Auch jenseits der Windows-Welt gibt es neue Rechner von Acer. Die Spanne reicht hier von günstigen Android-Tablets über Convertible-Chromebooks und ChromeOS-Mini-PCs bis hin zur kleinen aber starken KI-Workstation mit Nvidia-Prozessor für rund 4.000 Euro.
Ein neues Chromebook zeigt Acer ebenfalls auf der IFA in Berlin: Das Convertible-Chromebook Plus Spin 514 basiert auf dem MediaTek Kompanio Ultra 910. Der Prozessor enthält auch eine 50-TOPS-NPU.
(Bild: Acer)
Acer gehört zu den wichtigsten Herstellern von ChromeOS-Geräten und stellt auf der IFA einige neue Chromebook und Chromebox-Modelle vor. Wie Acer-DACH-Chef Robert Perenz auf der Messe sagt, liegt der Marktanteil von Acer bei diesen Geräten bei etwa 30 bis 40 Prozent. Das neue Chromebook Plus Spin 514 mit 14-Zoll-Display ist das erste Acer-Chromebook mit Kompanio-Ultra-910-Prozessor von Mediatek. Die CPU verfügt über insgesamt acht ARM-Cores, die ARM-Immortalis-G925-GPU und vor allem die von Mediatek selbst entwickelte NPU 890 mit 50 TOPS. Mit ihr können Google-KI-Funktionen lokal genutzt werden. Ein 12-monatiges Abonnement des Google AI Pro-Plans mit Zugriff auf erweiterte AI-Funktionen von Gemini ist im Kaufpreis des Chromebook Plus Spin 514 enthalten. Die CPU kann auf bis zu 16 GBRAM zugreifen. Der UFS-4.0-Massenspeicher für Cache und lokale Linux-Anwendungen kann bis zu 256 GB groß sein.
Das Touch-Display mit Stifterkennung für den optionalen Stift kann um 360 Grad umgeklappt werden. Das macht aus dem Chromebook ein 1,36 kg schweres Tablet. Beim 16:10-Display bietet Acer zwei Optionen: WUXGA-Auflösung (1.920 x 1.200 Pixel) mit 120 Hz oder WQXGA+ (2.880 x 1.800 Pixel) mit 60 Hz. Die Webcam über dem WQXGA+-Display bietet einen 5-Megapixel-Sensor mit derselben Auflösung, über dem WUXGA-Panel sitzt eine 1.080p-Webcam. In dem robusten Aluminiumgehäuse sitzen zwei USB-C- und zwei USB-A-Ports. Ein 70-Wh-Akku soll für bis zu 17 Stunden Akkulaufzeit sorgen. Das Chromebook Plus Spin 514 kommt im Oktober für 699 Euro (UVP) auf den Markt.
Für den stationären Einsatz sind die kompakten Chromebox-Modelle CXI6 und Mini CXM2 bestimmt. Acer nennt hier neben dem Einsatz im Büro oder in der Logistik auch die Verwendung als Digital-Signage-Player oder für interaktive Kioskanwendungen. Beide Modelle lassen sich mit einem optionalen VESA-Montageset auf der Rückseite von Monitoren befestigen. Die Chromebox CXI6 kostet 299 Euro (UVP), die Mini CXM2 199 Euro (UVP). Eine zentrale Verwaltung der Rechner ist über das Chrome Enterprise Upgrade für 100 Euro möglich.
Acer hat vor zwei Jahren einen Neustart bei Android-Tablets gewagt und damit seine Iconia-Familie wiederbelebt. Laut Perenz legt der Hersteller dabei den Fokus auf Mittelklasse-Geräte und fährt auch sehr gut damit: Die Sparte wächst. Neu auf der IFA 2025 sind gleich vier Tablets: Eine zweite Generation des Iconia X12, das Iconia X14 und mit der A-Serie zwei günstigere Tablets mit 14- und sogar 16-Zoll-Display.
Das X12 ist gegenüber dem Vorjahresmodell etwas schlanker und vor allem um 100 Gramm leichter geworden: Es bringt nur noch 500 Gramm auf die Waage, die Acer beim Akku eingespart hat. Er hat nun 8.000 statt 10.000 mAh, soll aber immer noch für 16 Stunden ausreichen. Geblieben sind der Octacore-ARM-Prozessor Helio G99 von Mediatek, 8 GB LPDDR4X RAM, bis zu 256 GB UFS-Speicher sowie das 12,6-Zoll-OLED-Panel mit 2.560 x 1.600 Pixel. Optional bietet der Hersteller für das Tablet einen magnetischen Kickstand, ein abnehmbares Keyboard sowie einen Stift an.
Eine Nummer größer ist das Iconia X14 mit seinem 14-Zoll-AMOLED-Panel. Allerdings ist dessen Auflösung mit 1.920 x 1.200 Pixel geringer. Als CPU dient hier der Allwinner A733 mit acht ARM-Cores, einem zusätzlichen Risc-Kern und vor allem einer kleinen 3-TOPS-NPU für KI-Funktionen. Im X14 greift der Prozessor auf bis zu 8 GB LPDDR5 zu. Als Massenspeicher dienen bis zu 256 GB UFS 3.1. Im Gehäuse des 910 Gramm schweren 14-Zoll-Tablets ist ein ausklappbarer Kickstand integriert.
Das Acer Iconia A14 ist eine günstigere Variante des X14 mit Full-HD+-IPS- statt OLED-Panel und ansonsten identischer Ausstattung. Auch die Farbe unterscheidet sich: Statt in Iron Gray ist es in hellerem Vapor Silver gehalten. Das gilt auch für das noch größere Iconia A16 mit 16-Zoll-Display-Diagonale aber ansonsten identischem Innenleben. Das IPS-Panel stellt hier ebenfalls 1.920 x 1.200 Pixel dar. Die beiden neuen A-Modelle verfügen laut Hersteller über die Funktion Acer Screen Casting und können so auch als mobiler Zweitbildschirm für ein Notebook oder einen PC verwendet werden.
Stand: 08.12.2025
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Die vier neuen Tablets sollen im ersten Quartal 2026 verfügbar sein. Als empfohlene Verkaufspreise nennt Acer 369 Euro für das Iconia X12 und 249 beziehungsweise 269 Euro für die Modelle A14 und A16. Für das X14 gibt es noch keinen Preis.
Einen passenden Router für die Wohnung oder das Büro zeigt Acer ebenfalls in Berlin. Der Connect T36 ist ein Dual-Band-Wi-Fi-7-Mesh-Router mit einem Durchsatz von bis zu 3.600 Mbps. Zudem verfügt er über drei RJ45-Anschlüsse, von denen einer im Router-Modus als WAN-Port dient. Der Acer Connect T36 kommt ebenfalls im Q1/2026 auf den Markt und soll 99 Euro (UVP) kosten.
KI-Workstation mit Nvidia Grace Blackwell Superchip
Die kompakte Workstation Veriton GN100 AI läuft ebenfalls mit einem Linux-Betriebssystem, gehört aber ansonsten zu einer ganz anderen Kategorie. Sie ist die Acer-Variante von Nvidias DGX Spark und läuft auch mit deren Software-Stack für die lokale KI-Entwicklung. Das Herzstück der winzigen Workstation ist der GB10 Grace Blackwell Superchip mit insgesamt 20 ARM-Cores von Mediatek und vor allem einer Blackwell-GPU, die bis zu 1.000 PFLOPS FP4 AI Performance liefern soll. Nvidia verrät selbst nicht mehr zu den technischen Daten, es sollen aber 6.144 Cuda-Cores aktiv sein. Für CPU und GPU sind 128 GB Unified-Memory an Bord, in Form von acht LPDDR5X-Chips. Daraus resultiert eine Speicherbandbreite von 273 GB/s, deutlich weniger als bei GDDR7 oder HBM. Für das auf Ubuntu basierende Nvidia-Betriebssystem DGX OS, den KI-Software-Stack und Nutzerdaten steht eine NVMe-SSD mit vier TB Speicherplatz zur Verfügung.
Das Mainboard des Acer Veriton GN100. Links der GB10 Grace Blackwell Superchip von Nvidia mit Blackwell-GPU sowie 20 ARM-CPU-Cores, flankiert von insgesamt 128 GB LPDDR5x als Systemspeicher. Rechts die beiden 400GbE-Anschlüsse des ConnectX-7-NIC und darüber der zugehörige Controller von Nvidia.
(Bild: Vogel IT-Medien)
Über einen auf dem Mainboard integrierten Nvidia ConnectX-7 Smart NIC mit bis zu 400 GbE können zwei Veriton GN100 AI zu einer schnelleren Einheit verbunden werden. Damit ist es möglich, mit Modellen zu arbeiten, die bis zu 405 Milliarden Parameter umfassen.
Ansonsten bietet die Veriton GN100 AI noch einen zusätzlichen 10GbE-Port, Wi-Fi 7, vier USB-C-Anschlüsse und HDMI für den Monitor.
Laut Acer ist die Veriton GN100 Mini AI Workstation (VGN-100) ab sofort verfügbar. Der Preis liegt bei 3.999 Euro (UVP).