Leib erfahren. Mit Cube Managed Cloud Services bietet der Microsoft-Azure-Partner IT sure Cloud-Infrastruktur zum Festpreis.

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Wie auf einer Speisekarte können sich die Kunden des MSPs IT sure ihr „Cloud-Menü“ zum Festpreis zusammenstellen.
Wie auf einer Speisekarte können sich die Kunden des MSPs IT sure ihr „Cloud-Menü“ zum Festpreis zusammenstellen.
(Bild: Тимур Конев - stock.adobe.com)

Laut dem Marktforschungsunternehmen IDC ist die Cloud zum zentralen Baustein der Widerstandsfähigkeit von Unternehmen geworden. Sie existiere nicht mehr neben der IT, sondern entwickle sich immer stärker zu einem integralen Bestandteil der IT-Landschaft. Bereits 46 Prozent der im Rahmen einer IDC-Studie befragten Unternehmen in Deutschland befinden sich in einer fortgeschrittenen Phase ihrer Cloud-Umsetzung. Das heißt, sie nutzen die Cloud umfassend über mehrere Workloads auf Basis einer modernisierten Architektur, übertragbarer Lösungsansätze und umfassender Policies sowie unter Hinzuziehung eines entwickelten Provider-Managements.

„Durch den Digitalisierungsschub im Allgemeinen und den Homeoffice-Trend im Speziellen ist die Cloud zum Maß der Dinge geworden. Firmen werden sich schwertun, mit dem dynamischen Geschehen Schritt zu halten, wenn sie nur On-Premises-Infrastrukturen nutzen“, ist sich Manuel Staiger, Gründer und Geschäftsführer bei dem Neu-Ulmer Unternehmen IT sure, sicher. Staigers Firma startete 2003 als klassisches Systemhaus und transformiert sich seit 2018 zu einem Managed Service Provider.

Über IT sure

Unternehmenshistorie

Vom klassischen Systemhaus zum MSP

IT sure wurde 2003 von Manuel Staiger als klassisches IT-Systemhaus gegründet. Während das kleine Unternehmen während Staigers Studienzeit zunächst die IT für lokale Arztpraxen in Ulm managte, ist das Systemhaus seit 2010 im Datacenter-Umfeld aktiv und stark im traditionellen Projektgeschäft verhaftet. Ende 2017 fiel dann die Entscheidung zur strategischen Neuausrichtung: Seit Anfang 2018 befindet sich IT sure in seiner eigenen Digitalen Transformation. Und hat hierbei laut Staiger mit zahlreichen Schwierigkeiten zu kämpfen: „Die größte Hürde im Unternehmen liegt im Umdenkprozess. Und zwar weg vom klassischen Projektgeschäft mit Marge, hin zu IT aus der Steckdose als Managed Service Provider (MSP). Dieser Change-Prozess fängt bei der Ansprache des Kunden an und zieht sich bis zu den Abrechnungsprozessen.“ Auch mit dem rasanten Wachstum des Cloud-Marktes kongruent mitzuwachsen, falle oft schwer.

„Warum eine ganze Kuh kaufen für ein Glas Milch?“ – Mit diesem Slogan wirbt der Managed Service Provider (MSP) IT sure für seine Cloud zum Festpreis.
(Bildquelle: HappyAlex - stock.adobe.com)

Die größte Gefahr allerdings sei dem Wirtschaftsinformatiker zufolge der Cashflow. Denn die Ertragssituation im MSP-Geschäft ist zwar deutlich besser, aber betriebswirtschaftlich gesehen hat man zu Beginn erst einmal deutlich weniger Geldmittel zur Verfügung. So befindet sich der MSP in einem Balanceakt zwischen hohen Einmal-Leistungen durch sein Datacenter-Projektgeschäft sowie wiederkehrenden, jedoch geringeren Erlösen durch Cube Managed Cloud Services. Trotzdem will Staiger die Transformation seiner Firma ohne Fremdmittel bewerkstelligen, auch wenn dadurch deutlich mehr Zeit benötigt wird. Der Manager vermutet für die Gesamttransformation in Summe vier bis fünf Jahre zu benötigen. Drei Jahre sind bereits vorbei, zwei weitere liegen noch vor dem MSP aus dem Schwabenland.

Warum laufen Cloud-Kosten aus dem Ruder?

Während das Gros der Unternehmen dabei ist, Cloud Computing als strategische Kernkomponente zu etablieren, bleibt dabei immer ein Risikofaktor: Der Zeit- und Kostenaufwand für die Migration in die Cloud wird häufig unterschätzt. Einen möglichen Grund für eine Kostenexplosion sieht Staiger im fehlenden Knowhow, aber auch im Nutzungsverhalten zahlreicher Unternehmen. So kann die Flexibilität der Cloud zu einem Übermaß in der Nutzung führen. Ein rigoroses Cloud-Management ist hier gefragt. Denn tagtäglich steigen die Anforderungen an die Unternehmens-IT. Laut des MSPs sind aktuell über 30 Komponenten notwendig, um den IT-Betrieb eines mittelständischen Unternehmens zu gewährleisten.

Auch das Ökosystem sowie das dahinterstehende Preismodell der Hyperscaler sei „schwer zu durchschauen“. Allein Microsoft Azure habe über 250 Cloud-Services im Portfolio, von dem jeder in irgendeiner Weise Kosten verursacht. „Wenn man die Cloud nicht richtig konfiguriert, laufen die Kosten aus dem Ruder“, betont Staiger. Das fehlende Knowhow des IT-Personals, der Cloud-Services-Dschungel der Hyperscaler sowie der Fachkräftemangel spielen Managed Service Providern wie IT sure in die Hände. Mit seiner Managed-Cloud-Infrastructure-Lösung Cube bietet IT sure seinen mittelständischen Kunden IT aus der Steckdose, beziehungsweise aus der Microsoft-Cloud – und zwar zum monatlichen Festpreis. „Der deutsche Mittelstand wünscht sich ein klares, verbindliches Angebot, mit dem er budgetieren aber auch beliebig skalieren kann“, spricht Staiger aus Erfahrung. Das 45 Mann starke Unternehmen vereint in Cube die technologischen Vorteile der Cloud mit den kaufmännischen Ansätzen aus dem altbekannten Projektgeschäft und trifft so den Nerv der Zeit.

Mundgerechte Cloud-Happen

Wie in einer Speisekarte kann sich ein IT-sure-Kunde seine Cloud-Infrastruktur individuell, und natürlich mit der Hilfe des schwäbischen Unternehmens, zusammenstellen. Diese mundgerechten „Cloud-Happen“ sind sechs aufeinander abgestimmten Bausteinen (Server, Storage, Desktop, Datenbank, Firewall und einer Standortpauschale) zugeordnet, die den Betrieb der Unternehmens-IT zum monatlichen Festpreis garantieren sollen. Nach einer ersten Analyse der hausinternen IT-Voraussetzungen sowie der technischen Infrastruktur, vollzieht IT sure dann die Migration der Unternehmens-IT in die Azure-Cloud. Bei der Cloud zum Festpreis wurde laut Staiger auf alle nicht benötigten Extras verzichtet. So verbergen sich hinter den sechs Modulen insgesamt 25 Azure-Services.

Möchte der Kunde jedoch weitere Cloud-Services des Redmonder Hyperscalers beziehen, baut IT sure neben der Cloud-Infrastruktur zum Festpreis einen kleinen Bereich, in dem der Kunde weitere Azure-Services nutzen kann. Bezahlt wird dort, wie im Cloud-Business üblich, nur das, was wirklich verbraucht wird – Stichwort pay as you go. Das Management dieser weiteren Services überlassen die Neu-Ulmer dem Kunden.

Aktuell hat IT sure rund 300 Kunden aus dem schwäbischen Mittelstand, davon sind 120 reine Cloud-Kunden – Tendenz steigend. Zum Kundenstamm zählen beispielsweise der Versicherungsmakler Martens und Prahl sowie der Hersteller von Sattelaufliegern, Aufbauten und Anhängern Schmitz Cargobull.

Seit Oktober dieses Jahres hat IT sure sein Portfolio um Cube Managed Cloud Workplace erweitert. Die Lösung basiert auf Microsoft 365 und bietet Unternehmen in fünf verschiedenen Modulen (Backup, Support, Telefonie, Digital Adoption sowie einer Ersteinrichtungspauschale) alles rund um den modernen, digitalen Arbeitsplatz.

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Über den Autor

 Sarah Böttcher

Sarah Böttcher

Online CvD & Redakteurin bei IT-BUSINESS, Vogel IT-Medien