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Windows-10-Clients im Netzwerk

10 Tipps für den Netzwerk-Betrieb von Windows 10

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Andreas Donner

Mit ein paar Tricks aus der Bordmittel-Kiste lassen sich Windows-10-Clients im Netzwerk sehr einfach administrieren.
Mit ein paar Tricks aus der Bordmittel-Kiste lassen sich Windows-10-Clients im Netzwerk sehr einfach administrieren. (Bild: Joos / Microsoft)

Windows 10 spielt seine Stärken auch im Netzwerk-Betrieb aus. Mit dem einen oder anderen Trick aus dem eigenen Werkzeugkoffer lassen sich Windows 10-Arbeitsstationen effizienter und sicherer im Netzwerk betreiben. Wir zeigen 10 schnell umsetzbare Tipps Windows 10 im Netzwerk.

Windows 10 bietet bereits in den Bordmitteln zahlreiche Möglichkeiten, um das Betriebssystem optimal mit dem Netzwerk zu verbinden. Da Microsoft mit jeder neuen Windows-Version die Einstellungen erweitert, die Oberflächen anpasst und ältere Einstellungen entfernt, lohnt es sich für Admins und IT-Profis, auf dem neusten Stand zu bleiben, was die Einstellungen von Windows 10 im Netzwerk betreffen.

1. Wichtige Einstellungen schneller finden und aufrufen – ncpa.cpl

Microsoft verlagert immer mehr Einstellungen in die Einstellungs-App von Windows 10. Das ist generell übersichtlich, allerdings leiden Bequemlichkeit und Effektivität etwas. Um die Netzwerkeinstellungen von Adaptern aufzurufen ist der beste Weg, „ncpa.cpl“ aus dem Startmenü aufzurufen (siehe Abbildung 1).

Die Domänenaufnahme sowie die Aktivierung des Remotedesktops wird mit „sysdm.cpl“ gestartet. Administratoren sollten sich die beiden Kurzbefehle merken, wenn sie Netzwerkeinstellungen häufiger ändern und Rechner in Active Directory-Domänen aufnehmen.

2. Update-Einstellungen optimieren

In der Einstellungs-App von Windows 10 ist der Menüpunkt „Update und Sicherheit“ zu finden. Hier wird die Installation der Windows-Updates gesteuert. Durch einen Klick auf „Erweiterte Optionen“ kann zunächst festgelegt werden, dass auch Updates für andere Microsoft-Produkte installiert werden sollen. Außerdem kann in Windows 10 Pro und Enterprise an dieser Stelle die Installation von Updates verzögert werden, um sicherzustellen, dass diese keine gravierenden Fehler verursachen, wie zum Beispiel seinerzeit bei Windows 10 Version 1809 (siehe Abbildung 2).

3. Updates im Netzwerk auch ohne WSUS verteilen

Windows 10 kann Updates für andere Rechner mit Windows 10 im Netzwerk bereitstellen. Das erspart das mehrfache Herunterladen von Updates. Damit diese Technik funktioniert, muss die Option „Downloads von anderen PCs zulassen“ aktiviert werden. Die Einstellungen sind in der Einstellungs-App von Windows 10 über „Updates und Sicherheit\Erweiterte Optionen\Übermittlungsoptimierung“ zu finden (siehe Abbildung 3).

4. Netzwerktyp/Profil ändern

Manchmal kann es passieren, dass Windows 10 den Netzwerktyp falsch setzt. Dadurch können Netzwerkressourcen nicht verwendet werden, weil Windows 10 den Netzwerktyp auf „Öffentlich“ gesetzt hat. In öffentlichen WLANs ist diese Einstellung wichtig, aber in privaten oder Unternehmensnetzwerken sollte der Typ auf „Privat“ gesetzt werden. Die Einstellungen sind in der Einstellungs-App von Windows 10 über „Netzwerk und Internet“ zu finden. Durch einen Klick auf den Netzwerktyp (Ethernet) und der Auswahl des Netzwerks (siehe Abbildung 4) kann das Netzwerkprofil durch einen Klick geändert werden (siehe Abbildung 5).

5. Netzwerkprofil in der Registry ändern

Das Netzwerkprofil kann auch über die Registry geändert werden. Die Einstellungen dazu sind im Pfad „HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Networklist\Profiles“ zu finden. Für jede Netzwerkverbindung gibt es ein eigenes Profil. Unterhalb des Profils gibt es den Eintrag „Category“. Eine Änderung des Eintrags zu „0“ stellt das Netzwerkprofil auf ein öffentliches Netzwerk. Mit „1“ wird das Netzwerkprofil auf „Privat“ gesetzt“. Nach der Änderung sollte der Rechner neu gestartet werden.

6. SSH in Windows 10 nutzen

In vielen Netzwerken sind zusätzlich auch Linux-Rechner integriert. Diese werden häufig über SSH verwaltet. In vielen Fällen nutzen Administratoren an dieser Stelle den SSH-/Telnet-Client „Putty“. In der Eingabeaufforderung von Windows 10 ist aber ebenfalls ein SSH-Client integriert (siehe Abbildung 6). Dieser wird mit „ssh“ aufgerufen. Ebenfalls Bestandteil von Windows 10 sind übrigens auch „curl“ und „tar“.

7. WLAN-Kennwort anzeigen

Wenn Anwender das Kennwort für eine WLAN-Verbindung vergessen haben, können sie es auf Rechnern mit Windows 10 auslesen. Dazu wird das Netzwerk- und Freigabecenter auf dem Rechner mit Windows 10 geöffnet. Dieses ist über das Kontextmenü des Netzwerkicons und der Auswahl von „Netzwerk und Interneteinstellungen“ über den Link „Netzwerk- und Freigabecenter“ zu finden.

Mit „ncpa.cpl“ kann direkt die Netzwerkverbindung des WLAN-Adapters geöffnet werden. Im Netzwerk- und Freigabecenter ist die WLAN-Verbindung zu finden. Durch einen Klick auf „Drahtloseigenschaften“ und der Aktivierung von „Zeichen anzeigen“ auf der Registerkarte „Sicherheit“ ist das WLAN-Kennwort zu sehen. In der Befehlszeile kann der folgende Befehl dazu verwendet werden:

netsh wlan show profile <Name des WLANs> key=clear

8. IP-Adresse und Konfiguration herausfinden

In der Befehlszeile kann mit „ipconfig“ die IP-Adresse eines Rechners angezeigt werden (siehe Abbildung 7). Alle Daten werden mit „ipconfig /all“ angezeigt. Mit „Ipconfig /renew“ wird eine neue Adresse vom DHCP-Server abgerufen, mit „ipconfig /registerdns“ registriert sich ein Windows-Rechner am DNS-Server. Die Namensauflösung kann wiederum mit „nslookup“ getestet werden.

In der PowerShell kann „get-netipaddress“ verwendet werden. Die Powershell wird über „powershell“ in der Befehlszeile gestartet, mit „cmd“ kann in die Befehlszeile zurück gewechselt werden.

9. Windows Sicherheit verwalten

In der Einstellungs-App von Windows 10 ist über „Update und Sicherheit“ der Menüpunkt „Windows-Sicherheit“ zu finden. Hier wird bis Windows 10 Version 1809 mit „Windows Defender Security Center öffnen“ das Sicherheits-Center von Windows 10 geöffnet. Ab Windows 10 Version 1809 trägt dieser Menüpunkt die Bezeichnung „Windows Sicherheit“. Hier stehen wichtige Sicherheitseinstellungen für Netzwerke mit Windows 10 zur Verfügung (siehe Abbildung 8). Über „Firewall- & Netzwerkschutz“ ist zu erkennen, ob die Windows-Firewall für alle Profile aktiv ist. Außerdem können auch hier Einstellungen angepasst werden.

10. Aktive Netzwerkverbindungen anzeigen

In der Befehlszeile kann mit „netstat -banvo“ der Status der offenen Netzwerkverbindungen aufgerufen werden. Dazu muss die Befehlszeile mit erhöhten Rechten geöffnet werden. Durch den Befehl lassen sich auch Internetverbindungen von PCs offenlegen, sowie die dafür geöffneten Ports anzeigen.

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