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Einkaufs-, Wissens- und Finanzierungsverbund Kooperation Akcent baut erfolgreich auf drei Säulen

| Redakteur: Sarah Gandorfer

Die Fachhandelskooperation Akcent feiert ihren 20 Geburtstag. IT-BUSINESS sprach mit dem Akcent-Gründer Frank Garrelts, dem aktuellen Vorstand Friedrich Pollert und dem Vorstandsvorsitzenden des Mutterkonzerns Synaxon, Frank Roebers.

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Friedrich Pollert, Vorstand der Akcent Computerpartner
Friedrich Pollert, Vorstand der Akcent Computerpartner
( Archiv: Vogel Business Media )

ITB: Akcent gibt es nun seit 20 Jahren. Damit gehört die Fachhandelskooperation quasi zu den Dinosauriern am IT-Markt. Was bringt ein solcher gemeinsamer Schulterschluss den einzelnen Partnern überhaupt?

Garrelts: Ich darf hierzu ein Zitat der Professorin für Volkswirtschaftslehre Theresia Theurl bringen: „Bist Du nicht groß, muss Du schlau sein. Wirtschaftlicher Erfolg kann dann nur durch Vernetzung erreicht werden.“ Natürlich müssen Händler selber etwas in eine Kooperation einbringen, dafür bekommen sie jedoch auch etwas zurück.

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Roebers: Akcent ist eine Einkaufs-, Wissens- und Finanzierungskooperation. Diese drei Säulen stärken unsere Partner und spiegeln sich auch in der wachsenden Mitgliederzahl wider.

ITB: Der Einkauf kommt einem bei einer Kooperation meist als erstes in den Sinn.

Pollert: Nehmen wir die Zentralregulierung. Zum einen können viele Partner gemeinsam einen besseren Einkaufspreis mit den Lieferanten aushandeln. Zum anderen planen wir demnächst ein 90-tägiges Zahlungsziel einzuführen. Das ist für unsere Mitglieder ein wichtiger Wettbewerbsvorteil in Zeiten, wo Banken aufgrund der Wirtschaftskrise ihre Kreditvergabe einschränken. Denn so können sie Projektgeschäfte vorfinanzieren. Außerdem haben wir als Kooperation einen guten Draht zum Rückversicherer Hermes, so dass unsere Partner keine Probleme mit plötzlich gestrichenen Kreditlinien bekommen, wie es einigen anderen Resellern aktuell passiert.

ITB: Solch ein Vertrauen von Seiten der Lieferanten, Kreditgebern und Versicherern setzt natürlich eine gewisse Bonität voraus. Wie sieht es da bei Akcent aus?

Pollert: Eines unserer Aufnahmekriterien ist ein Bonitätsindex, der besser als 2,75 ist. Somit sind unsere Händler gut aufgestellt und wir setzen ein positives Zeichen für die angeschlossenen Lieferanten.

ITB: Jetzt haben wir die Aspekte Einkauf und Finanzierung abgedeckt. Fehlt also noch die dritte Säule, das Wissen. Das ist weit mehr als nur Schulungen für die Partner.

Pollert: Der Wissensaustausch findet in den Fokusgruppen statt. Diese treffen sich unregelmäßig. So gibt es eine Gruppe die sich beispielsweise mit Dokumenten Management befasst oder sich Gedanken um die Steuerung der Techniker innerhalb eines Unternehmens macht. Außerdem haben wir auch die betriebswirtschaftlichen Arbeitskreise, die sich mit Kostenblöcken, Vertriebs- und Umsatzstrategien auseinandersetzen. Diese arbeiten eng mit der Unternehmensberatung BBE-Consulting zusammen. Gemeinsam geht man zwei Mal im Jahr in Partnerbetriebe und stellt vor Ort gut umgesetzte Praxisbeispiele vor.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie und warum sich Akcent von einer B2C- zu einer B2B-Kooperation gewandelt hat und welche Vorteile durch die Synaxon-Übernahme entstanden sind.

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