Sicherheit für VMware Cloud Foundation Broadcom ergänzt VMware Cloud Foundation um HyperArmor für ESX

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Broadcom erweitert VMware Cloud Foundation um einen weiteren Schutz. Die Software HyperArmor soll ESX-Hosts gegen Angriffe absichern, Root-Zugänge schützen und Schwachstellen virtuell abschirmen. Laut Anbieter sind dafür weder Host-Neustarts noch Agenten in VMs nötig.

Die Private-Cloud-Plattform VMware Cloud Foundation (VCF) von Broadcom wird um die Software-Schutzschicht HyperArmor ergänzt.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die Private-Cloud-Plattform VMware Cloud Foundation (VCF) von Broadcom wird um die Software-Schutzschicht HyperArmor ergänzt.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Broadcom ergänzt seine Private-Cloud-Plattform VMware Cloud Foundation (VCF) um eine Schutzschicht für den ESX-Hypervisor. Die Software HyperArmor soll zwei zentrale Angriffswege adressieren: kompromittierte Root-Zugänge und ungepatchte Schwachstellen. Unterstützt werden ESX-Versionen ab 8.x.

„Wenn Angriffe mit Maschinengeschwindigkeit erfolgen, reichen reaktive Erkennung und Patching nicht mehr aus“, weiß Paul Turner, Chief Product Officer der VMware Cloud Foundation Division bei Broadcom. HyperArmor setzt nach Angaben des Unternehmens auf vorbeugende Kontrollen direkt am Host. Damit soll die Lösung Workloads schützen, ohne Eingriffe in die virtuellen Maschinen zu erfordern.

Virtuelles Patching und erlaubte Prozesse

HyperArmor kann laut Broadcom schädliche Aktivitäten auf ESX-Hosts blockieren, bevor Angreifer Schwachstellen ausnutzen. Das virtuelle Patching setzt dabei auf Host-Ebene an und ergänzt die Netzwerkabsicherung durch VMware vDefend. Für die virtuelle Behebung von Schwachstellen seien weder Host-Neustarts noch Software-Upgrades nötig. Teams könnten offizielle Updates dadurch zu einem späteren, selbst gewählten Zeitpunkt testen und einspielen.

Ein weiterer Bestandteil ist eine Positivliste für ausführbare Dateien und Skripte. Die Software erfasst zunächst vorhandene Skripte auf dem Host; Administratoren können neue Einträge freigeben. Alles, was nicht autorisiert ist, soll HyperArmor automatisch blockieren. Broadcom zufolge läuft die Kontrolle ohne Agenten in den VMs und mit geringem Leistungsaufwand.

Zweiter Faktor für den SSH-Zugang

HyperArmor ergänzt außerdem die Anmeldung per SSH um eine Multi-Faktor-Authentifizierung. Nach den üblichen Zugangsdaten ist ein zeitabhängiges Einmalpasswort erforderlich, das an eine separat festgelegte Identität gebunden ist. Ein gestohlenes Root-Passwort allein soll so nicht mehr für den Zugriff auf die ESX-Kommandozeile ausreichen.

Broadcom ordnet HyperArmor in einen mehrschichtigen Sicherheitsansatz für VCF ein. Die Plattform bringt laut Unternehmen bereits zentrale Identitätsverwaltung, Verschlüsselung für gespeicherte und übertragene Daten sowie vSphere Live Patching mit. Letzteres soll kritische Updates auf den Hypervisor bringen, ohne Workloads herunterzufahren oder Hosts in den Wartungsmodus zu versetzen. VMware vDefend ergänzt den Schutz um Mikrosegmentierung, Bedrohungserkennung und virtuelle Patches auf Netzwerkebene.

(ID:50988519)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung