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Medion kann mehr als nur Aldi

| Autor: Sarah Gandorfer

Medion baut seine B2B-Strategie aus.
Medion baut seine B2B-Strategie aus. (Bild: golibtolibov - stock.adobe.com)

Bekannt aus den Regalen von Aldi, Karstadt und anderen Einzelhandelsunternehmen, will Medion sich mehr in Richtung Business-to-Business-Partner (B2B) orientieren. Statt im fernen Asien produziert der Hersteller in Deutschland und assembliert nach Kundenwunsch.

Wer kennt ihn nicht, den Aldi-PC von Medion? Doch Medion ist viel mehr als die Hausmarke eines Discounters. Im Herzen des Ruhrgebiets plant, entwickelt, fertigt, verpackt und vertreibt der Hersteller seit 1983 seine Produkte noch selber. Dabei reicht die Produktpalette vom PC oder Notebook, Tablet und Smartphone über Telekommunikations-Dienstleistungen (Aldi-Talk), Smart-Home-Bausteinen und Küchenprodukten bis hin zu Zubehör.

René Barbatello-Moll, Director B-to-B bei Medion
René Barbatello-Moll, Director B-to-B bei Medion (Bild: Fotostudio Voqt/Medion)

Oftmals fällt dem Endkunden gar nicht auf, dass er ein Medion-Gerät in Händen hält, da der Hersteller seine Erzeugnisse auch als White-Label-Angebot vermarktet, zum Beispiel für Tchibo unter der Bezeichnung TCM. Doch die Essener Firma ist nicht nur im B2C-Segment unterwegs. „Bereits seit zehn Jahren arbeiten wir sowohl mit klassischen Systemhäusern wie auch mit Partnern aus der Industrie zusammen, die unsere Produkte in ihre Gesamtlösung einbauen“, sagt René Barbatello-Moll, Director B-to-B bei Medion. „In der Vergangenheit sind wir jedoch nicht aktiv in Erscheinung getreten. Das möchten wir nun ändern und entsprechende Aufmerksamkeit diesbezüglich schaffen.“

Mit der neuen Strategie will sich der Hersteller gleichzeitig breiter aufstellen, indem er die Kundenstruktur verändert. Derzeit schätzt der Manager, dass ungefähr zehn bis 15 Prozent des Geschäftsumsatzes im B2B-Segement gemacht werden und der Rest im B2C. Der wichtigste Vorteil für B2B-Partner liegt darin, dass die Geräte den spezifischen Anforderungen angepasst sowie bereits in geringer Stückzahl assembliert werden können. Da dies in Deutschland und nicht im fernen Asien passiert, ist es dem Hersteller möglich, schnell und flexibel auf die Kundenwünsche einzugehen. „Alle Ansprechpartner sitzen in Essen. Das gilt sowohl für die Soft- wie auch für die Hardware“, erläutert Barbatello-Moll. Da Medion nur im Direktvertrieb arbeitet, entfallen etwaige Umwege über die Distribution. Den direkten Vertrieb praktiziert der Hersteller auch über seinen Webshop.

Gaming und Smart Home

Aus Sicht von Barbatello-Moll profitieren B2B-Partner außerdem vom Unternehmens-Knowhow. So ist Medion mit der Marke „Erazer“ seit zehn Jahren im Gaming aktiv: „Neue CPUs werden zuerst in den Gaming-Produkten verbaut. Hier durchlaufen sie quasi einen besonderen Härtetest. Wenn sie sich hier bewähren, setzen wir sie in andere Rechner ein.“

Des Weiteren engagiert sich Medion beim Thema Smart Home. Zur IFA präsentierte der Hersteller mit „Life+“ eine Vielzahl an Produkten, die sich via App für Android und iOS einrichten, von überall steuern und überwachen lassen. Dabei ist die Anzahl der zu steuernden Gadgets unbegrenzt. Viele der Geräte sind auch mit Amazons Alexa und dem Google Assistenten kompatibel. Dadurch wird die Navigation per Smartphone App um eine berührungslose Variante ergänzt.

Teilhaber Lenovo

Seit 2011 ist Lenovo Mehrheitsaktionär von Medion. Das ergänzt sich laut dem B2B-Director hervorragend, da die Kollegen ebenfalls auf dem gleichen Campus der ehemaligen Gustav-Heinemann-Kaserne in Essen-Kray sitzen und man gute Erfahrungen mit Absprachen im B2C-Bereich habe. Im B2B-Segment kommt man sich nicht ins Gehege, da der chinesische Hersteller eher nicht kundenspezifisch und in kleinen Stückzahlen produziert. „Wir runden das Lenovo-Portfolio ab“, findet Barbatello-Moll. Zudem sei die Unternehmensleitung gleich geblieben. Im Vorstand sind der Firmengründer Gerd Brachmann sowie Christian Eigen, die bereits gemeinsam seit 1999 das Firmengeschick lenken.

B2B-Interessenten können sich per E-Mail an die B2B-Division von Medion wenden.

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