Eset richtet B2B-Portfolio neu aus Sicher, aber flexibel

Autor: Sylvia Lösel

Eset Protect – Management-Konsole und Produkt-Bundles laufen beim slovakischen Security-Spezialisten Eset künftig unter diesem Namen. Auf dem Weg, seinen Partnern den Weg in die Cloud- und MSP-Welt zu ebnen, hat sich der Hersteller viel einfallen lassen.

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Eset schnürt Bundles aus seinen Produkten und etabliert eine übergeordnete Management-Konsole. Für den Channel sind das die Zutaten, die sie auf dem Weg zum MSP- und Cloud-Anbieter benötigen.
Eset schnürt Bundles aus seinen Produkten und etabliert eine übergeordnete Management-Konsole. Für den Channel sind das die Zutaten, die sie auf dem Weg zum MSP- und Cloud-Anbieter benötigen.
(Bild: xalanx – stock.adobe.com)

MSP, Cloud first und Bundles – mit diesen drei Schlagworten lässt sich die Neuausrichtung des B2B-Portfolios von Eset beschreiben. An oberster Stelle steht jedoch die Management-Konsole, die unter dem Namen Eset Protect auf den Markt kommt. Doch nicht nur diese wird so heißen. Unter selbigen „Oberbegriff“ laufen künftig auch die diversen Produkt-Bundles, die der slovakische Security-Hersteller geschnürt hat. Wie Michael Schröder, Business Strategy Manager DACH bei Eset, erläutert: „Niemand sucht sich mehr aus einem Angebot von 35 Einzelprodukten das Passende aus, sondern Channel und Kunden wollen Durchgängigkeit und Einfachheit.“ Und so hat der Anbieter, der 1992 in Bratislava gegründet wurde, sein Portfolio glattgezogen.

Management-Konsole spannt sich über alles

Am Wichtigsten ist dem Hersteller aber, künftig sehr flexibel auf die Anforderungen von Kunden und die Bedürfnisse von Partnern reagieren zu können. Der zentrale Dreh- und Angelpunkt wird die Protect-Management-Konsole sein, die quasi über allem steht und sowohl im Cloud- als auch im On-Prem-Betrieb mit voller Funktionalität ausgestattet, sowie für Managed Services Provider (MSP) optimiert ist. Diese Flexibilität ist Eset enorm wichtig, wie Schröder immer wieder betont: „Wir möchten die Möglichkeiten für Reseller verbreitern. Das ist ein Signal für den Fachhandel. Wir werden uns nicht von On-Prem verabschieden. Diese Produktvariante wird noch lange Zeit weiter laufen. Aber wir wollen den Partnern auch die Vorteile des MSP-Geschäftes nahebringen und ihnen die Möglichkeit geben, auf diesen Zug aufzuspringen.“

Als weitere wichtige Features für die Protect-Konsole nennt Schröder die Automatisierung für dynamische Gruppen, die ein Alleinstellungsmerkmal sei. „Normalerweise sind Gruppen von Rechnern, Clients oder Usern an das Active Directory angebunden. Rollt man eine Policy aus, dann ist diese auf diese Gruppe gemünzt. Das kann jeder. Aber wir können dynamische Gruppen kreieren, die gewisse Anforderungen erfüllen – etwa einen User der ein Notebook mit MacOS besitzt, im Außendienst tätig ist und einen VPN- Zugang hat. Dieser User bekommt dann zum Beispiel ein Update automatisiert ausgerollt. Wenn sich dann aber die Voraussetzungen beim User ändern, er zum Beispiel nicht mehr im Außendienst ist, dann fällt er automatisch aus dieser Gruppe und wird passend in eine andere einsortiert.“ A propos Flexibilisierung: Die Konsole unterstützt alle gängigen Betriebssysteme wie Windows, Linux oder auch virtuelle Umgebungen. Mit Hilfe der Protect-Plattform könnten Reseller sich langsam an die MSP- und Cloud-Welt herantasten. Ein Trend, dem laut einer Studie von Eset auch 48 Prozent der Endkunden folgen. 42 Prozent wollen 2021 mit einem MSP zusammen arbeiten, weitere 13 Prozent könnten in den kommenden fünf Jahren folgen. Ein riesiger Markt, der sich für den Channel hier auftut.

Trainings und Verkaufshilfen

Und damit nicht nur die Management-Konsole die Anforderungen erfüllt, sondern auch die Reseller mit ihrem Wissen auf dem neuesten Stand sind, stellt Eset zahlreiche Materialien zur Verfügung. „Es gibt eine Plattform-Beschreibung, Bundle-Erklärungen inklusive Migrations-Tipps und Upgrade-Möglichkeiten. Wir haben nicht nur Datenblätter sondern auch OnePager für Kunden und Verkaufshilfen für Partner, die zeigen, wie man argumentieren kann, welche Probleme ein bestimmtes Bundle löst, welche Alleinstellungsmerkmale das Produkt bietet“ führt Schröder aus. Zudem hat bei Eset jeder Mitarbeiter eines Partners Zugriff auf die Inhalte der eLearning-Plattform.

Denn neben der übergreifenden Plattform und den zahlreichen Materialien, hat Eset seine Einzelprodukte nun zu Bundles zusammengefasst, um ein „passgenaues Angebot von Homeoffice bis Enterprise“ zu haben, wie Schröder erläutert. Diese bieten ebenfalls eine hohe Flexibilität. Denn ein Wechsel von On Premises in die Cloud kann erfolgen, ohne dass man an der Lizenz etwas ändern muss. Dazu kommt weiterhin die agile Verwaltung der Lizenzen. „Bei uns spielt es keine Rolle ob der Kunde heute 24 File Server und einen Client einsetzt und morgen andersrum. Eine Lizenz ist eine Lizenz.“

Im ersten Wurf stellt Eset fünf Bundles mit unterschiedlichem Schutzlevel bereit: Eset Protect Entry, Protect Advanced, Protect Complete und Protect Enterprise. Dazu kommt noch das Bundle „Mail Plus“ als Einstiegsmöglichkeit, um sich vor Phishing und Ransomware zu schützen..

„Bundles werden immer beliebter. Denn es gibt dadurch kein Potpourri mehr aus einzelnen Produkten mit verschiedenen Laufzeiten, sondern Kunden und Händler haben eine Konsole, einen Ansprechpartner, eine Artikelnummer und einen einmaligen Entscheidungsprozess“, beschreibt Schröder die Vorteile.

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Über den Autor

 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin IT-BUSINESS, Vogel IT-Medien