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Der Archivierungsstandard PDF/A
Besonders Augenmerk auf XMP legt auch der Archivierungsstandard PDF/A (ISO 19005). Diese Norm verlangt nicht nur, dass bei Verwendung eigener – also nicht vordefinierter – XMP-Metadaten ein Erweiterungsschema vorhanden sein muss, sondern dass dieses Erweiterungsschema auch in die Datei selbst eingebettet wird. Schließlich ist für den PDF/A-Standard definiert, dass eine entsprechende Datei vollständig ist und selbst alle zu ihrer Interpretation notwendigen Informationen enthält: das heisst, die zu archivierende Datei muss komplett selbstbeschreibend sein.
Das gilt nicht nur für die Metadaten selbst, sondern insbesondere auch für die Beschreibung der Metadatenstrukturen. Für die Einbettung muss ein Erweiterungsschema daher ebenfalls in XMP kodiert und zusammen mit den eigentlichen Metadaten eingebettet werden. Die Erstellung von Erweiterungsschemas gestaltete sich in der Vergangenheit als schwierig und fehleranfällig, da es zunächst keine entsprechende Werkzeuge auf dem Markt gab.
Der Dokumentenspezialist callas software hat daher 2009 einen Editor entwickelt, mit dem sich Erweiterungsschemas in XMP- und PDF/A-konformer Weise kodieren und einbetten lassen. Er ist Teil der Software pdfaPilot, die Dokumente nach PDF/A konvertiert. Der Editor unterstützt den Nutzer bei der Erstellung der individuellen Schemas und bei der zielgerichteten Einbettung in die PDF/A-Dateien.
Es ist davon auszugehen, dass Unternehmen künftig verstärkt auf XMP und dafür erforderliche Werkzeuge zurückgreifen werden. Die Metadatenspezifikation von Adobe setzt sich vor allem dort zunehmend durch, wo Firmen mit einer großen Zahl von Dokumenten vor allem in unterschiedlichen Formaten umgehen – angefangen bei Office-Formaten bis hin zu Multimedia-Dateien wie Fotos und Videos.
weiter mit: Individuelle Erweiterungen
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