Überblick über die Storage-Ressourcen – auch in der Cloud Pure Storage stellt Pure Fusion und Portworx Data Services vor

Autor / Redakteur: Michael Matzer / Dr. Jürgen Ehneß

„Pure Fusion“ ist eine neue SaaS-Lösung von Pure Storage, mit deren Hilfe die Kunden ihre gesamten Speicherressourcen in einer Cloud zusammenfassen, verwalten und optimieren können. Als ersten Dienst der neuen Portworx Data Services hat Pure „DBaaS Management“ vorgestellt.

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Eine nahezu unbegrenzte virtuelle Scale-Out-Speicherumgebung und Cloud-ähnliche Verfügbarkeitszonen soll Pure Fusion ermöglichen.
Eine nahezu unbegrenzte virtuelle Scale-Out-Speicherumgebung und Cloud-ähnliche Verfügbarkeitszonen soll Pure Fusion ermöglichen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Der Speicherspezialist Pure Storage hat drei Neuerungen vorgestellt. Pure Fusion soll das Cloud-Betriebsmodell mit einer neuen autonomen Self-Service-Speicherumgebung, die für eine unbegrenzte Skalierung ausgelegt ist, überall verfügbar machen. Mit On-Demand-Verbrauch und Back-End-Provisioning sollen Unternehmen ein neues Scale-Out-Speichermodell bereitstellen können, das Arrays vereinheitlicht und Speicherpools im laufenden Betrieb optimiert.

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Pure Fusion soll eine über Cloud-ähnliche Verfügbarkeitszonen hinweg erzielte Aggregation von Ressourcen über APIs herbeiführen und ein nahezu unbegrenztes Scale-Out erlauben. „Der Admin stellt hierzu Speicherklassen je nach Leistung der Storage-Systeme bereit“, erläutert Markus Grau, Principal Technology Strategist bei Pure Storage, „und User können diese je nach Workload konsumieren.“ Die Automatisierung werde den Admins diese Aufgabe erleichtern.

Endbenutzer sollen Volumes, Dateisysteme und fortschrittliche Datenservices wie Replikation in kürzester Zeit nutzen können. „Fusion ermöglicht Unternehmen eine nahtlose Skalierung mit der Pure-Familie, einschließlich FlashArray, FlashBlade, Cloud Block Store und Portworx, wodurch Performance, Dichte und Datenverfügbarkeit ein hohes Niveau erreichen“, fasst Grau zusammen. „Wir wollen, dass unsere Kunden das bestmögliche digitale Erlebnis mit unserer Software erzielen.“

Dazu gehöre auch, dass sich Storage-Infrastruktur als Code (Storage-as-Code) speichern und übertragen lasse. Dies sorge für schnellere Bereitstellung der Storage-Volumes und den Einsatz beim Kunden mithilfe der gängigsten Tools, wie etwa Terraform und Ansible, durch die APIs von Fusion. So soll der Umzug der Infrastruktur zwischen Rechenzentren ohne Downtime realisierbar sein.

„Kunden wünschen sich ein neues, flexibles Storage-Erlebnis, das vollständig automatisiert ist, auf Self-Service basiert und nach dem Pay-as-you-go-Prinzip funktioniert. Fusion durchbricht die traditionellen Barrieren des Enterprise-Storage, um echtes Storage-as-Code und eine viel schnellere Innovationszeit zu bieten“, erklärt Ajay Singh, Chief Product Officer bei Pure Storage.

Portworx Data Services

Neu sind auch die Portworx Data Services. Als erstes böten sie „die branchenweit erste Database-as-a-Service-Plattform für Kubernetes“, so Grau. „Mit nur einem Mausklick können DevOps-Fachkräfte einen verwalteten, produktionsfähigen Datenservice auf Kubernetes bereitstellen, der aus dem branchenweit umfangreichsten Katalog von Optionen für SQL, NoSQL, Suche, Streaming und mehr besteht.“

Mit Portworx Data Services sollen Kunden den Day-2-Betrieb vollständig automatisieren können, einschließlich Überwachung, Backups, Hochverfügbarkeit, Disaster Recovery, Migration, automatischer Skalierung und Sicherheit. „Mit Portworx Data Services ist die Ausführung von Datendiensten auf Kubernetes wesentlich einfacher als mittels anderer Ansätze“, konstatiert Grau. „Die ersten solchen Data-Services betreffen kuratierte Datenbanken und diverse weitere Apps.“ Sie ließen sich auf jeglicher Infrastruktur, die Kubernetes unterstützt, ausführen, darunter auch auf Bare Metal. Das „Early Access Program“ beginne im September 2021, die allgemeine Verfügbarkeit folge dann Anfang kommenden Jahres.

„Als Marktführer im Bereich Datenmanagement für Kubernetes haben wir eine Grundlage für unsere Kunden geschaffen, um Stateful-Anwendungen auf Kubernetes zuverlässig und einfach zu implementieren“, bekräftigt Murli Thirumale, Vice President und General Manager, Cloud Native Business Unit, bei Pure Storage. Die Portworx Data Services seien der nächste Schritt auf diesem Weg. „Jetzt geben wir den IT-Teams nicht nur die Tools an die Hand, die sie benötigen, um Datendienste in der Produktion zu betreiben, sondern wir bieten auch ein As-a-Service-Erlebnis für die Datendienste selbst, so dass sich unsere Kunden auf Innovationen konzentrieren können und sich nicht um den Betrieb kümmern müssen.“

Pure1 Management Portal

Pure1 Meta ist eine KI-gesteuerte IT-Betriebsplattform, die laufend Kennzahlen ermittelt und anzeigt. „Damit können Kunden auch Workload-Profile festlegen und durchsetzen“, spezifiziert Grau. Mit Pure1 Meta sollen Anwender nun in Echtzeit die Service Level Agreements (SLAs) ihrer Cloud einsehen können, Anwendungen überwachen, die durch SafeMode-Snapshots vor Ransomware-Angriffen geschützt sind, und ihre Portworx-Container-Infrastruktur durchgängig visualisieren.

„Diese Erweiterungen verbessern die Datenverfügbarkeit und Sicherheit und vereinfachen den IT-Betrieb grundlegend, indem sie Probleme im gesamten Infrastruktur-Stack vorhersagen und proaktiv Maßnahmen zur Optimierung von Workloads empfehlen“, führt Grau aus. „Bisher konnte der Kunde Support-Mitarbeiter für die Modernisierung seiner IT-Landschaft buchen, aber nun macht diese IT-Landschaft selbständig und automatisch Vorschläge für die Optimierung und entsprechend nötige Updates.“

Pure1 Meta beurteilt die Infrastruktur des Kunden und zeigt Lücken auf, etwa beim Schutz vor Ransomware. Die Empfehlungen erfolgen mit Ampel-Farben: Rot ist natürlich dringlich. „Wir bieten eine Null-Toleranz-Politik für Geschäftsunterbrechungen“, so Grau. Die KI-gestützte Überwachung, die Beurteilung, Vorwarnungen und Optimierungen seien dafür die Grundlage.

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In Pure1 ist nun auch Container-Monitoring integriert, was ja bei den neuen Portworx Data Services (PDS), die Kubernetes unterstützen, naheliegt. Neben allen bisherigen Pure-Produkten ist nun auch Portworx in Pure1 integriert. Die Container-Überwachung liefert ihre Daten an ein Dashboard, das einen Ende-zu-Ende-Überblick über Portworx-Workloads gewährt – denn nur diese liefern laut Grau die nötigen Kennzahlen. „Kubernetes verfügt über kein solches Dashboard“, ergänzt Grau und fügt hinzu: „So ermöglicht Pure1 Meta nun Analysefunktionen für Container und VMs.“ Und ganz gleich, ob Cloud oder On-Premises, würden DevOps-Teams die gleiche DBaaS-Erfahrung für alle Datenservices erhalten, unabhängig davon, wo ihre Anwendung läuft.

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