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Raspberry vs. Beaglebone Black Sind Raspberry Pi und Beaglebone Black industrietauglich?

| Redakteur: Margit Kuther

Rasperry Pi und BeagleBone Black sind leistungsfähig, preiswert und bieten zahlreiche Anschlussmöglichkeiten. Doch inwieweit eignen sie sich für den industriellen Einsatz?

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(Bild: RS Components)

Die Fangemeinde von Raspbery Pi und BeagleBone Black wächst rasant. Leistungsfähigkeit, Anschlussvielfalt, Erweiterungsplatinen und der günstige Preis machten den BeagleBone Black im letzten Jahr zur echten Alternative für die scheckkartengroße PC-Platine Raspberry Pi. Doch was zeichnet die beiden Mini-Platinen aus?

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Raspberry Pi Modell A und B

Die Linux-basierende Mini-PC-Platine Raspberry Pi ist in zwei Varianten erhältlich: Als Modell B und in der abgespeckten, Variante A. Beide Raspberry-Varianten eignet sich besonders für den Bildungsbereich zur Softwareprogrammierung, doch auch in der Industrie findet sie vermehrt Anwendung.

Folgende Merkmale einen die beiden Raspberry-Pi-Modelle:

  • Chip (CPU, GPU, DSP und SDRAM): Broadcom BCM2835 SoC Full-HD Multimedia-Processor.
  • CPU: 700 MHz ARM1176JZF-S core (ARM11-Familie)
  • GPU: Broadcom VideoCore IV, OpenGL ES 2.0, 1080p30 h.264/MPEG-4 AVC High-Profile-Decoder,
  • Video-output: HDMI (Rev. 1.3 und 1.4), Composite RCA (PAL und NTSC)
  • Audio output: 3,5 mm Audiobuchse, HDMI
  • Unterstützte Speicherkarten: SD, MMC, SDIO-kompatible-Steckplätze
  • microUSB Port, nur zur Stromversorgung
  • Betriebssystem: Linux; Der Raspberry PI bootet von der SD-Karte

Der Raspberry Pi A ist für rund 28 Euro und Raspberry Pi B für rund 38 Euro etwa über die Distributoren Farnell und RS Components erhältlich.

Die Unterschiede von Raspberry Pi A und B

Raspberry Pi A, unterscheidet sich vom Modell B durch einen kleineren Speicher von 256 MB RAM statt 512 MB, standardmäßig sind keine Ethernet-Schnittstelle und nur ein USB-Port enthalten.

Raspberry Pi Modell A

  • Kein Ethernet / Internet
  • 256 MB RAM
  • 1 x USB 2.0; kein USB-/Ethernet-Chip, der wie ein USB-Hub arbeitet
  • Abmessungen: 8,6 cm x 5,4 cm x 1,5 cm

Raspberry Pi Modell B

  • 10/100-MBit-Ethernet RJ45
  • 512 MB RAM (bis Oktober 2012: 256 MB RAM)
  • 2 x USB 2.0; USB-/Ethernet-Chip
  • Abmessungen: 8,6 cm x 5,4 cm x 1,7cm

Der Vorteil des Raspberry Pi Modell A für die Industrie

Obleich abgespeckt, ist der Raspberry Pi A doch sehr leistungsfähig. „Raspberry Pi A verbraucht aber deutlich weniger Energie als Raspberry Pi B“, so die Distributoren Farnell und RS Components. Er eignet sich insbesondere für Industriesteuerungen, Robotik und Automatisierung, aber auch als kostengünstiges Media Center.

Mit Details zur Energieersparnis halten sich jedoch sowohl RS als auch Farnell element14 zurück, hier gibt es derzeit nur Spekulationen, die von 1/3 bis 1/10 sprechen.

Warum RPi B für Privatanwender empfehlenswerter ist als RPi A

Privatanwender sollten nicht nur die paar Euro Ersparnis sehen zwischen den Modellen A und B, sondern folgendes bedenken:

  • Der Raspberry Pi A hat nur einen USB-Port. Es ist auch nicht möglich, ihn durch einen zweiten zu erweitern, denn der SoC des Modells A unterstützt nur einen USB-Port und der ist direkt mit dem USB-Anschluss verbunden.
  • Beim Raspberry Pi Modell B mit zwei USB-Anschlüssen ist der USB-Port mit einem kombinierten USB-/Ethernet-Chip verbunden, der wie ein USB-Hub arbeitet. Dieser Chip fehlt beim Modell A.
  • 256 MB RAM zwingen den Raspberry Pi bei speicherintensiven Einsätzen wie Multimediaprogrammen rasch in die Knie. Und wer an eine Portierung von Android auf den Raspberry denkt, der benötigt eh 512 MB RAM. Eine RAM-Erweiterung ist auf der Platine nicht vorgesehen.
  • Wer ein LAN nutzt, dem leistet die Ethernet-Schnittstelle wertvolle Dienste.

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