AWS Marketplace CSP Trend Micro startet AWS-Partnerprogramm

Autor: Sarah Böttcher

Mehr Mut im Cloud Business fordert Christina Decker, Channel-Chefin bei Trend Micro. Das gilt vor allem für Systemhäuser, die sich der Cloud bisher verschlossen haben. Um den Einstieg zu erleichtern, hat der Hersteller ein AWS-Partnerprogramm gestartet.

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Vorhang auf für die Managed-Services-Welt. Mit dem „AWS Marketplace CSP“-Programm möchte Trend Micro auch Systemhäusern ohne Managed-Services-Expertise Zugang zu diesem lukrativen Geschäftsfeld bieten.
Vorhang auf für die Managed-Services-Welt. Mit dem „AWS Marketplace CSP“-Programm möchte Trend Micro auch Systemhäusern ohne Managed-Services-Expertise Zugang zu diesem lukrativen Geschäftsfeld bieten.
(Bild: Sergey Nivens - stock.adobe.com)

Die Cloud ist im Channel angekommen. Laut dem zehnten Cloud-Monitor 2021 von Bitkom Research im Auftrag des KPMG setzen bereits 82 Prozent der deutschen Unternehmen auf Cloud-Anwendungen. Mit der zunehmenden Akzeptanz der Cloud geht auch eine steigende Nachfrage nach Managed Services einher. Denn während die Vorteile einer Cloud-Infrastruktur mannigfaltig sind, wird das Handling von Tag zu Tag komplexer – die Chance für Service Provider. Zahlreiche Reseller haben ihr Geschäftsmodell bereits transformiert oder sind aktuell dabei, ihr bisher rein klassisches Portfolio um Managed Services zu erweitern. Zweifellos ist das keine leichte Aufgabe. So ist die strategische Neuausrichtung doch mit zahlreichen Hürden und einem enormen Kraftakt verbunden.

„Im Cloud-Geschäft braucht man Mut“

Christina Decker, Head of Channel and Alliances bei Trend Micro
Christina Decker, Head of Channel and Alliances bei Trend Micro
(Bild: Trend Micro)

Vor allem kleineren Systemhäusern fehlt oft das notwendige Knowhow oder das Kapital, um sich am Markt neu zu positionieren. „Im Cloud-Geschäft braucht man den Mut etwas auszuprobieren“, ist Christina Decker, Head of Channel and Alliances bei Trend Micro, überzeugt. Der Security-Hersteller hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Systemhaus-Partnern den Einstieg in die Cloud-Welt zu erleichtern. „Wir müssen Mittel und Wege finden, Hürden für Systemhäuser und Service Provider abzubauen. Denn je besser wir diese Herausforderungen verstehen, desto erfolgreicher machen wir diese Provider am Ende auch“, betont Decker, die seit März 2020 die Position der Channel-Chefin bei Trend Micro inne hat.

Deshalb hat das japanische Unternehmen ein neues Partnerprogramm auf den Weg gebracht. Ziel des Partnerprogramms ist es, Systemhäusern den Einstieg in die Cloud-Welt zu erleichtern und Partner für die Cloud-One-Plattform von Trend Micro zu begeistern. Das Programm AWS Marketplace CSP richtet sich nicht nur an Systemhäuser, die noch keine Managed Services im Portfolio führen oder den Schritt in die Cloud wagen wollen. Auch Managed Service Providern (MSP), die die Vorteile der AWS-Cloud für sich und ihre Kunden nutzen wollen, steht das Modell offen.

AWS Marketplace CSP

Voraussetzung für die Nutzung des Programms ist eine Registrierung im AWS Marketplace. Nach Autorisierung und Hinterlegung der Konditionen durch Trend Micro kann der Service-Provider-Partner direkt die Lösungen der Cloud-One-Plattform von Trend Micro über den Marketplace anbieten, verwalten und abrechnen. Darüber hinaus kann er alle Services des AWS Marketplaces nutzen.

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten der Bereitstellung: Im ersten Szenario (Pay-as-you-Go-Modell) verwaltet der Service Provider die Umgebungen der Kunden über das eigene Service-Provider-Master-Payer-Konto. Im zweiten Fall (Commited-Consumption-Vertrag) verwaltet der Service Provider jeden Endkunden individuell und fügt für jeden Kunden ein untergeordnetes Konto unter seinem Service-Provider-Payer-Account hinzu.

Das Partnerprogramm basiert auf einem Stufenmodell, das allerdings nicht an den Umsatz, sondern an die Kundenbasis geknüpft ist. Je größer diese ist, desto höher der Discount auf die Cloud-One-Produktfamilie. Der Discount besteht für zwei Jahre, auch wenn sich die Kundenbasis reduzieren sollte.

Die Abrechnung erfolgt monatlich stundengenau. Dies erleichtert die Rechnungsstellung an den Endkunden, die auch zusammen mit anderen Services des Partners erfolgen kann. Dabei können die Reseller das Angebot entweder vertragsfrei im Pay-as-you-go-Modell (Modell 1) oder auf der Basis eines Committed Consumption Contracts (Modell 2) nutzen.

Zwei Partner nutzen das Programm nach Angaben des Security-Unternehmens derzeit schon vollumfänglich. Weitere Partner befinden sich im Onboarding-Prozess.

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Über den Autor

 Sarah Böttcher

Sarah Böttcher

Online CvD & Redakteurin bei IT-BUSINESS, Vogel IT-Medien