Nachsehen bei Cognite-Übernahme SAP spart bei Neueinstellungen und Dienstreisen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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SAP treibt seine Transformation zum KI-getriebenen Softwareanbieter voran. Das erfordert massive Investitionen. Um diese zu finanzieren, nimmt SAP gezielt Kosten in anderen Unternehmensbereichen ins Visier. Zudem haben die Walldorfer das Nachsehen bei der geplanten Cognite-Übernahme.

Bei SAP schaut man Kosten-technisch genauer hin. Wo KI im Spiel ist, ist man großzügiger.(Bild: ©  Poramet - stock.adobe.com / KI-generiert)
Bei SAP schaut man Kosten-technisch genauer hin. Wo KI im Spiel ist, ist man großzügiger.
(Bild: © Poramet - stock.adobe.com / KI-generiert)

SAP schränkt Neueinstellungen und interne Dienstreisen ein, um zusätzliche finanzielle Mittel für den Ausbau seiner KI-Strategie freizusetzen. Künftige Stellenbesetzungen sollen sich demnach primär auf zentrale KI-Rollen konzentrieren, während Dienstreisen ohne direkten KI-Bezug ausgesetzt werden.

Kundenorientierte Aktivitäten sowie strategisch wichtige KI-Initiativen blieben laut Unternehmensangaben von den Einsparungen ausgenommen und würden weiterhin vollumfänglich unterstützt.

Welche Bereiche konkret betroffen sind

Laut einem internen Bloomberg vorliegenden Management-Schreiben an die SAP-Belegschaft plant der Konzern folgende Maßnahmen:

  • Recruiting-Fokus: Neueinstellungen konzentrieren sich künftig ausschließlich auf ausgewählte Profile – mit klarem Schwerpunkt auf zentralen KI-Positionen.
  • Reisestopp für interne Events: Dienstreisen zu internen Veranstaltungen ohne KI-Bezug werden vorerst ausgesetzt.
  • Lieferantenprüfung: Europas größter Softwarehersteller analysiert zusätzlich Einsparpotenziale bei externen Lieferanten und Dienstleistern.

Cognite geht an Schneider Electric

Im Zuge seiner KI-Expansionsstrategie hatte SAP laut Bloomberg auch Interesse an einer Übernahme des US-Softwareanbieters Cognite bekundet. Das Rennen um den Anbieter für industrielle KI-Lösungen machte jedoch der französische Technologiekonzern Schneider Electric: Für rund 3,1 Milliarden US-Dollar (etwa 2,7 Milliarden Euro) in bar sicherte sich Schneider Electric den Zuschlag, um sein eigenes Geschäft im Bereich industrieller KI weiter auszubauen. Ein SAP-Sprecher wollte sich zu diesem Vorgang nicht äußern.

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