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NetApp bietet Optimierungs- und Datenservices für die Cloud Storageless vom Storage-Hersteller

Autor: Klaus Länger

Durch die Übernahme von Spot geht NetApp noch einen Schritt weiter vom Storage-Hersteller zu einem Cloud- und Daten-orientierten Softwareanbieter. Mit Spot Storage by NetApp stellt das Unternehmen eine automatisierte Storage-Management-Lösung vor.

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Mit Spot Storage erweitert NetApp sein Portfolio um eine Server- und Storage-lose Container-Lösung für Cloud-native Applikationen. Storage- und Datenservices werden dabei weitgehend automatisiert.
Mit Spot Storage erweitert NetApp sein Portfolio um eine Server- und Storage-lose Container-Lösung für Cloud-native Applikationen. Storage- und Datenservices werden dabei weitgehend automatisiert.
(Bild: Andy - stock.adobe.com)

Im Juni hat NetApp den 2015 in Israel gegründeten Cloud-Management- und Monitoring-Anbieter Spot übernommen, nach Talon Storage und CloudJumper die dritte Akquisition von Cloud-orientierten Firmen in diesem Jahr. Das auf der NetApp Insight 2020 präsentierte Spot Storage ist die erste neue Spot-Lösung die unter der Ägide von NetApp auf den Markt kommt. Der neue Service soll das Management von Storage-Volumes in der Cloud weitgehend automatisieren, der Hersteller nennt das „storageless”, und so die Kosten für Cloud-Storage erheblich reduzieren. Denn laut NetApp wird für Anwendungen in der Cloud bei manuellem Management erheblich mehr Speicherplatz reserviert, als eigentlich benötigt wird, um sicherzustellen, dass sie auch bei plötzlichen Zugriffsspitzen noch zuverlässig funktionieren. Spot Storage by NetApp übernimmt automatisiert die Provisionierung, das Management und die Dimensionierung der Volumes in der Cloud, basierend auf den tatsächlichen Anforderungen der Applikationen. Die Lösung setzt auf der ONTAP-Technologie von Netapp auf und kommt für AWS, Google Cloud and Microsoft Azure.

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Für VMs und für Container

Spot Storage ist dafür bestimmt, im Gespann mit zwei weiteren Spot-Lösungen zu arbeiten. In Elastigroup sind die Spot-Storage-Volumes mit VMs verbunden. Hier übernimmt Spot Storage das automatische Mounten von Daten für die Applikation und die Optimierung der Volumes. Bei Spot Ocean, der automatisierten „serverless” Managementlösung für Container, stellt Spot Storage vollständig verwaltete, persistente Volumes bereit und interagiert dabei mit sowohl mit NetApps Kubernetes-Lösungen Trident und Projekt Astra. Trident ist NetApps Kubernetes-Storage-Orchestrierer, der ONTAP für NAS und Solidfire für Block Storage nutzen kann. Mit Astra gibt der Hersteller den Anwendern ein Datenmanagementwerkzeug für Kubernetes-Anwendungen in der hybriden Multicloud an die Hand.

Einbindung in die NetApp-Cloud-Plattform

Mit den Services von Spot ergänzt NetApp seine Cloud-Plattform um Services für die Infrastruktur-Optimierung. Weitere Bestandteile sind das Cloud-Storage für Enterprise-Applikationen in Form der Cloud Volumes und als ebenfalls neue Komponente VDI-Dienste in Form des NetApp Virtual Desktop Service (VDS). Er stammt aus der Übernahme von CloudJumper.

Mit den Cloud Insights ergänzt eine übergreifende Monitoring- und Analyseschicht die Plattform und mit dem neuen Cloud Manager ein Werkzeug für das Managen von Hybrid- und Multi-Cloud-Storage sowie Datenservices. Er eignet sich nicht nur für Azure-, AWS- und GCP-Storage, sondern auch für On-Premises.

Bei aller Fokussierung auf die Cloud ist NetApp dennoch weiterhin ein Hersteller von Storage-Geräten. Allerdings greift der Hersteller auch hier immer mehr zu Konzepten aus der Cloud. So wird die NetApp Keystone Flex Subscription mit verbrauchsabhängigen Abonnements noch erweitert. Mit SolidFire Enterprise SDS ergänzt eine Software für die Private Cloud das NetApp-Portfolio, die auf einer Reihe von vorvalidierten Server-Plattformen installiert werden kann.

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