Dell-Händler haben Zugriff auf großes Portfolio Also vertreibt Dell in Deutschland

Autor Sarah Gandorfer

Alle guten Dinge sind drei: Nach Ingram Micro und Tech Data schließt Dell nun ein Distributionsabkommen mit dem Broadliner Also. Es ist eine Win-Win-Situation für beide Parteien. Zumal Also-CEO Gustavo Möller-Hergt einen Blick für gute Geschäfte zu haben scheint.

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Also-CEO Gustavo Möller-Hergt hat Dell für sein Unternehmen gewinnen können.
Also-CEO Gustavo Möller-Hergt hat Dell für sein Unternehmen gewinnen können.
(Bild: Also Holding)

Dell war früher bekannt für seinen Direktvertrieb, nur wenige kleinere Distributoren durften Geräte an Partner vertreiben. Vor einigen Jahren begann der Hersteller seine Positionierung im Markt zu verändern und sich von einem reinen Hardwareanbieter zu einem Anbieter von Gesamtlösungen und Services zu entwickeln. Dabei werden neben Netzwerk-, Server- und Storage-Produkten sowie ganzen Rechenzentren und Rechenzentrums-Infrastruktur auch Consulting-Leistungen vertrieben. Auf diese Weise will Dell die Anforderungen von Unternehmen unterschiedlicher Größenordnungen sowie dem öffentlichen Sektor erfüllen.

Der Hersteller wendete sich 2014 in Deutschland schließlich an die Broadline-Distribution, angefangen mit Ingram Micro und gefolgt von Tech Data. Es fehlte noch Also. Der Soester Distributor gab nun bekannt, ebenfalls die Server und Clients des Herstellers zu vertreiben. In Osteuropa arbeiteten beide Unternehmen bereits zusammen.

In einem früheren Gespräch mit Karl Milojkovic, Senior Director Distribution & Commercial Channel bei Dell, erklärte dieser, warum die Broadliner so wichtig für den Hersteller sind: „Es war nicht zuletzt eine Anforderung unserer Partner stärker die Broadline-Distribution miteinzubeziehen.“ Hintergrund ist, dass die Fachhändler wünschen, für ihre Projekte alles über einen Distributor zu beziehen.

So profitiert Also

Also-CEO Gustavo Möller-Hergt ist für seine Effizienzstrategie bekannt. Seitdem er im Unternehmen ist, stößt er nicht profitables Geschäft ab und legt seinen Fokus darauf, womit Gewinn gemacht werden kann. So betont er bei dieser Kooperation: „Die kontinuierliche Erweiterung unseres Ökosystems durch interessante Vendoren und Angebote für unsere Kunden ist Garant dafür, unseren profitablen Wachstumskurs weiterzuführen.“

Möller-Hergts Strategie zahlt sich aus. Die Umsatzkurve des Konzerns zeigte für das Geschäftsjahr 2020 weiter nach oben, wenn auch etwas flacher als im vorangegangen Jahr. Das Unternehmen verzeichnete einen Gewinn von 130 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 30 Prozent verglichen mit 2019.

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