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So funktioniert Voice over WiFi (VoWiFi)

Mobiles Arbeiten: WLAN oder LTE?

| Autor: Sylvia Lösel

Günstig und zuverlässig telefonieren: dank VoWiFi ist das auch aus dem Ausland möglich.
Günstig und zuverlässig telefonieren: dank VoWiFi ist das auch aus dem Ausland möglich. (Bild: Pixabay)

Arbeitnehmer arbeiten mehr und mehr von wechselnden Orten aus. Das kann das Homeoffice genauso sein, wie ein Café im Ausland. Nicht immer steht LTE zur Verfügung. Die Alternative heißt Voice over WiFi. Die wichtigsten Fragen dazu, beantwortet Mitel.

Eine Studie vom Mai 2016 hat gezeigt, dass über die Hälfte (54 Prozent) aller deutschen Arbeitnehmer überwiegend oder ausschließlich mobil an wechselnden Orten arbeiten. Aber nicht überall ist die Erreichbarkeit über Mobilfunk gegeben, die Kommunikation mit Kollegen und Kunden unterbrochen. Die Lösung für dieses Problem halten seit Kurzem die drei größten deutschen Mobilfunkanbieter für ihre Kunden parat: Sie können mit ihren Smartphones über WLAN-Verbindungen telefonieren – teilweise sogar im Ausland und im Rahmen einer regulären Allnet-Flat bei Gesprächen nach Deutschland kostenlos. Man ist also nicht mehr auf die Netzabdeckung der Provider angewiesen, sondern überall dort erreichbar, wo es ein zugängliches WLAN gibt. Mitel zeigt, wie mobile Arbeiter und Büro-Nomaden von dieser neuen mobilen Freiheit profitieren können.

Wie funktioniert die Telefonie per WLAN?

Die sogenannte VoWiFi (Voice over WiFi) Telefonie ist aktuell in zwei verschiedenen Varianten möglich. Zum einen bietet O2 eine Lösung per App. Bei dieser müssen die Anwender einfach die Anwendung starten, sobald das Smartphone in ein WLAN-Netz eingebucht ist. Dann können sie direkt telefonieren. Über die App sind auch Instant Messaging, Videotelefonie und Filesharing möglich, dafür muss jedoch das Gegenüber ebenfalls über die O2-App verfügen.

Die zweite Variante, die unter anderem Vodafone unter dem Name WiFi Calling anbietet, funktioniert ohne App. Hier greift das Telefon automatisch auf bereits bekannte WLAN-Netzwerke zu, sobald kein ausreichend starker Mobilfunkempfang vorhanden ist. Der Wechsel erfolgt dabei direkt ohne Bruch im Telefonat.

Welche technischen Voraussetzungen gibt es für VoWiFi?

Grundsätzlich funktioniert das neue Telefonieren mit jedem WLAN-Zugang. Dabei ist es egal, ob es sich um ein öffentliches, privates oder berufliches WLAN handelt, so lange der Nutzer im Vorfeld bereits mit dem WLAN verbunden war. Eine minimale Datenrate von 100 Kbit/Sekunde genügt bereits zum Telefonieren – das bietet heutzutage so gut wie jeder Internetanschluss. Weitere zwingende Voraussetzung ist ein LTE-Mobilfunktarif, denn die – theoretisch mögliche – nahtlose Übergabe der Telefonate zwischen WLAN und Mobilnetz funktioniert nur mit aktiver LTE-Verbindung.

Was passiert, wenn die WLAN-Verbindung abreißt?

Nichts, denn beide Lösungen schalten bei ausreichender Signalstärke automatisch auf eine LTE-Verbindung um, sobald die WLAN-Verbindung abreißt. Der Empfang bricht nur dann ab, wenn keine ausreichende Netzabdeckung gegeben ist oder der Nutzer das Daten-Roaming beziehungsweise die mobile Datenverbindung deaktiviert hat, beispielsweise im Ausland.

Kann man jedes Smartphone für WLAN-Anrufe nutzen?

Bei O2 kann man mit der App über jedes beliebige Smartphone telefonieren. Bei den anderen beiden Anbietern unterstützen derzeit aktuelle Smartphones von Samsung sowie von LG (Vodafone) das Telefonieren per WLAN. In Kürze sollen Geräte anderer Hersteller folgen.

Welche Vorteile hat das Telefonieren über eine WLAN-Verbindung?

Im Gegensatz zu Internet-Telefonaten per Skype oder WhatsApp ist man bei einer VoWiFi Verbindung unter der gewohnten Telefonnummer erreichbar. Außerdem benötigt das Gegenüber nicht ebenfalls Skype oder WhatsApp, um den Anruf entgegenzunehmen. Dies ist gerade im Unternehmensumfeld wichtig, denn dort werden solche Drittanbieter-Anwendungen häufig im Rahmen der Compliance- und Datenschutzverordnungen verboten.

Seine Stärken spielt VoWifi aber besonders im Rahmen von Außendiensteinsätzen oder Geschäftsreisen ins Ausland aus. Denn dank WLAN-Telefonie können Büro-Nomaden im Bereich von öffentlichen Hotspots, Hotel-WLANs oder dem Gast-WLAN von Kunden problemlos mit dem Smartphone telefonieren – je nach Anbieter auch im Ausland. Dabei dürfte die Verbreitung öffentlicher Hotspots in Deutschland dank dem Wegfall der Störerhaftung im Herbst 2016 noch stärker zunehmen. International ist dies sowieso keine Hürde, denn im Ausland besitzt mittlerweile nahezu jedes Hotel, Café oder Restaurant einen eigenen WLAN-Hotspot für Kunden. Gespräche über VoWifi im Ausland werden wie aus Deutschland geführte Telefonate abgerechnet. Verfügt der Kunde über eine Allnet Flat in alle Netze, sind damit auch die Gespräche nach Deutschland kostenlos.

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