Exklusiv-Interview mit dem künftigen Geschäftsführer der Systemhaus-Kooperation Torsten Seiferth ist das neue Gesicht von iTeam

Redakteur: Sarah Gandorfer

Die neue Ära bei iTeam wird auch durch einen Führungswechsel gekennzeichnet. Ab 1. Oktober ist Torsten Seiferth Ansprechpartner für alle Partner und Hersteller. Mit ihm konnte sich Synaxon einen Branchen-Kenner angeln. IT-BUSINESS sprach noch vor seinem Amtsantritt mit dem künftigen iTeam-Geschäftsführer Seiferth und mit dem Synaxon-Vorstandsvorsitzenden Frank Roebers.

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Torsten Seiferth übernimmt zum 1. Oktober die Geschäftsführung bei iTeam.
Torsten Seiferth übernimmt zum 1. Oktober die Geschäftsführung bei iTeam.
( Archiv: Vogel Business Media )

ITB: Herr Seiferth, Sie sind nach 13 Jahren bei Actebis Peacock kein Unbekannter in der Branche. Was war Ihre Motivation iTeam als neuen Arbeitgeber zu wählen?

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Seiferth: Wie Sie schon richtig feststellen, habe ich eine Menge Erfahrung in der Distribution sammeln können. In den vergangenen drei Jahren hatte ich die Gesamtvertriebsleitung bei Actebis Peacock inne und somit eine sehr starke Affinität zu Kunden aller Couleur über die gesamte Bandbreite bis hin zu großen überregional operierenden Systemhäusern. Synaxon und iTeam kenne ich von meiner vorangegangenen Tätigkeit schon sehr lange. Und den Ansatz, dass Systemhäuser kooperativ zusammenarbeiten, und mit maßgeschneiderten Dienstleistungen unterstützt werden, fand und finde ich überzeugend.

ITB: Noch sind Sie nicht offiziell bei iTeam und können somit vermutlich kaum detaillierten Auskünfte über Ihre Pläne geben. Möchten Sie etwas zu Ihren ersten Schritten als Geschäftsführer sagen?

Seiferth: Ich kann noch nicht mehr sagen, als Dinge, die an sich eine Selbstverständlichkeit sind. Also etwa die Kultur in der Bielefelder Zentrale und des Systemhaus-Verbundes besser kennen zu lernen. Eine sehr gute Gelegenheit ist die Synaxon-Hausmesse SynIT in Fulda, wo ich schon vor meinem offiziellen Amtsantritt mit dabei sein werde. Zudem möchte ich etwas nutzen, was mir aus früheren Beobachtungen aufgefallen ist. Systemhäuser sind immer dann erfolgreich, wenn sie auf ihre Kunden und deren Bedürfnisse hören. Genauso werde ich meinerseits sehr genau auf die Bedürfnisse der iTeam-Mitglieder hören. Hier liegt die eine Seite des Ansatzes für die strategische Planung. Über die andere Seite kann ich jetzt noch nichts sagen.

ITB: Bis zum Jahresende ist der scheidenden iTeam-Gründer und Geschäftsführer Cemal Osmanovic noch mit an Bord.

Seiferth: Ja, das war einer der Gründe, möglichst frühzeitig in das Unternehmen einzusteigen, um eine problemlose Übergabe zu garantieren. Er und Rüdiger Sievers waren als Gründer und jahrelange Geschäftsführer quasi das Gesicht der iTeam. Sievers hat bereits zum 30. Juni sein Amt niedergelegt. Ich bin der Meinung, dass iTeam von der Personifizierung durch die Beiden in der Vergangenheit sehr profitiert hat. Und dieses Gesicht werde in Zukunft ich sein.

ITB: Haben Sie schon konkrete Ideen, die Sie umsetzen wollen?

Seiferth: Eine Menge. Lassen Sie mich eine herausgreifen. Ich bin schon seit Jahren ein Verfechter der Prozessoptimierung mit Hilfe von ausgeklügelten eCommerce-Systemen. Dieses Thema scheint mir auch für die iTeam-Häuser existentiell wichtig, denn nur, wer von seinen Beschaffungsprozessen optimal aufgestellt ist, kann sich im Markt behaupten.

ITB: Was ist in puncto Vertrieb geplant?

Seiferth: Ein zentrales Thema wird sicher das große Feld des Lead-Managements sein, die gesamte Prozesskette von der Generierung von Kontakten und Leads, über die Marketing-Vertrieb-Schnittstelle bis zum validierten Umsatz. Zentral von der Bedeutung, aber auch in dem Sinne, dass wir den iTeam-Partnern hier von Seiten der Zentrale eine Menge Beratung und Unterstützung bieten können. Darüber hinaus sehe ich mich in einer Berater-Funktion, um mit den Systemhäusern zu klären, welche Art von Vertrieb sich überhaupt in der jeweiligen individuellen Situation am besten und sinnvollsten realisieren lässt.

Roebers: In der Zentrale wird der künftige Schwerpunkt für iTeam auf jeden Fall die Generierung von Kundenkontakten und Leads für die Partner sein. Dabei verfolgen wir sowohl einen hersteller- als auch einen lösungs- und kompetenzorientierten Ansatz. Der herstellerorientierte Ansatz basiert weiterhin auf den schon bisher ergriffenen Maßnahmen. Der Weg bei Lösungs- und Kompetenzorientierung führt über die öffentlich zugängliche iTeam-Plattform Egis. Insgesamt werden die Akquisitionsmaßnahmen deutlich ausgebaut.

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