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Nvidia RTX A6000, A40 und Bluefield-2X Ampere für Workstation und Datacenter

Autor: Klaus Länger

Mit der RTX 6000 und der A40 bringt Nvidia Ampere-Grafikkarten in Vollausbau mit 48 GB GDDR6 für Workstations und Desktop-Virtualisierung. Auf der Smart-NIC Bluefield-2X sitzt neben einer GPU ebenfalls ein Ampere-Chip für KI-basierte Sicherheitsfunktionen.

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AMpere allerorten: Die Workstation und Serverkarten RTX A6000 und A40 sind ebenso mit der neuen Nvidia-GPU ausgestattet, wie die DPU-Karte Bluefield-2X.
AMpere allerorten: Die Workstation und Serverkarten RTX A6000 und A40 sind ebenso mit der neuen Nvidia-GPU ausgestattet, wie die DPU-Karte Bluefield-2X.
(Bild: Nvidia)

Nvidia weitet die Ampere-Architektur nun auch auf Workstations und Datacenter aus. Die RTX A6000 – den Namen Quadro lässt der Hersteller mit dieser neuen Kartengeneration fallen – ist eine PCI-Express-4.0-Karte mit einer GA102-GPU im Vollausbau. Sie vereint 10,752 CUDA-Cores, 84 RT-Cores der zweiten Generation sowie 336 Tensor-Cores der dritten Generation auf einem Chip. Die RT-Cores sollen im Vergleich zur Vorgängergeneration die doppelte Leistung beim Raytracing oder bei Compute-Anwendungen liefern, die Tensor-Cores gleich den fünffachen Durchsatz bei KI-Workloads.

Als Grafikspeicher wird ebenso wie bei den PC-Karten der RTX-3000-Serie GDDR6 verwendet, allerdings gleich 48 GB mit ECC. Mit NVLink können zwei Karten kombiniert werden, um so für sehr große Workloads 96 GB Grafikspeicher nutzen zu können. Die RTX A6000 ist eine doppelt breite Karte mit einer Leistungsaufnahme von 300 Watt. Als Ausgänge sind vier Displayports vorhanden. Die Karte kann in Workstations und in Servern für VDI eingesetzt werden. Dort werden unterschiedliche vGPU-Profile unterstützt.

Die technisch ähnliche Datacenter-Karte A40 unterscheidet sich von der RTX A6000 durch ihre passive Kühlung und den etwas langsameren Speicher. Anders als die bisherigen Server-Karten ist die A40 mit drei DisplayPorts bestückt. Diese sind aber per Default deaktiviert, da die Karte für die vGPU-Nutzung vorkonfiguriert ist. Die RTX A6000 soll im Dezember verfügbar sein, die A40 Anfang 2021. Preise hat Nvidia noch nicht genannt.

Gleichzeitig schickt Nvidia die Omniverse-Plattform in eine offene Beta-Phase. Sie ist eine RTX-basierte 3D-Simulations- und Kollaborationsplattform auf Basis der Universal Scene Description (USD) von Pixar, mit der die Zusammenarbeit verschiedener 3D-Applikationen und der Ökosystemen unterschiedlicher Hersteller ermöglicht wird.

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Bluefield-2X: Schlaue Netzwerkkarte mit Ampere-GPU

Mit der Übernahme von Mellanox hat Nvidia auch deren Bluefield-Smart-NIC-Baureihe geerbt. Mit der PCI-Express-4.0-Karte Bluefield-2 DPU weitet Nvidia den Funktionsumfang durch eine Einsatz einer Data Processing Unit (DPU) aus. Dieser Chip kombiniert die Funktionen Mellanox ConnectX-6 Dx SmartNIC mit acht zusätzlichen ARM-A72-Cores, die Security-, Networking- und Storage-Aufgaben übernehmen, um so die CPU zu entlasten. Die Storage-Komponente unterstützt NVMe-oF und soll Funktionen wie Deduplikation und Kompression beschleunigen. Der Netzwerkteil bietet 200-GBit/s-Ethernet und InfiniBand-Unterstützung.

Bei der BlueField-2X DPU sitzt noch eine zusätzliche A100-GPU für KI-basierte Security-Analysen mit auf der Karte. Mit dem DOCA Software Development Kit stellt der Hersteller den Softwareentwicklern Werkzeuge für den Bau von DPU-beschleunigten Datacenter-Services zur Verfügung. Die Bluefield 2 DPU sollen ab Anfang 2021 in Systemen verschiedener Serverhersteller zur Verfügung stehen. Eine Softwareunterstützung kommt von VMware, Red Hat, Canonical und Microsoft Windows. Die BlueField-2X ist aktuell noch in der Entwicklung.

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