Inspur M6-Serie Leistungssprung mit Ice Lake SP

Autor: Klaus Länger

Inspur bringt eine Serie von Dual-Socket-Rack-Servern mit Intels Xeon-Scalable-CPUs der 3. Generation für rechenintensive Aufgaben auf den Markt. Der Hersteller verspricht bis zu 46 Prozent Leistungszuwachs gegenüber der vorhergehenden Generation.

Firmen zum Thema

Der 2U-Server NF5280M6 ist das Volumenmodell unter den neuen Inspur-Servern der M6-Familie mit Intels Ice-Lake-SP-Prozessoren.
Der 2U-Server NF5280M6 ist das Volumenmodell unter den neuen Inspur-Servern der M6-Familie mit Intels Ice-Lake-SP-Prozessoren.
(Bild: Inspur)

Unter den Herstellern von Rackservern belegt Inspur weltweit den dritten Platz beim Umsatz. Das chinesische Unternehmen ist als Zulieferer für Hyperscaler wie Microsoft Azure groß geworden, engagiert sich aber inzwischen auch stark im Channel. In Deutschland zählen Also, DexxIT oder Acondistec zu den Distributoren. Mit der M6-Serie bietet Inspur eine Reihe von Dual-Socket-Servern an, die für Intels Xeon-Scalable-Prozessoren der 3. Generation ausgelegt sind. Diese Prozessoren der Ice-Lake-SP-Familie sind Intels erste 10-nm-CPUs für Server und sie haben gegenüber der 14-nm-Vorgängergeneration Cascade Lake erheblich an Leistung zugelegt.

Mehr Leistung und Energieeffizienz

„Intelligente Anwendungen stellen nahezu unendliche Anforderungen an die Rechenleistung, was deren kontinuierliche Aufrüstung erforderlich macht. Mit der Einführung der M6-Server will Inspur eine noch bessere Rechenleistung für eine zuverlässige und effiziente Unterstützung von Geschäftsprozessen liefern. Daher sind die neuen Produkte darauf ausgelegt, die enormen Computing-Herausforderungen zu bewältigen, die durch die Datenexplosion und die digitale Transformation entstehen“, erklärt Peter Peng, CEO von Inspur Information, zu der neuen Baureihe. Die M6-Server weisen laut dem Hersteller eine bis zu 46 Prozent höhere Rechenleistung auf, als die vorhergehende Generation mit Intels-Prozessoren. Die Videoverarbeitungskapazität sei um 30 Prozent gestiegen und die IOPS-Leistung habe man verdreifacht. Damit sollen sich die neuen Server sehr gut für rechenintensive Anwendungen wie KI und ML, Big Data, Cloud Computing oder Realtime-Trading eignen. Inspur hat bei den Geräten Funktionen zur Umgebungserfassung und Luftdrucküberwachung implementiert, die dafür sorgen, dass die Leistung von Prozessoren und Massenspeichern optimal genutzt werden kann. Weitere Neuheiten sind zwei Schutzstufen im Netzteil und auf dem Mainboard sowie ein verbesserter Überlastungsschutz der Hardware mit Echtzeitüberwachung aller relevanter Parameter. Für den Schutz der Firmware sollen ein eigener FPGA sowie die ISPQ-Software (Inspur Server Quick Provisioning) sorgen, die zusätzlich Diagnoseinformationen zur Hardware ausgibt.

Inspur ist Kernmitglied globaler Open-Compute-Initiativen wie dem Open Compute Project (OCP) oder Open19. Daher umfasst die M6-Serie auch Geräte, die im Einklang mit Open-Compute-Standards entwickelt wurden, wie etwa die Modelle NF5280M6 oder NF5180M6.

Den NF5280M6 beschreibt Inspur als „Rackmount-Server für alle Szenarien”. Er bietet Platz für zwei Ice-Lake-SP-Prozessoren, verfügt über 32 Speicherslots mit Optane-PMem-Unterstützung und bis zu 13-PCIe-Slots. In der AI-Variante kann er acht Single- oder vier Dual-Slot-GPU-Karten aufnehmen. Dazu kommt noch Platz für bis zu 28 2,5-Zoll- oder 16 3,5-Zoll-Laufwerke mit Hot-Plug-Unterstützung sowie zwei E1.S-SSDs. Der NF5180M6 ist ein High-Density-Rackmount-Server im 1U-Format, der auch in einer Version mit Platz für bis zu 32 E1.S-SSDs verfügbar ist.

Der 1U-Server NF5180M6 kann auch komplett mit SSDs im E1.S-Format bestückt werden, dann passen 32 SSDs in die Gehäusefront.
Der 1U-Server NF5180M6 kann auch komplett mit SSDs im E1.S-Format bestückt werden, dann passen 32 SSDs in die Gehäusefront.
(Bild: Inspur)

Zudem bringt der Hersteller noch günstigere 2U-Modelle mit Ice Lake SP für Enterprise-Kunden oder Cloud-Anbieter sowie das 4U-Modell NF5466M6 für bis zu 46 3,5-Zoll-HDDs als Storage-Server auf den Markt. Der NF5688M6 dient als Basis für acht A100-GPUs von Nvidia und ist damit für anspruchsvolle KI-Workloads gerüstet. Insgesamt umfasst die M6-Serie 16 Modelle.

(ID:47390797)

Über den Autor

 Klaus Länger

Klaus Länger

Redakteur