Guardian-HDDs von Seagate

12-TB-Riesenplatten für PC und Consumer-NAS

| Autor: Klaus Länger

Die 12-TB-Platten, die Seagate in den Serien Ironwolf, Ironwolf Pro und Barracuda Pro auf den Markt bringt, speichern die Daten auf acht Plattern in einem heliumgefüllten Gehäuse.
Die 12-TB-Platten, die Seagate in den Serien Ironwolf, Ironwolf Pro und Barracuda Pro auf den Markt bringt, speichern die Daten auf acht Plattern in einem heliumgefüllten Gehäuse. (Bild: Seagate)

Mit zwölf TB Speicherplatz sind die Guardian-HDDs Barracuda Pro, Ironwolf und Ironwolf Pro von Seagate zwar nicht die größten HDDs, aber die mit der höchsten Kapazität außerhalb des Enterprise-Segments. Die heliumgefüllten Platten arbeiten mit einer Drehzahl von 7.200 U/Min.

Geht es um sehr viel Speicherplatz für einen bezahlbaren Preis, dann ist die klassische 3,5-Zoll-HDD immer noch ungeschlagen. Bei SATA-SSDs bekommt man für 500 Euro ein oder maximal zwei TB Speicherplatz, die drei neuen Festplatten aus Seagates Guardian-Familie bieten jeweils zwölf TB Kapazität. Um die zu erreichen, sind acht Magnetscheiben notwendig, die in einem mit Helium gefüllten Gehäuse rotieren.

Tierische Wächter

Mit den Modellen Barracuda Pro, Ironwolf und Ironwolf Pro bringt der US-Hersteller gleich drei Zwölf-TB-Festplatten in den Handel. Sie unterscheiden sich vor allem im angepeilten Anwendungsbereich, die Drehzahl von 7.200 U/Min und den 256 MB großen Cache sind Eigenschaften aller drei Modelle. Die Barracuda Pro soll ihr Zuhause vor allem in Desktop-PCs finden. Der Hersteller sieht beispielsweise professionelle Anwender als dem Mediensektor als Zielpublikum für die Festplatte. Laut Seagate kann die Platte konstant bis zu 250 MB/s übertragen und soll damit auch für sehr große Datentransfers schnell genug sein. Zum Lieferumfang gehört auch ein Rescue Plan zur Datenwiederherstellung mit einer Laufzeit von 24 Monaten nach Registrierung. Beschädigte Festplatten gehen in dieser Zeit zu einem spezialisierten Unternehmen, welches die Daten auf der HDD retten soll.

Denselben Service und auch identische Leistungswerte gibt der Hersteller für die Ironwolf Pro an, die sich für NAS-Geräte mit bis zu 16 Laufwerken eignen soll. Den empfohlenen Workload gibt der Storage-Hersteller bei beiden Pro-Modellen mit bis zu 300 TB pro Jahr an.

Für maximal 180 TB/Jahr spezifiziert ist die Ironwolf, die zudem mit maximal 210 MB/s etwas langsamer ist. Der Rescue Plan zur Datenwiederherstellung ist hier ein kostenpflichtiges Extra. Zudem wird sie für Geräte mit maximal acht Laufwerksschächten empfohlen.

Zusätzliche Vibrations-Sensoren

Die beiden für NAS-Geräte bestimmten zwölf-TB-Platten verfügen über Funktionen, die verhindern sollen, dass die Datenrate durch die Vibrationen sinkt, die bei NAS-Geräten mit mehreren Festplatten auftreten. Sie sind beide mit Sensoren bestückt, die Vibrationen erfassen. So kann die Steuerung der Laufwerksarme entsprechend angepasst werden, um trotzdem eine schnelle und exakte Positionierung der Köpfe zu erreichen. Mit Ironwolf Health Management erhalten die Nutzer vieler NAS-Systeme die Möglichkeit, direkt über deren Betriebssystem auf Diagnosedaten der Platten zuzugreifen, um Fehler zu beheben oder sogar im Vorfeld zu beseitigen.

Für die Barracuda Pro gibt Seagate einen Preis von 490 Euro (UVP) an. Die Ironwolf Pro ist mit 499 Euro geringfügig teurer. Die Ironwolf ohne Pro-Zusatz soll 440 Euro (UVP) kosten.

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