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Was ist ein White Label?

| Autor / Redakteur: Laimingas / Heidemarie Schuster

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

White Label ist eine Bezeichnung für Produkte und für Dienstleistungen, die von einem Hersteller oder Anbieter nicht unter der eigentlichen Kernmarke vertrieben werden, in ihrer Qualität aber die gleichen Eigenschaften aufweisen wie das Original.

White Label heißt wörtlich übersetzt „weißes Etikett“ und wird im deutschen Sprachraum auch als Weißprodukt bezeichnet. Das Angebot von solchen Produkten kann für Hersteller dann sinnvoll sein, wenn sie keinen eigenen Vertrieb aufbauen oder sich die Abhängigkeit von einem einzigen, externen Vertriebsdienst ersparen möchten.

Manche Produzenten nutzen diese Strategie aber auch für den Zweck, nur einen Teil ihrer Waren unter dem eigenen Markennamen zu verkaufen, den Rest jedoch als White Label beziehungsweise als Zweitmarke. Damit erreichen sie zwei unterschiedliche Zielgruppen. Die eine legt Wert auf ein Markenprodukt und ist bereit, dafür mehr Geld auszugeben. Die andere verzichtet auf Markenware, weil sie lieber einen niedrigeren Preis zahlen will.

Häufig wählt der jeweilige Hersteller zwei unterschiedliche Namen sowie Vertriebswege - Erstmarke über den Fachhandel, Zweitmarke über Discounter – und spekuliert darauf, dass die Zielgruppen so unterschiedlich aufgestellt sind, dass sie die Identität der Waren nicht erkennen. Auf diese Weise ist es für Konsumenten möglich, eine Ware zu besonders günstigen Konditionen einzukaufen, ohne Qualitätseinbußen hinnehmen zu müssen. Eventuell sind lediglich beim Service Abstriche zu machen. Ein bekanntes und typisches Beispiel sind CD- und DVD-Rohlinge, die von einem oder mehreren Produzenten stammen können, aber innerhalb einer Handelskette unter dem gleichen Namen verkauft werden.

White Label im Internet

Im Netz werden Services häufig von bestimmten Anbietern entwickelt und dann in partnerschaftliche Webseiten eingebunden. Der Empfänger nutzt also einen fremden Dienst für das eigene Online-Angebot und passt diesen so weit an sein Layout und seine Seitenstruktur an, dass der Originalerzeuger nicht oder nicht unmittelbar erkennbar ist.

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