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Die Auswirkungen der Coronakrise MSPs bewältigen die Krise

Autor: Sarah Böttcher

Unter der Coronakrise leiden auch Managed Service Provider (MSP), wie die Umfrage „Corona: Auswirkungen und Maßnahmen“ von Solarwinds MSP zeigt. Durch gezielte Maßnahmen versuchen MSPs ihre Kunden zu entlasten und sich Wachstumschancen zu sichern.

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Auch Managed Service Provider mussten sich, trotz anfänglicher Umsatzchancen dank Remote-Work-Projekten, gegen die Coronakrise wappnen.
Auch Managed Service Provider mussten sich, trotz anfänglicher Umsatzchancen dank Remote-Work-Projekten, gegen die Coronakrise wappnen.
(Bild: rudall30 - stock.adobe.com)

Noch am Anfang dieses Jahres blickten Managed Service Provider (MSPs) positiv in die Zukunft. Ihr größtes Problem bestand dem „Managed Services Trends Report“ von Solarwinds darin, ihr Angebot vom Wettbewerb zu differenzieren und rentabler zu wirtschaften. So schritt auch die Selbstverständlichkeit, mit der Managed Services eingesetzt werden, den Studienergebnissen zufolge stetig voran.

Corona verstärkt Bedeutung von MSPs

Mit der Coronakrise änderte sich das Stimmungsbild: Während einige MSPs mit ihrem Geschäftsmodell in Bedrängnis kamen, konnten sich andere vor Arbeit kaum retten. Vor allem der oft übereilte Umzug der Mitarbeiter aus dem Büro in das Homeoffice schaffte Geschäftspotenzial. Die Mehrzahl der MSPs (59 %) griff letztendlich auch auf staatliche Corona-Hilfe zurück, so die Ergebnisse der Umfrage „Corona: Auswirkungen und Maßnahmen“ von Solarwinds MSP. 74 Prozent von ihnen haben die Hilfezahlungen bereits erhalten. Vermutlich auch dadurch konnten 80 Prozent der Umfrageteilnehmer ihren Personalbestand auf dem Vorkrisenniveau halten. „Die Tech-Branche und der MSP-Vertriebskanal haben viel Widerstandskraft und Potenzial. Corona hat den Wert, den MSPs für Unternehmen haben, noch einmal unterstrichen“, betont Colin Knox, Vice President Community bei Solarwinds MSP.

Wie helfen MSPs ihren Kunden durch die Krise?

Um ihren Kunden durch die Krise zu helfen, haben etwa zwei Drittel der MSPs (66 %) besondere Maßnahmen ergriffen. Von der Anpassung der für Homeoffice-Kunden geleisteten Sicherheitsservices abgesehen kamen und kommen MSPs ihren Kunden durch folgende Maßnahmen entgegen:

  • 65 Prozent planen langfristig keine Preiserhöhungen für ihre Services.
  • 24 Prozent haben Zahlungsaufschub gewährt.
  • 23 Prozent haben vorübergehende Rabatte angeboten.
  • 19 Prozent haben den geleisteten Serviceumfang angepasst, wenn das Budget des betreffenden Kunden knapper wurde.
  • 13 Prozent fassen Preiserhöhungen nach der Pandemie ins Auge.

Ausblick Marktchancen

Die größten Marktchancen sehen MSPs in den kommenden zwölf Monaten in Sicherheits- und Cloud Services: 51 Prozent möchten den Bereich Security ausbauen, 47 Prozent möchten mehr Cloud Services verkaufen, so die Umfrageergebnisse. Als weiteren Wachstumsfaktor sehen vor allem größere Service Provider eine Möglichkeit zur Expansion durch Fusionen oder Geschäftsübernahmen (40 %). Nahezu die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass gut 20 Prozent ihrer Kunden Homeoffice-Arbeitsmodelle auch nach der Pandemie beibehalten werden. Im Allgemeinen zeigen sich Anbieter mit einem Geschäftsfokus auf Managed Services zuversichtlicher und erwarten einen stärkeren Umsatzanstieg als die Inhaber klassischer Break/Fix-Betriebe.

Über die Studie

Solarwinds MSP fragte 500 MSPs Jahres in Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland danach, wie ihr Betrieb die Auswirkungen durch Corona bewältigt und wie sie ihre Marktaussichten in den nächsten zwölf Monaten einschätzen. Die Umfrage wurde unter Teilnehmern des Multichannel-Kundenerfolgsprogramms von Solarwinds Anfang Mai dieses Jahres durchgeführt.

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 Sarah Böttcher

Sarah Böttcher

Online CvD & Redakteurin