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IFA 2018

Lenovo im Yoga-Fieber

| Autor: Klaus Länger

Das C930 war nur eines von vier neuen Yoga-Modellen auf der IFA. Hier zeigt sich das Yoga-Topmodell mit 14-Zoll-4K-Display in allem vier Nutzungsmodi.
Das C930 war nur eines von vier neuen Yoga-Modellen auf der IFA. Hier zeigt sich das Yoga-Topmodell mit 14-Zoll-4K-Display in allem vier Nutzungsmodi. (Bild: Lenovo)

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Gleich vier sehr unterschiedliche Yoga-Rechner zeigt Lenovo auf der IFA in Berlin. Darunter ein neues Flaggschiff, ein Dual-Display-Gerät, ein neues ARM-Yoga und eines, das eigentlich gar kein Yoga ist. Zudem präsentiert der Hersteller das Thinkpad X1 Extreme mit Geforce-GTX-Grafik.

Vor sechs Jahren brachte Lenovo das erste Yoga auf den Markt und startete damit den Siegeszug der 360-Grad-Convertibles. In den Folgejahren feierten immer wieder spektakuläre Yogas ihre Premiere auf der IFA. 2018 stellt der Hersteller vier neue Yoga-Modelle in Berlin vor: den 14-Zöller C930 als Flaggschiff der Serie, das Yogabook C930 mit einem E-Ink-Touchscreen statt eines Keyboards, das Yoga C630 WOS mit neuem ARM-Prozessor und das erste Yoga, das kein Convertible, sondern ein reines Notebook ist.

Yoga mit Soundbar im Scharnier

Bei 360-Convertibles ist es für die Konstrukteure eine Herausforderung, einen Rechner zu bauen, der in allen Aufstellungs-Modi gut klingt, ohne dass das Display von voluminösen Lautsprechern flankiert wird. Beim Yoga-Flaggschiff C930 kamen die Entwickler auf einen raffinierten Trick und nutzen das Scharnier zwischen Chassis und dem 13,9-Zoll-Display als rotierende Soundbar, die in jedem Modus, also Notebook, Tablet, Stand und Tent, für guten Klang sorgt. Das Audiosystem im C930 unterstützt zudem Dolby Atmos für 3D-Sound. Das 13,9-Zoll-Display gibt es mit Full-HD- oder mit 4K-Auflösung und jeweils Dolby-Vision-Unterstützung. Für die 4K-Version des C930 gibt Lenovo bis zu neun Stunden Akkulaufzeit an, die Full-HD-Version soll bis zu 13,5 Stunden durchhalten. Das Display erkennt bei beiden Auflösungsvarianten nicht nur Touch-, sondern auch Stifteingaben. Die Stiftgarage im Chassis des C930 sorgt nicht nur dafür, dass der Stift nicht verloren geht, sondern lädt den geparkten Pen zudem auf. Mit einem Gewicht von 1,38 kg soll der mit Aluminium-Gehäuse versehene Yoga auch als Tablet eine gute Figur machen.

Als CPU kommt beim Yoga C930 mit dem i7-8550U oder dem i5-8550U noch ein Core-Prozessor der achten Generation aus der Kaby-Lake-R-Familie zum Einsatz. Er kann auf bis zu 16 GB RAM zugreifen und sorgt auch für die Grafik. Einen schnellen USB-C-Anschluss gibt es durch den Thunderbolt-3-Controller. Die M.2-SSD im Lenovo-Convertible ist über NVMe angebunden und kann bis zu einem TB groß sein. Das Yoga C930 soll im September in den Handel kommen und ab 1.499 Euro (UVP) kosten.

Yoga mit Dual Display

Nach dem ersten Yogabook mit Riesen-Touchpad als Keyboard und Fläche für die Stifteingabe bringt Lenovo nun mit dem Yogabook C930 ein weiteres Yoga ohne herkömmliches Keyboard. Das neue Yogabook bietet allerdings gleich zwei 10,8-Zoll-Touchscreens mit Stifterkennung, das untere davon mit E-Ink-Panel. Dieses stromsparende Full-HD-Graustufen-Display dient zudem als Keyboard mit Lernfunktion und Tastaturlayouts für 30 Sprachen. Das Hauptdisplay mit IPS-Panel liefert die QHD-Auflösung. Für das Öffnen des Geräts benötigt man keine spitzen Fingernägel. Eine Kombination aus Memory-Metall und Magneten bewirkt, dass sich das obere Display nach einem „Anklopfen“ ein kleines Stück anhebt und so besser Aufklappen lässt.

Die technische Basis des neuen Yogabook ist anspruchsvoller, als die des ersten mit seinem Atom-Prozessor. Das neue Yogabook C930 wartet dagegen mit einen Intel Core i5-7Y54 oder einem Core m3-7Y30 auf. Dazu kommen vier GB RAM und eine bis zu 256 GB große SSD. Die 4,5-Watt-Dualcore-CPUs sollen trotz eines Gewichts unter 800 Gramm für bis zu 8,6 Stunden Akkulaufzeit sorgen. Als Betriebssystem dient ausschließlich Windows 10, eine Android-Variante gibt es nicht mehr. Der Marktstart für das Yogabook C930 erfolgt im September, der Startpreis liegt bei 999 Euro (UVP).

Yoga mit Snapdragon 850

Die erste Generation von Windows-10-Convertibles oder Notebooks mit ARM-Prozessor ist erst gerade auf den Markt gekommen, da steht die zweite bereits in den Startblöcken. Während die Geräte mit Qualcomms Snapdragon 835 bei der x86-Emulation für die Ausführung herkömmlicher Windows-Programme nicht überzeugen konnten, soll es die zweite Generation mit Snapdragon 850 nun besser machen. Lenovo verspricht für das Yoga C630 WOS mit dem neuen Qualcomm-Prozessor eine um 30 Prozent höhere Performance bei einer noch immer extrem langen Akkulaufzeit von bis zu 25 Stunden. Das C630 WOS, die Abkürzung steht für „Windows on Snapdagon“ ist ein 13,3-Zoll-Convertible mit Full-HD-IPS-Panel und optionalem Stift. Der Qualcomm Snapdragon 850 kann auf bis zu acht GB RAM zugreifen und bietet eine auf dem Chip integrierte LTE-Einheit mit einem maximalen Datendurchsatz von 1,2 Gigabit/s. Für Betriebssystem und Daten steht, je nach Modell, ein über UFS 2.1 angebundener Flash-Speicher von 128 oder 256 GB Kapazität zur Verfügung. Von den drei USB-C-Ports mit USB-3.1-Gen1-Unterstützung fungiert einer zusätzlich als Grafikausgang. Das Snapdragon-850-Convertible wiegt 1,2 kg und ist 12,5 mm dick. Das Yoga C630 WOS soll im November auf den Markt kommen. Der Startpreis liegt bei 999 Euro (UVP).

Das Laptop-Yoga

Bisher hat Lenovo den Modellnamen Yoga ausschließlich für die „gelenkigen“ 360-Grad-Convertibles verwendet. Nun hat der Hersteller beschlossen, dass Yoga generell für Premiummodelle stehen soll. Daher tragen die aktuell auf der IFA vorgestellten Convertibles wohl auch das „C“ in ihrer Typenbezeichnung. Mit dem Yoga S730 bringt der Hersteller Ende Oktober das erste Yoga-Modell auf den Markt, dessen Display sich nur um bis zu 180 Grad aufklappen lässt. Das Yoga S730 ist ein kompaktes, nur 11,9 mm dünnes 13,3-Zoll-Notebook mit 1,2 kg Gewicht. Sein Display liefert die Full-HD-Auflösung, zudem ist laut Lenovo ein leistungsstarkes Dolby-Amos-Soundsystem an Bord. Als Prozessor kommt eine Intel-Core-CPU der neusten Wiskey-Lake-Generation zum Einsatz. Zu den Schnittstellen zählen auch zwei Thunderbolt-3-Ports. Die Akkulaufzeit des 1,2-kg-Clamshell-Notebooks soll bei bis zu 10 Stunden liegen. Den EVP gibt der Hersteller mit ab 999 Euro an.

Thinkpad mit Geforce-GTX-Power

Ein weiteres Highlight neben dem Yoga-Quartett ist für Lenovo das 15-Zoll-Notebook Thinkpad X1 Extreme. Es ist das erste Thinkpad X1 mit einer Nvidia-Geforce-GTX-GPU. Der Hersteller verwendet dabei eine Geforce GTX 1050 Ti mit 768 Cuda-Cores und vier GB GDDR5 als Grafikspeicher. Als CPU steckt eine Intel-Core-Prozessor mit vPro in dem Gehäuse aus Carbonfiber und Aluminium. Der Arbeitsspeicher kann bis zu 64 GB groß sein. Als Massenspeicher dienen gleich bis zu zwei PCIe-SSDs mit jeweils einem TB Speicherplatz. Das 15,6-Zoll-Display liefert – je nach Modell – die 4K-UHD-Auflösung mit bis 400 Nits Helligkeit oder die Full-HD-Auflösung mit 300 Nits. Das 4K-Panel erkennt Touch-Eingaben. Eine Stifterkennung bietet das X1 Extreme in der 4K-Version ebenfalls, der Stift kostet allerdings Aufpreis. Die Akkulaufzeit des 1,7-kg-Notebooks soll bis zu 15 Stunden betragen. Verkaufsstart ist im September, als Preis ruft der Hersteller mindestens 2.499 Euro (UVP) auf.

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