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IFA 2019

Acer bringt Ice-Lake-Notebooks und ConceptD-Geräte mit Quadro-GPU

| Autor: Klaus Länger

Auf der IFA 2019 baut Acer die dieses Jahr gestartete ConceptD-Baureihe weiter aus und stellt zwei leichte Swift-Notebooks mit Intel-10-Nanometer-Prozessor vor.
Auf der IFA 2019 baut Acer die dieses Jahr gestartete ConceptD-Baureihe weiter aus und stellt zwei leichte Swift-Notebooks mit Intel-10-Nanometer-Prozessor vor. (Bild: Acer)

Mit dem Swift 3 und dem Swift 5 bringt Acer gleich zwei 14-Zoll-Notebooks mit Intels 10-Nanometer-Prozessor auf den Markt. Daneben stellt der Hersteller auf der Messe in Berlin etliche ConceptD-Pro-Modelle mit Nvidia-Quadro-Grafik vor und lockt Gamer mit neuen Notebooks und dem Gaming-Sessel Predator Thronos Air.

Bislang waren die Notebooks mit Intels Ice-Lake-Prozessoren dünn gesät. Statt der in 10-Nanometer-Technik hergestellten Core-Prozessoren der 10. Generation setzen die meisten Hersteller die nächste Iteration der 14-Nanometer-CPUs aus der Comet-Lake-Familie ein, die Intel ebenfalls zur 10 Generation zählt. Acer bringt mit dem Swift 3 und dem Swift 5 gleich zwei leichte 14-Zoll-Notebooks mit Ice-Lake-CPUs.

Swift 3 und Swift 5

Mit Ice Lake hat Intel endlich und mit erheblicher Verspätung die ersten 10-Nanometer-Prozessoren mit neuer Mikroarchitektur an den Start gebracht. Ihre Sunny-Cove-Architektur soll trotz niedrigerer Taktfrequenz eine höhere Leistung bringen als die bisherigen 14-Nanometer-Mobile-CPUs, die im Prinzip alle Skylake-Abkömmlinge sind. Zudem warten die Ice-Lake-Modelle unter den Core-Prozessoren der 10. Generation mit einer weiterentwickelten GPU auf, die bei den G7-Modellen als Iris Plus über 64 Ausführungseinheiten verfügt und eine um 80 Prozent höhere Grafikleistung liefert. Wenn das immer noch nicht ausreicht, dann können die Notebooks Swift 3 und 5 sogar noch mit einer zusätzlichen Nvidia Geforce MX250 geordert werden. Laut Acer ist Swift 5 so mit 990 Gramm Gewicht das leichteste 14-Zoll-Notebook mit dedizierter Grafikeinheit. Es ist das erste Acer-Notebook mit einem Chassis, das aus Magnesium-Lithium- und Magnesium-Aluminium-Legierungen besteht. Sein 14-Zoll-IPS-Touchscreen ist oben und seitlich von sehr schmalen Displayrahmen umgeben, was eine kompakte Bauform des 14,95 mm dünnen Swift 5 ermöglicht. Die sehr kompakte Webcam sitzt trotzdem über dem Display. Die Maximaloption beim Prozessor ist ein Core i7-1065G7 mit vier Cores und 3,9 GHz im Turbo-Boost, die PCIe-SSD kann bis zu 512 GB groß sein. Thunderbolt 3 und Wi-Fi 6 sind im Prozessor integriert und gehören damit zur Grundausstattung des Notebooks. Im Touchpad ist ein Windows-Hello-Fingerabdruckleser integriert. Das günstigere Swift 3 ist mit 15,95 mm etwas dicker und mit 1,19 kg etwas schwerer. Ansonsten ist das mit grauem oder pinkfarbenem Gehäuse erhältliche Notebook identisch ausgestattet. Beide Geräte sollen mit einer Akkuladung bis zu 12,5 Stunden Laufzeit bieten und sich binnen 30 Minuten für vier Stunden Akkubetrieb laden lassen. Beide 14-Zöller sollen Ende September verfügbar sein. Das Swift 5 mit einem Startpreis von 999 Euro, das Swift 3 für 200 Euro weniger.

Aspire C-Serie und Chromebooks

Weitere IFA-Neuheiten von Acer sind ein Upgrade der schlanken All-in-One-Rechner der Aspire-C-Serie und drei neue Chromebooks. Die Aspire-C-Modelle mit 22-Zoll-, 24-Zoll- oder 27-Zoll-Full-HD-Display sind nun mit Core-U-Prozessoren der 10. Generation ausgestattet. Zum Einsatz kommen dabei die 14-Nanometer-Prozessoren der Comet-Lake-Familie, die im Gegensatz zu Ice Lake mit den bisherigen Kaby-Lake-R-CPUs inkompatibel sind. Optional ist wie bisher eine zusätzliche Nvidia-MX130-GPU lieferbar. Die All in One-Rechner sind laut Acer im vierten Quartal verfügbar.

Die drei neuen Notebooks mit Googles ChromeOS sind das Modell Chromebook Spin 311 mit um 360 Grad schwenkbarem 11,6-Zoll-Display sowie die Clamshell-Geräte Chromebook 314 und 315 mit 14-Zoll- beziehungsweise 15,6-Zoll-Display. Ihre Full-HD-Displays sind mit oder ohne Touch erhältlich. Als Prozessor werden die Atom-Nachfolger Celeron N4000 oder N4100 mit zwei oder vier Cores eingesetzt. Das Chromebook 315 ist auch mit einem stärkeren Pentium Silver N4000 lieferbar, der ebenfalls zur Gemini-Lake-Familie gehört. Die Chromebooks 315 und 314 sollen ab November ab 379 beziehungsweise 299 Euro verfügbar sein, das Chromebook Spin 311 folgt später mit einem Preis ab 399 Euro.

ConceptD-Pro-Modelle mit Quadro-RTX-GPUs

Auf der Global Press Conference im April dieses Jahres hat Acer die ConceptD-Notebooks, PCs und Monitore vorgestellt, mit denen der Hersteller professionelle Anwender in Kreativberufen adressieren will, die Geräte mit hoher Leistung oder Darstellungsqualität benötigen, aber auch auf ein dezentes und schickes Design Wert legen. Auf der IFA stellt der Hersteller Pro-Varianten der Notebooks vor, die mit einer Quadro-RTX- statt einer Geforce-RTX-Grafik ausgestattet sind. Das 17,3-Zoll-Convertible ConceptD 9 und das 15,6-Zoll-Notebook ConceptD 7 sind als Pro-Modelle mit einer Quadro RTX 5000 ausgestattet, das ConceptD 5 Pro mit einer Quadro RTX 3000. Das herkömmliche ConceptD 5 bekommt ein Upgrade auf eine Geforce RTX 2060 statt der bisher verwendeten AMD Radeon RX Vega M GL. Den Einstieg in die Serie bilden die Modelle ConceptD 3 mit Nvidia Geforce GTX 1650 sowie ConceptD 3 Pro mit Quadro T1000. Sie sind für Anwender ausgelegt, die kein Realtime-Raytracing benötigen.

Gaming-Neuheiten auf der IFA

Der Blickfang auf dem IFA-Stand von Acer in Halle 12 ist der mit drei Displays ausgestattete Gaming-Sessel Predator Thronos Air. Er ist etwas kompakter als der Predator Thronos der ersten Generation und sogar mit einer Massagefunktion für sehr ausgedehnte Gaming-Sessions ausgestattet. Mit dem Predator Triton 300 feiert ein nur 2,3 kg schweres Gaming-Notebook mit maximal Core i7 der 9. Generation und Geforce GTX 1650 Premiere. Der 15,6-Zöller mit 144-Hz-Full-HD-Panes bietet zudem auf Wunsch zwei 512-GB-PCIe-SSDs in RAID-0-Konfiguration sowie Killer-LAN und WLAN. Der Startpreis soll bei 1.099 Euro liegen, die Markteinführung ist zum Jahresende geplant. Mit 2.599 Euro ein gutes Stück kostspieliger ist der Predator Triton 500 mit 300-Hz-Display, den Acer ebenfalls als IFA-Neuheit präsentiert. Er ist ebenfalls für das vierte Quartal 2019 geplant. Beim Sessel gibt es noch keine Informationen zu Verfügbarkeit und Preis.

DACH-Chef Robert Perenz zur Acer-Strategie

Für den neuen Deutschland-Chef Robert Perenz, seit August im Amt, ist die IFA kein Neuland. Er war diverse Male als Produktmanager und Head of Product Business auf der Berliner Messe. Zuletzt war er als Senior Director für das Europageschäft mit PCs und Tablets verantwortlich. Als Geschäftsführer von Acer Deutschland will Perenz auf das Fundament aufbauen, das sein Vorgänger Wilfried Thom, gebaut hat, und der nun als Vice President Western Europe das Geschäft in Westeuropa verantwortet. Er sieht im Gespräch das stabile Team am Standort Ahrensburg als großen Vorteil für das Unternehmen. Für das vierte Quartal des Jahres erwartet der Manager einen Aufschwung durch das Supportende von Windows 10 und sieht Acer hier durch die neuen Ice-Lake-Modelle gut aufgestellt. Wachstum erwartet er vor allem im B2B-Segment. In diesem Quartal können die Partner auch auf alle ConceptD-Modelle zugreifen. Perenz sieht sie vor allem als Produkt für Systemhäuser, da hier die nötige Beratungskompetenz vorhanden ist.

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