Drucken gilt als wenig umweltfreundlich. Dieser Auffassung begegnen die Hersteller von Druckern und MFPs sowie deren Partner mit Strategien für Nachhaltigkeit und Digitalisierung zur Verbesserung der Umweltbilanz. Zudem rückt das Thema Sicherheit in den Fokus.
Nachhaltigkeit ist bei Druckern und Multifunktionsgeräten ein ganz wichtiges Thema. Und das sowohl bei den Geräten selbst, als auch beim Verbrauchsmaterial.
(Bild: sizsus - stock.adobe.com)
Eine wachsende Zahl von Menschen halten das Bedrucken von Papier für altmodisch und umweltschädlich. Gerade Jüngere konsumieren Informationen nur noch auf digitalen Endgeräten. Auf der anderen Seite wird in vielen Unternehmen und Behörden immer noch fleißig gedruckt und selbst die Faxfunktion hat noch längst nicht ausgedient. Sogar der Deutsche Bundestag hat noch eine große Flotte von Faxgeräten im Einsatz, die nun bis Juli 2024 außer Dienst gestellt werden. Dennoch geht der weltweite Absatz von Druckern, Kopieren und Multifunktionsgeräten in den letzten zehn Jahren kontinuierlich zurück, wie Statista mit Daten von IDC konstatiert. Einen deutlichen Ausreißer nach oben gab es nur während der Corona-Pandemie, als binnen kurzer Zeit eine große Zahl von Geräten für die Beschäftigten im Homeoffice angeschafft wurde.
Die weltweite Absatzentwicklung von Druckern und Multifunktionsgeräten seit 2013 basierend auf Daten von IDC.
(Bild: Statista)
Aktuell hat die Branche auch hier mit den allgemeinen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen: Laut IDC gibt es in Westeuropa im dritten Quartal 2023 einen zweistelligen Rückgang bei der Auslieferung neuer Geräte. Und das sowohl im Tinten- als auch im Laser-Segment. Konkret ging der Verkauf von Laserdruckern und MFPs um 14,3 Prozent zurück und der von Tintengeräten um 10,4 Prozent. Marktführer bleibt HP mit 36,2 Prozent Marktanteil. Dahinter rangieren Canon, Epson und Brother.
Digitalisierung und Nachhaltigkeit
Um dem Trend entgegenzuwirken, fahren die Hersteller und der Channel eine Doppelstrategie: Die Geräte werden zu einer Komponente innerhalb der Digitalisierung gemacht, bei der es um die Verarbeitung von Dokumenten geht. Das Drucken ist hier nur noch ein Teil der Kette, das Scannen und die digitale Verwaltung der Dokumente wird immer wichtiger. Und die Geräte selbst werden nachhaltiger, und zwar über den gesamten Lebenszyklus hinweg: „Energieverbrauch, Reparierbarkeit, der Einsatz recycelter Materialien bei Produkt und Verpackung und Maßnahmen zur Verlängerung der Nutzung wie beispielsweise das Aufbereiten von Druckern“, wie Hartmut Husemann, HP Director Commercial and Consumer Channel, konkretisiert. Wie das in der Praxis aussieht, illustrieren die A4-MFPs der Officejet-Pro-Serien 8100 und 9100 von HP, die das Unternehmen für KMU-Kunden auf den Markt bringt. Bei der Produktion der Kunststoffteile für die Geräte wird nun zwischen 30 und 45 Prozent Recycling-Material verwendet.
Partner für Nachhaltigkeit sensibilisieren und schulen
Hartmut Husemann, Director Commercial and Consumer Channel bei HP
(Bild: HP)
Nachhaltigkeit steht bei HP bereits bei der Entwicklung neuer Produkte im Fokus. Es geht um den kompletten Produktlebenszyklus: Energieverbrauch, Reparierbarkeit, den Einsatz recycelter Materialien bei Produkt und Verpackung und um Maßnahmen zur Verlängerung der Nutzung wie beispielsweise das Aufbereiten von Druckern und Notebooks. Über das HP Planet Partner Program werden HP-Produkte zudem fachgerecht entsorgt und die Materialien soweit möglich in neuen Produkten wieder verwendet. Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Element im Entscheidungsprozess. Mit HP Amplify Impact geben wir unseren Partnern entsprechende Materialien an die Hand, bieten Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen an und vereinbaren passende, individuelle Nachhaltigkeitsziele.
Die digitale Bedrohung war nie so groß wie heute. Hacker wittern durch die veränderte IT-Struktur ihre Chance. Ein Großteil der IT-Hardware wird zumindest teilweise mobil, außerhalb der Unternehmensmauern, eingesetzt. Entsprechend gilt es, die Notebookflotte – aber auch jeden einzelnen Netzwerkdrucker im Unternehmen abzusichern. Integrierte Sicherheitslösungen im Endgerät sind ebenso wichtig, wie die Überwachung und die Verwaltung der Hardware. Mit HP Wolf Security bieten wir hier ein ganzheitliches Sicherheitskonzept, mit dem Daten beispielsweise von einem verlorenen Notebook aus der Ferne gelöscht werden können, auch das Notebook nicht eingeschaltet ist. Für Partner sind die Sicherheitslösungen eine willkommene Erweiterung ihres Produktportfolios, die ihnen helfen, langfristige Wartungsverträge abzuschließen, ihre Bindung zum Kunden zu intensivieren und wiederkehrende Umsätze zu generieren.
Epson setzt schon seit Jahren ausschließlich auf Tintendruck und entwickelt „konsequent die Heat-Free-Technologie weiter, die nur einen Bruchteil des Stromverbrauchs herkömmlicher Drucktechnologien benötigt. Mit Epsons Business-Inkjet-Portfolio verbessern Kunden auf einfache Art und Weise den eigenen CO2-Fußabdruck und entsprechen so den Anforderungen des neuen Energieeffizienzgesetzes. Bund, Länder und öffentliche Stellen kommen ihrer Verpflichtung nach, ab 2024 Energieeinsparmaßnahmen zu ergreifen“, erklärt Jens Greine, Head of Sales Office Printing DACH bei dem Hersteller. Zudem ist Epson Pionier bei der Vermeidung von Abfall durch den Einsatz von Tintentanks und von Tintenbeuteln für MPS.
Nachhaltig als Unternehmen und mit Produkten
Jens Greine, Head of Sales Office Printing DACH bei Epson
(Bild: www.neubauerphotos.com)
Die Frage der Nachhaltigkeit muss aus zwei unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. Zum einen beruht ein wesentlicher Teil der Epson Unternehmensphilosophie auf der Selbstverpflichtung, mit unseren effizienten Produkten und Lösungen einen Beitrag zur Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaft zu leisten. Durch unsere eigenen Epson Fertigungsstätten steuern wir weltweit die Nachhaltigkeit in der Produktion – also keine Kinderarbeit, Gleichberechtigung, Mitarbeiterzufriedenheit, usw. Das lassen wir regelmäßig durch unabhängige Institute prüfen und erhalten dafür begehrte Auszeichnungen.
Zum anderen entwickeln wir konsequent die Heat-Free-Technologie weiter, die nur einen Bruchteil des Stromverbrauchs herkömmlicher Drucktechnologien benötigt. Mit Epsons Business-Inkjet-Portfolio verbessern Kunden auf einfache Art und Weise den eigenen CO2-Fußabdruck und entsprechen so den Anforderungen des neuen Energieeffizienzgesetzes. Bund, Länder und öffentliche Stellen kommen ihrer Verpflichtung nach, ab 2024 Energieeinsparmaßnahmen zu ergreifen.
Die von uns integrierten Sicherheitsmaßnahmen werden von den Kunden sehr geschätzt. In unseren Business-Produkten setzen wir ein eigenes Betriebssystem ein und erschweren damit Angriffe. Firmware-Updates können automatisiert installiert werden und unterliegen dabei einer strengen „Signature Verification“. Weitere Funktionen, die wir nutzen, sind TLS 1.3, SNMPv3 und Malware Runtime Intrusion Detection und dergleichen mehr. Dieser Aufwand zahlt sich aus, denn Epson Drucker und Multifunktionsgeräte finden ihren Einsatz unter anderem in sensiblen Umgebungen wie Krankenhäusern, Kanzleien, KRITIS Unternehmen und ähnlichen.
Stand: 08.12.2025
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Dass Nachhaltigkeit auch mit Lasergeräten möglich ist, betonen Brother, Canon, Kyocera und Lexmark. Bei Brother stellt man vor allem das eigene Recycling-Konzept für Tonerkartuschen ins Zentrum. „In unserem klimaneutralen Werk im slowakischen Krupina hat Brother seit 2007 über 40 Millionen Tonerkartuschen wiederaufbereitet. Mittlerweile liegen die jährlichen Kapazitäten bei 2 Millionen Einheiten. Als erstes Unternehmen ist Brother mit dem überarbeiteten Blue Angel DE-UZ 177 (2021) für eine seiner wiederaufbereiteten Tonerkartuschen ausgezeichnet worden“, sagt dazu Jörg-Stefan Schmitt, Head of Corporate Communications bei dem Hersteller. Der Umbau des Geschäftsmodells hin zu Printing as a Service werde zusätzlich durch regelmäßige Wartung und die Rücknahme der Geräte für die Wiederaufarbeitung die Ökobilanz verbessert.
Lexmark setzt ebenfalls auf Kreislaufwirtschaft durch die Wiederaufbereitung von Druckern und Druckkassetten. Auf einer neuen „Collected by Lexmark“-Webseite können Kartuschen und Altgeräte einfach zur Rückgabe angemeldet werden. Mit der Evergreen-Druckerserie bietet Lexmark zudem selbst wiederaufbereitete Geräte an. Selbiges macht Canon mit der Imagerunner-Advance-ES-Serie, die im Canon-Werk im hessischen Gießen überwiegend aus aufbereiteten Gebrauchtteilen hergestellt wird. Zudem unterstützt Canon die Partner durch einen Consulting-Service für eine ökologische Optimierung der Druckerflotte mittels Kompensation der CO2-Emissionen.
Patrick Bischoff, Director Marketing & Strategy Digital Printing & Solutions bei Canon.
(Bild: Alex Schelbert)
Unser Statement lautet: Excellence in Quality. Das betrifft alle Aspekte unseres Portfolios und ganz besonders das Thema Sicherheit. Bei den aktuellen Imagerunner-Advance-DX-Modellen setzen wir auf einen Mix aus On-Board-Schutzmechanismen und Kompatibilität zu den aktuellen Sicherheitsprotokollen. Nach dem sicheren Systemstart (Überprüfung der System- und Applikationssoftware, bevor das System mit dem Netzwerk verbunden wird) übernimmt Trellix MCAfee Embedded Control die Überwachung des Systems im laufenden Betrieb. McAfee Embedded Control, das bereits über drei Millionen Geräte wie Geldautomaten schützt, blockiert die Ausführung nicht autorisierter Anwendungen wie Malware durch intelligentes Whitelisting – also präventiv auch gegen Zero-Days. Die Daten auf der System-SSD werden verschlüsselt, der Schlüssel dazu in einem separaten Security Chip generiert und gespeichert. Kritische Daten wie Passwörter, Kommunikationsschlüssel und Zertifikate werden im TPM 2.0 Modul gehalten. TLS 1.3-, SMB 3.1.1-, WPA3-Support gehören zum Standardumfang, genau wie das Setzen und Managen von Sicherheitsrichtlinien, 2 Faktor-Authentifizierung an der System-Webseite, die SIEM-Unterstützung, automatische Firmware-Updates und vieles mehr.
Um mehr Nachhaltigkeit in unseren Geschäftsprozessen zu erreichen, setzen wir auf vier Säulen: 1. qualitativ hochwertige und smarte Produkte, bei deren Design und Produktion Abfall minimiert wird. 2. Eine längere Nutzungsdauer der Produkte, um Ressourcen und Logistik zu minimieren. 3. Einsatz von zu 100% recycelbaren oder wiederverwendbaren Materialien und 4. die Vermeidung von Einwegkunststoffen und Polystyrol bei Verpackungen.
Im Office-Segment bieten wir darüber hinaus mit der Imagerunner-ES- Serie eine Linie an, die aus wiederaufbereiteten und generalüberholten Systemen besteht und dabei 90 Prozent der Materialien wiederverwendet.
Um nur einige Zahlen zu nennen: Die Imagerunner Advance C5800 Serie produziert während ihres Betriebs 13 Prozent weniger CO2 als die Vorgängerserie. Die TEX (Typical Electricity Consumption) Werte der neuen Imagerunner- und Imagerunner-Advance-DX-Modelle sind um 16 Prozent niedriger, im Vergleich zu früheren Modellen. Die Einführung von Uniflow Online in zahlreichen Canon Niederlassungen in der EMEA- Region führte zu einer Einsparung von 24 Prozent gedruckter Seiten. Unsere Imagerunner-Advance-DX-Serie benötigt ein Drittel weniger Serviceeinsätze als ihre Vorgängermodelle – das sind weniger Ersatzteile, weniger Logistikkosten, weniger Transporte und weniger Servicefahrten. Seit 2008 haben wir die CO2 Emissionen unserer Produkte, über deren gesamten Lebenszyklus um 40 Prozent senken können. Und wir setzen weiter alles daran, die Werte in sämtlichen Bereichen stetig zu verbessern.
„Nachhaltigkeit ist für Kyocera seit jeher ein zentrales Thema und spielt bei allen unseren Geschäftsentscheidungen eine wichtige Rolle“, sagt Dietmar Nick, CEO von Kyocera Document Solutions Deutschland. So ist bei den Ecosys- und Taskalfa-Systemen durch den Einsatz besonders haltbarer Bildtrommeln mit einer Beschichtung aus amorphem Silizium der Toner das einzige Verbrauchsmaterial. Bei Taskalfa verhindert überdies eine Tonerklappenverriegelung ein vorzeitiges Wechseln und Entsorgen des Tonerbehälters.
Für Bund, Länder und Kommunen sowie Großbetriebe ist Nachhaltigkeit bei ihren Drucklösungen auch eine Möglichkeit, die Anforderungen des Energieeffizienz-Gesetzes zu erfüllen.
Sicherheit als Fokusthema
Sicherheit ist ein Thema, das auf der Prioritätenliste vieler Kunden weit oben angesiedelt ist. Und mit steigender Leistung der Prozessoren in Druckern und vor allem MFPs sowie deren Einbindung ins Firmennetz versuchen Angreifer, die Geräte als Einfallstor zu missbrauchen. Die Hersteller reagieren darauf mit einem verbesserten Schutz der Firmware, Secure Boot, TPM-Integration, automatischen Updates, Verschlüsselung bei Kommunikation und Druckdaten. Brother und Canon führen zudem noch eine SIEM-Unterstützung an, durch die Angriffsversuche frühzeitig erkannt und abgewehrt werden. Teilweise kommt auf den Geräten noch Software zum Einsatz, die Malware aktiv erkennen soll. So setzt Epson laut Greine eine Malware Runtime Intrusion Detection ein, Canon nutzt dafür Trellix McAfee Embedded Control und HP bietet im Rahmen seiner Wolf-Security-Palette ähnliche Lösungen. Laut Husemann helfen die Wolf-Security-Sicherheitslösungen als Erweiterung des Produktportfolios zudem den Partnern dabei, „langfristige Wartungsverträge abzuschließen, ihre Bindung zum Kunden zu intensivieren und wiederkehrende Umsätze zu generieren“.
Sicherheitskonzept mit drei Ebenen
Jörg-Stefan Schmitt, Head of Corporate Communications, Brother International
(Bild: Brother)
Da Sicherheit für uns und unsere Kunden oberste Priorität hat, haben wir ein umfassendes Sicherheitskonzept bestehend drei Ebenen entwickelt, das die Bereiche „Gerät“, „Netzwerk“ und „Dokumente“ abdeckt.
Unsere Geräte minimieren potenzielle Angriffspunkte, indem der Benutzerzugriff eingeschränkt wird. Mithilfe von LDAPS, Windows Active Directory und NFC-Authentifizierung können ausschließlich autorisierte Benutzer auf das Gerät zugreifen. Zudem kann festgelegt werden, dass bestimmte Funktionen nur einem gewissen Kreis an Benutzern zugänglich sind. Die Geräteintegrität wird mit Sicherheitsmechanismen wie Secure Boot, digital signierter Firmware und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gewährleistet.
Um den Netzwerkschutz nach Industriestandard zu gewährleisten, bieten wir hierfür Sicherheitsfunktionen wie Protokollmanagement, Schnittstellenbeschränkungen und IPV4-Filterung an. Eine sichere Verbindung zu Unternehmensnetzwerken gemäß IEEE 802.1X wird mittels TLS, SSH, IPSEC, HTTPS und SNMPv3 ermöglicht. Zudem lassen sich mit der SIEM-Integration über Syslog Nutzungsinformationen in Echtzeit sammeln.
Für Sicherheit auf Dokumentenebene sorgt die Einstellung, dass nach einem Neustart alle Druckauftragsdaten gelöscht werden sowie die Integration vertrauenswürdiger Drittanbieter wie Kofax und Papercut mittels Brother Solutions Interface (BSI).
Unsere Geräte bieten somit ein umfassendes Sicherheitspaket, das digitale Angriffe abschirmt und die Sicherheit sensibler Daten gewährleistet.
Zum Thema Nachhaltigkeit:
Brother bietet bereits seit der CeBIT im März 2003, also seit über 20 Jahren, „3-Jahre-Herstellergarantie“ auf ausnahmslos alle Produkte in unserem Portfolio. Das beweist das Vertrauen in die Qualität unserer Geräte und ist gleichzeitig ein Beitrag zur Nachhaltigkeit.
In unserem klimaneutralen Werk im slowakischen Krupina hat Brother seit 2007 über 40 Millionen Tonerkartuschen wiederaufbereitet. Mittlerweile liegen die jährlichen Kapazitäten bei 2 Millionen Einheiten. Als erstes Unternehmen ist Brother mit dem überarbeiteten Blue Angel DE-UZ 177 (2021) für eine seiner wiederaufbereiteten Tonerkartuschen ausgezeichnet worden.
Brother hat angekündigt, seine Scope 1 und Scope 2 CO2-Emissionen bis 2030 um 66 Prozent gegenüber den Werten von 2015 zu senken, Scope 3 um 33 Prozent. Bis spätestens 2050 werden wir klimaneutral sein.
Scope 3 umfasst alle Emissionen, die nach dem Verkauf eines Produktes an den Fachhandel und danach beim Anwenden anfallen. Um dies zu erreichen, werden wir unser Geschäftsmodell mittelfristig umbauen und „Printing as a service“ anbieten: Drucker werden dann geleast, regelmäßig gewartet, und am Ende der Lifetime werden alle Produkte der Wiederaufbereitung zugeführt.
Nötig für einen sicheren Betrieb der Druckerflotte ist zudem ein zuverlässiges Management der Geräte, das meist von den MPS-Anbietern gewährleistet wird. Diese Aufgabe ist durch hybride Arbeitsformen nicht einfacher geworden, da nun neben den Maschinen in den Firmengebäuden noch eine Vielzahl weiterer Drucker und MFPs bei Beschäftigten im Homeoffice steht. Daher kommen zunehmend Cloud-basierte Lösungen für die Verwaltung von Geräten und auch Druck- sowie Scanaufträgen zum Einsatz. Einige Hersteller, wie etwa Lexmark oder Xerox bieten hier für ihre MPS-Partner primär eigene Lösungen an, andere arbeiten hier auch mit Third-Party-Anbietern zusammen und bieten dafür entsprechende Schnittstellen.
Zur Sicherheit im Drucker-Umfeld gehören noch weitere Segmente. Eines davon ist der Schutz von Daten gegen unberechtigte Zugriffe. Hierunter fallen nicht nur Dokumentenmanagement-Systeme mit entsprechenden Berechtigungen und Zugangsschutz, sondern auch Funktionen wie Follow-me-Druck und eine sichere Anmeldung am Gerät mittels Hardware-Token oder Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Dem Channel bietet das Thema Sicherheit die Chance für zusätzlichen Umsatz durch die Planung, Umsetzung und Weiterentwicklung entsprechender Konzepte.