Lenovo Thinkstation P2 und P3 der zweiten Generation Arrow-Lake-Desktop-Workstations von klein bis groß mit Blackwell-GPU

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Lenovo verpasst den Thinkstations mit Intel-Desktop-CPU ein Upgrade. Die neue Generation vom P3-Tower mit Nvidia-RTX-Pro-6000-Blackwell-Karte bis hin zum winzigen P3 Tiny basiert auf Arrow-Lake-Prozessoren mit bis zu 24 Cores.

Die Thinkstation P2 Tower Gen 2 von Lenovo ist für den Einstieg in CAD und Produktdesign bestimmt, soll aber auch KI-Aufgaben bewältigen. Der Hersteller sieht Hochschulen als Einsatzbereich. (Bild:  Lenovo)
Die Thinkstation P2 Tower Gen 2 von Lenovo ist für den Einstieg in CAD und Produktdesign bestimmt, soll aber auch KI-Aufgaben bewältigen. Der Hersteller sieht Hochschulen als Einsatzbereich.
(Bild: Lenovo)

Bei günstigeren und vor allem kompakten Desktop-Workstations kommen keine speziell für Workstations entwickelten Prozessoren wie AMDs Ryzen Threadripper oder Intels Xeon W zum Einsatz, sondern meist herkömmliche Desktop-Prozessoren. Das ist auch bei den P2- und P3-Modellreihen aus dem Thinkstation-Portfolio von Lenovo der Fall. Deren neue Generation basiert auf Arrow-Lake-Prozessoren von Intel, allerdings teilweise auf Mainboards mit dem Workstation-Chipsatz W880. Dieser unterstützt zusätzlich zu vPro auch ECC-Speicher. Die CPUs bieten zudem eine integrierte Grafikeinheit und eine NPU mit 13 TOPS.

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Thinkstation P3 Tower Gen 2 und P2 Tower Gen 2

Die Thinkstation P3 Tower Gen 2 ist das Modell mit der höchsten Leistung unter den vier neuen Lenovo-Workstations. Im Inneren arbeiten zwar ebenso wie die anderen Modellen Arrow-Lake-Prozessoren bis hin zum Core Ultra 9 285K mit 8 P-Cores und 16 E-Cores. Allerdings kommt ein W880-Mainboard, das mit CUDIMMs bis zu 256 DDR5-SDRAM unterstützt zum Einsatz. Vor allem wird Lenovo die Workstation auch mit Nvidias derzeit schnellster Workstation-Grafikkarte anbieten: der RTX Pro 6000 Blackwell mit 24.064 Cuda-Cores und 96 GB GDDR7 mit ECC. Verwendet wird dabei die Max-Q Workstation Edition mit etwas verminderter Performance, aber dafür nur 300 Watt Leistungsaufnahme. Der Rechner soll ab Mitte Juli verfügbar sein.

Die Thinkstation P2 Tower Gen 2 ist schon erhältlich. Sie soll einen günstigen Einstieg in CAD und Produktdesign ermöglichen und ist mit einem, wie Lenovo verspricht, sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis auch für den Bildungssektor gut geeignet.

In dem mit 17 Litern Volumen kompakteren Tower-Gehäuse sitzen ein W880-Mainboard mit bis zu 128 GB RAM und ebenfalls maximal ein Ultra 9 285K. Bei der Grafik bilden zwei Nvidia RTX 2000 Ada mit jeweils 16 GB GDDR6 die Maximalkonfiguration.

Thinkstation P3 Tiny Gen 2 und P3 Ultra SFF Gen 2

Neben den beiden Tower-Geräten bringt Lenovo zwei kompakte Thinkstation-Modelle auf den Markt: P3 Tiny Gen 2 und ThinkStation P3 Ultra SFF Gen 2. Beim Tiny-Modell ist das Gehäuse mit einem Volumen von knapp einem Liter sehr kompakt, bietet aber trotzdem Platz für eine zusätzliche Low-Profile-Grafikkarte mit einem Slot Breite bis hin zur Nvidia RTX A1000 mit Ampere-GPU und 8 GB GDDR6.

Auf dem Mainboard mit Intel-Q870-Chipsatz sitzt maximal ein Core Ultra 9 285 ohne K-Suffix. Der aus zwei SODIMMs bestehende Speicher kann auf bis zu 128 GB ausgebaut werden. Im Vergleich zur ersten Tiny-Generation mit Raptor-Lake-CPU von Intel bietet die neue Mini-Workstation außer dem moderneren Prozessor und dem größeren Hauptspeicher noch Thunderbolt 4 und Wi-Fi 7. Zudem können bis zu drei M.2-SSDs eingebaut werden.

Etwas größer ist die Thinkstation P3 Ultra SFF Gen 2. In dem Micro-Tower kann dafür eine Nvidia RTX 4000 SFF Ada mit doppelter Breite Platz finden und auf dem W880-Mainboard ein Core 9 Ultra 285K. Der RAM besteht hier ebenfalls aus SODIMMs oder CSODIMMs mit bis zu 128 GB Kapazität. Beide Workstations kommen laut Lenovo im Juli in den Handel.

Lenovo Access: Mini-Workstations im Rack

Bis zu sieben P3-Ultra-SFF-Gen-2-Workstations in einem Rack-Einschub für das Rechenzentrum nutzt das erste Blueprint-Angebot von Lenovo Access, einer Workstation-Lösung für Remote-Anwender. Im Gegensatz zu virtualisierten Lösungen steht hier jedem User ein vollständigen Stack aus dedizierter Hardware, Software und Services zur Verfügung. Das soll eine konstante Leistung und ein reibungsloses Arbeiten ermöglichen. Auf den Workstations läuft das Remote-Grafikprotokoll TGX von Mechdyne. Zudem unterstützt Lenovo Access verschiedene Remote-Management-Optionen wie Lenovo Thinkstation BMC, Intel vPro AMT und AMD Dash sowie erweiterte Sicherheitsfunktionen wie Thinkshield für Rechner mit Intel vPro.

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