Suchen

Neues Partnerprogramm und Plattform Cisco stellt die Weichen im Channel neu

Autor: Ann-Marie Struck

Am 28. Oktober 2020 fand der virtuelle Partner Summit von Cisco statt. Laut Hersteller nahmen mehr als 10.000 Partner aus 149 Ländern daran teil. Im Zuge dessen gab Cisco Änderungen des Partnerprogramms sowie Lösungen aus den Bereichen Security und Software bekannt.

Firmen zum Thema

Flexibilität gehört zu den Eigenschaften, die Unternehmen für die Zukunft mitbringen sollten.
Flexibilität gehört zu den Eigenschaften, die Unternehmen für die Zukunft mitbringen sollten.
(Bild: © Mongkol – stock.adobe.com)

„Future ready“ – unter diesem Motto stand das virtuelle Partnertreffen von Cisco. Elisabeth De Dobbeleer, Vice President Organization, EMEAR bei Cisco zufolge benötigen Unternehmen zwei wesentliche Eigenschaften für die Zukunft: Agilität und Flexibilität. Dafür bringt der US-amerikanische Hersteller zum einen Lösungen auf den Markt mit denen Partner ihre digitalen Prozesse und Cloud-Adaption beschleunigen können. Zum anderen strukturiert der Hersteller sein Partnerprogramm um und entschlackt es. Ferner werden die bisher fast ein Dutzend einzelnen Partnerprogramme nun in einer internationalen organisatorischen Klammer für den Channel gebündelt. Im Fokus steht dabei die Rolle des Partners beim Kunden, denn laut De Dobbeleer haben in den letzten Jahren vor allem Managed Services an Bedeutung zugenommen.

Dementsprechend richtet Cisco das Partnerprogramm nun nach vier Rollen der Partner aus: Integrator, Provider, Developer, und Advisor. Partner können sich, frei nach ihrem Geschäftsmodell, in ein oder mehrere Bereiche einordnen.

Unter Integrator wird weiterhin der klassische Reseller verstanden. Die Provider-Sparte richtet sich an die auf Dienstleistungen spezialisierten Partner. Die beiden Sparten Developer und Advisor sind neu, jedoch adressieren sie bekannte Geschäftsfelder von Cisco. Alle Co-Seller, die Cisco Produkte individualisieren und weiterentwickeln finden sich im Developer-Segment wieder. Advisor sind insbesondere im Co-Branding-Geschäft beziehungsweise im Consulting-Business tätig.

Eckpfeiler des neuen Programms soll weiterhin Cisco Gold bleiben, während gleichzeitig die Ebenen Premier und Select aufgewertet werden. So können sich Partner gegenüber ihren Kunden noch stärker differenzieren. Die Veränderungen sollen in den nächsten 12 bis 18 Monaten implementiert werden.

Plattform für Partner

Darüber hinaus führt Cisco mit der Partner Experience Platform (PXP) eine neue digitale Partnerplattform ein. Sie soll laut De Dobbeleer den schnellen Austausch von Daten ermöglichen, was die Zusammenarbeit verbessert und Co-Selling ermöglicht, denn Partner finden dort gebündelt Tools und Ressourcen für die Zusammenarbeit. Des Weiteren sollen Partner über die Plattform regelmäßige Updates zur Performance, Zertifizierung sowie Incentives erhalten. PXP steht ab dem 30. November 2020 allen Partnern weltweit zur Verfügung.

Neuerungen im Portfolio

Zudem hat Cisco noch weitere Neuheiten auf dem Partnerevent vorgestellt. Allem voran weitere Lösungen für die Cloud-native Security-Plattform SecureX. Sie sollen die Nutzerfreundlichkeit, Transparenz und Automatisierung der Security-Produkte von Cisco und damit die Infrastruktur von Drittanbietern verbessern. Für mehr Agilität und Ausfallsicherheit gab es Verbesserungen bei Extended Detection and Response (XDR), Zero Trust und Secure Access Services Edge (SASE).

Damit IT-Administratoren einen besseren Einblick bei der Verwaltung sowie Automatisierung mehrerer Clouds erhalten, bietet Cisco neue Software-Lösungen an, die den IT-Betrieb in lokalen Rechenzentren und Multi-Cloud-Umgebungen vereinfachen sollen. Dazu zählt ein Update der Management-Plattform Intersight über Kubernetes Service sowie ein Workload Optimizer.

Darüber hinaus steht mit Nexus Dashboard eine Automatisierungsplattform für den Betrieb von Multi-Cloud-Netzwerken in Rechenzentren zur Verfügung. Es handelt sich dabei um eine Schnittstelle bei der Orchestrierungs-, Insight- und Assurance-Services von Cisco mit Diensten von Drittanbietern zusammengeführt werden. So sollen App-Zyklen von der Einrichtung bis zur Wartung darüber einfach verwaltet sowie Cloud-native App-Prozesse eingeführt werden.

Zusätzlich erhielt auch der Identity Services Engine (ISE) von Cisco ein Update. Er soll den sicheren Netzwerkzugriff über alle Domänen hinweg vereinfachen und den Zero-Trust-Workplace auf jeden Ort und jede Anwendung erweitern. Die Cisco Intersight-Innovationen und das Cisco Nexus Dashboard sollen Ende 2020 verfügbar sein. Der Cisco Intersight Kubernetes Service ist voraussichtlich in der ersten Hälfte 2021 erhältlich. Die Neuerungen von Cisco ISE gibt es ab sofort.

(ID:46959134)

Über den Autor

 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin