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Dritter Solution Day in Neufarn bei München Boston schaltet beim Wachstum einen Gang höher

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Der Distributor Boston hat sich beim dritten Solution Day mit einem verbreiterten Portfolio präsentiert. So bietet der Supermicro-Partner jetzt mit dem Infiniband-Spezialisten Mellanox umfassende Infrastrukturlösungen an. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Boston mit einer Beschleunigung des Wachstums von 30 auf 50 Prozent.

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Barbara Massolin, Business Development Managerin bei Cool-IT, und Wolfgang Walter, Geschäftsführer von Boston, arbeiten bei Kühlungssystemen für Server zusammen.
Barbara Massolin, Business Development Managerin bei Cool-IT, und Wolfgang Walter, Geschäftsführer von Boston, arbeiten bei Kühlungssystemen für Server zusammen.
(Bild: IT-BUSINESS)

Nach vier Jahren hat sich Boston Server & Storage Solutions als feste Größe im deutschen IT-Channel etabliert. Immerhin richtete der Feldkirchener Distributor seinen „Boston Solution & Technology Day“ in diesem Jahr schon zum dritten Mal aus. Im Vordergrund der Partnerveranstaltung, die erneut im Gasthof Stangl in Neufarn bei München stattfand, standen einmal mehr Lösungen.

Auf dem Solution Day 2014 präsentierten sich Hersteller wie 3M, American Megatrends, Cool-IT, Mellanox, Sandisk und Toshiba dem Fachpublikum. Der Storage-Anbieter Open-E nutzte den Event, um seine Software JupiterDSS, die auf dem Dateisystem ZFS basiert, zu launchen. Und natürlich durfte bei Bosten nicht der Hersteller Supermico fehlen, auf dessen Komponenten der Distributor bei seinen Servern exklusiv setzt. Viele der gezeigten Technologien wurden in Vorträgen eingehend erläutert.

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Darüber hinaus präsentierte Thomas Uhl von der Deutschen Wolke eine Case-Study. Er stellte eine Datenaustausch-Plattform vor, die der Bielefelder Hoster Teuto.net auf Basis der Dataspace-Software von Grau Data und der Cloud-Architektur Openstack bereitstellt. Als Server setzen die Ostwestfalen dabei Supermicro-Blades ein.

40 Prozent Plus in Deutschland

Sichtlich zufrieden zeigte sich Boston-Geschäftsführer Wolfgang Walter mit dem Line-up seiner Hersteller. Auch durch die Entwicklung des Geschäfts sieht sich der erfahrene Distributions-Manager bestätigt. Seit das Unternehmen 2010 als Tochter der britischen Boston-Gruppe gegründet wurde, „sind wir kontinuierlich gewachsen“, teilte Walter mit. Im vergangenen Jahr habe der Server- und Storage-Spezialist den Umsatz hierzulande um 40 Prozent gesteigert.

Der weltweite Server-Markt ist laut IDC zwar seit fünf Quartalen geschrumpft. Von der Entwicklung konnte sich Boston jedoch abkoppeln – nicht nur in Deutschland, sondern auch international. „Wir wachsen trotzdem und gewinnen somit Marktanteile von den Anbietern aus der ersten Reihe“, berichtete Manoj Nayee, Chef der Boston-Gruppe, im Gespräch mit IT-BUSINESS. Ebenso zufrieden zeigte sich der Manager mit der Entwicklung im Storage-Geschäft, wo er eine anhaltende Nachfrage nach Stand-alone- und Scale-out-Systemen sieht. „Auch in diesem Segment wachsen wir schneller als die A-Brands.“

Breiteres Portfolio

Unterm Strich sei Boston im vergangenen Fiskaljahr, das am 28. Februar endete, über die gesamte Gruppe um 30 Prozent gewachsen. Für das laufende Jahr peilt Nayee sogar ein Wachstum von 50 Prozent an. Ein beschleunigtes Wachstum hält er für möglich, weil der Distributor inzwischen sein Portfolio verbreitert hat. Als wichtigsten Neuzugang nannte der Unternehmer den Netzwerkanbieter Mellanox, mit dem Boston im vergangenen Spätsommer ein Vertriebsabkommen schloss. „Durch diese neue Allianz sind wir in der Lage, umfassende Lösungen aus Server-, Storage- und Netzwerk-Komponenten anzubieten“, betonte Nayee.

Mellanox ist spezialisiert auf die Übertragungstechnologie Inifiniband, die vor allem im High Perfomance Computing (HPC) eingesetzt wird. Der Hersteller, an dem Oracle mit einem Anteil von zehn Prozent beteiligt ist, bietet inzwischen auch Ethernet-Switches und -Adapter an und drängt damit ins klassische Datacenter-Geschäft.

Darüber hinaus hat Boston in Deutschland den Vertriebskanal erweitert. Seit Ende März bietet das Unternehmen die Systeme von Supermicro hierzulande auch über den Broadliner Ingram Micro an und adressiert damit ein wesentlich größeres Potenzial an Fachhändlern. Boston selbst arbeitet in Deutschland nach Auskunft von Geschäftsführer Walter mit 400 aktiven Partnern zusammen. □

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