Nur Cloud-Services im Portfolio Wie Acmeo seine Systemhauspartner glücklich machen will

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Der Distributor Acmeo konzentriert sich auf Cloud-Services. Damit hat sich das Start-up erfolgreich im Markt etabliert. Partner unterstützt Acmeo auch mit Seminaren und Workshops, die mitunter Titel wie „Der glückliche Systemhauschef“ tragen.

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Macario Lopez Monrobe, Country Manager für GFI Max (links), ist für Acmeo-Geschäftsführer Henning Meyer der wichtigste Partner auf Herstellerseite.
Macario Lopez Monrobe, Country Manager für GFI Max (links), ist für Acmeo-Geschäftsführer Henning Meyer der wichtigste Partner auf Herstellerseite.
( Michael Hase / IT-BUSINESS)

Distributoren beschreiben ihre Rolle in der Cloud seit einiger Zeit als ­Aggregatoren. Das heißt, sie führen Services mehrerer Provider zusammen und stellen sie dem Fachhandel zum Wiederverkauf bereit. Für Acmeo aus Hannover ist das nichts Neues. Denn das Start-up hat seit seiner Gründung im Jahr 2009 eigentlich nichts anderes gemacht.

Dass der junge Distributor frühzeitig auf diesen Trend aufsprang, hat zweifellos mit der Leidenschaft des Gründers Henning Meyer für Technologie und mit seiner Aufgeschlossenheit für Neues zu tun. „Ich habe mich auf den ersten Blick in die Software verliebt“, berichtet der Geschäftsführer über die erste Begegnung mit dem für ­Acmeo entscheidenden Produkt.

Die Rede ist von GFI Max, einer Software für Remote Monitoring & Management (RMM). Sie wurde speziell für Managed Service Provider (MSPs) entwickelt und eignet sich wegen ihrer einfachen Bedienbarkeit dazu, Systemhäusern den Einstieg in dieses Geschäftsfeld zu ermöglichen. Das System wird ausschließlich als Service bereitgestellt, und zwar in Kooperation mit ­einem Hosting-Partner.

White-Label-Services

Mittlerweile hat Acmeo rund um GFI Max ein Portfolio von etwa einem Dutzend Services aufgebaut. Dazu gehören CRM-, Service-Management- oder Online-Backup-Dienste sowie Microsoft-Services wie Hosted Exchange und Sharepoint. Klassische Software, die „on premise“ beim Kunden installiert wird, führt der Großhändler nicht im Programm. Daher bezeichnet er sich konsequent als „Cloud-Distributor“.

Mit der Strategie hat sich Acmeo erfolgreich im Markt etabliert. Der Distributor arbeitet inzwischen mit fast 1.000 Partnern zusammen, und die Zahl wächst weiter. Kein Wunder, denn das Portfolio ist auf die Bedürfnisse von Systemhäusern zugeschnitten. Die Services werden als White Label bereitgestellt, sodass die Partner sie unter eigenem Brand vermarkten können.

Das Kölner Unternehmen Cyberdyne beispielsweise bietet seinen Kunden unter der Marke „Cyberwatch“ ein Service-Paket an, das auf GFI Max basiert. Dazu ergänzt das Systemhaus die Monitoring-Lösung um eigene Dienstleistungen inklusive Hotline und garantierter Reaktionszeit.

Direkte Beziehung zum Kunden

Aus diesem Vermarktungsansatz folgt, dass die Endkunden eine direkte Vertragsbeziehung mit den Systemhäusern eingehen, ohne dass sich ein Hersteller in irgendeiner Form einmischen würde. „Wir treten mit unserer Marke gegenüber den Kunden gar nicht in Erscheinung“, erläutert Macario Lopez Monrobe, Country Manager DACH für GFI Max bei GFI Software.

Ein weiterer Pluspunkt für Acmeo besteht darin, dass die Services der Hannoveraner oftmals preisgünstiger sind als vergleich­bare Angebote im Markt. So verlangt der Distributor für das Client-Management mit GFI Max (inklusive Antivirus) 1,75 Euro pro Rechner und Monat, während etwa für Windows Intune von Microsoft pro PC im gleichen Zeitraum elf Euro fällig sind, wie Geschäftsführer Meyer vorrechnet.

Der Preis allein erklärt aber nicht den Erfolg des Konzepts. Vielmehr trifft Acmeo mit seiner Strategie den Nerv der Zeit. Je mehr sich Cloud Computing als Bereitstellungsmodell im Markt durchsetzt, umso mehr verschiebt sich im IT-Channel der Schwerpunkt vom Produkt- zum Service-Geschäft. Mit seinen Angeboten unterstützt Acmeo Systemhäuser dabei, ihr Business-Modell diesem Wandel anzupassen. So erwirtschaftet Cyberdyne heute bereits mehr als 70 Prozent der Erlöse mit Dienstleistungen.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie, wie Acmeo die Systemhauspartner im Tagesgeschäft unterstützt.

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