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Anpassung des Channel-Programms

NEC Display Solutions: Verticals statt Massengeschäft

| Redakteur: Michael Hase

Der „WeShop“ der Münchner Agentur Serviceplan zählt zu den Vorzeigeprojekten, in denen Displays von NEC eingesetzt werden.
Der „WeShop“ der Münchner Agentur Serviceplan zählt zu den Vorzeigeprojekten, in denen Displays von NEC eingesetzt werden. (Bild: Serviceplan)

Der Display-Hersteller NEC ist bei komplexen vertikalen Lösungen in seinem Element. Um Partner im Projektgeschäft flexibler unterstützen zu können, passt der Anbieter sein Channel-Programm erneut an.

Kunden wechseln heute beliebig zwischen den Einkaufskanälen. Wie sich Online-Shopping intelligent in den stationären Handel integrieren lässt, hat das Systemhaus Cancom in einem Prototypen für die Münchner Werbeagentur Serviceplan realisiert. Im „WeShop“ kann der Kunde über das vorrätige Kernsortiment hinaus vor Ort weitere Produkte aus einem Online-Angebot bestellen. Deren Verfügbarkeit zeigen an den Regalen angebrachte Tablets an, über die zugleich Alternativen und Accessoires vorgeschlagen werden. So geht modernes Cross- und Upselling. Um das Shoppen per Smartphone zu ermöglichen, lassen sich QR-Codes auf Etiketten und Tablets scannen.

Der Verkaufsraum ist hochgerüstet mit Hardware, Netzwerk-Technik und Analyse-Software. Zu den Hauptlieferanten des Projekts zählt neben Apple und Cisco die Display-Sparte von NEC, die verschiedene Large-Format- und Touch-Modelle ebenso wie Digital-Signage Player beisteuerte.

Stephan Peters, General Manager Sales DACH bei NEC, entwickelt den Channel des Display-Spezialisten weiter.
Stephan Peters, General Manager Sales DACH bei NEC, entwickelt den Channel des Display-Spezialisten weiter. (Bild: NEC)

„Displays sind aus dem Einzelhandel heute nicht mehr wegzudenken“, betont Stephan Peters, General Manager Sales DACH bei NEC Display Solutions. Mit seinem breiten Portfolio an Hard- und Software sei der Hersteller in der Lage, „Unternehmen maßgeschneiderte Retail-Signage-Lösungen zu liefern“. Eine Besonderheit des Ende 2014 realisierten WeShops habe darin gelegen, dass durch das Zusammenspiel von Experten aus Marketing, Ladenbau und IT ein ganzheitlicher Ansatz entstanden sei, ergänzt der Vertriebsprofi.

80 Prozent Projektgeschäft

Wo komplexe Lösungen im Mittelpunkt stehen, fühlen sich die Spezialisten von NEC in ihrem Element. Der japanische Hersteller, der auch Projektoren anbietet, nimmt für sich in Anspruch, im Markt das breiteste Portfolio an Displays für unterschiedliche Einsatzzwecke zu liefern.

Hierzulande hat das Unternehmen seinen Vertrieb nach Branchen gegliedert und dazu 14 vertikale Segmente definiert. Neben dem Handel zählen dazu Bildung, Finanzwesen, Medien, Medizin oder Transport. In diesen Segmenten könne sich NEC „mit maßgeschneiderten Lösungen vom Massenmarkt abheben“, erläutert Peters. Entsprechend erzielt der Anbieter rund 80 Prozent seines Umsatzes im Projektgeschäft. Dabei erfolgt der Vertrieb ausschließlich indirekt. Mehr als 90 Prozent des Geschäfts läuft über den klassischen Fachhandel, vor allem über Systemhäuser und Audio/Video-Reseller.

Abschied vom Massenmarkt

Vom Consumer-Geschäft über Retail-Ketten und große Online-Händler hat sich NEC vor vier Jahren bewusst verabschiedet. „Im Massenmarkt, wo nur über den Preis verkauft wird, lässt sich für uns kaum Geld verdienen“, begründet der General Manager diesen Schritt. Ganz andere Margen erzielt der Anbieter dagegen im Lösungsgeschäft, wo höherwertige Displays zum Einsatz kommen und die Produktpreise für den gewerblichen Endkunden eine untergeordnete Rolle spielen.

Ergänzendes zum Thema
 
Das Partnerprogramm von NEC Display Solutions

Die Stärke von NEC liegt auch nicht unbedingt darin, Büro-Arbeitsplätze in großer Anzahl mit Monitoren auszustatten. Dabei tun sich Komplettanbieter wie Dell oder HP, die neben Displays auch PCs und Drucker anbieten können, leichter. Im Desktop-Segment kommt der Hersteller in Deutschland nur auf einen Marktanteil von knapp drei Prozent. Anders sieht es bei Large Format Displays (LFDs) aus, wo NEC mit einem Anteil von rund 20 Prozent neben Samsung zu den führenden Anbietern zählt.

Welche Anforderungen der Vertrieb von NEC-Produkten an den Fachhandel stellt, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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