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Wandel von B2C zu B2B
ITB: In der Geschichte von Akcent gab es einige Wandlungen der Kooperation. Anfangs wurde das Augenmerk auf Privatkunden gelegt, nun zielt man auf das Business-Geschäft ab.
Garrelts: 1984 war die Idee, Händler und Lieferanten enger miteinander zu verbinden. Das geschah über die Zentralregulierung. Zudem begleitete Akcent seine Mitglieder mit Marketing-Aktionen, darunter Rundfunk- und Fernsehwerbung und ganzseitige Anzeigen in der Computerbild. Das alles richtete sich sehr an Consumer. Anfangs versuchten wir noch gegen das Aufkommen von Consumer Electronics bei Aldi und Tchibo mit witzigen Antworten wie dem „Akcent-Kaffee“ dagegen zu steuern. Dabei schickten unsere Partner teilweise ihre Service-Techniker mit Kaffee-Packungen als Give-away zum Kunden. Mit dem Aufleben von Media-Markt und Co verschob sich der Schwerpunkt der Kooperation allerdings immer mehr Richtung B2B und Spezialisierung.
ITB: Der Verkauf von Akcent an Synaxon vor drei Jahren war ein weiterer Meilenstein in der Geschichte.
Roebers: Um ehrlich zu sein, Akcent war uns ein Dorn im Auge. Wir von Synaxon schafften es nicht, eine Zentralregulierung zu gleichen Konditionen aufzubauen. Noch dazu war die Partnerbindung bei Akcent hervorragend. Deshalb lagen wir sieben Jahre auf der Pirsch, aber erst 2005 machte es für beide Kooperationen Sinn, sich zusammen zu tun. Als wir 2006 den Vertrag unterschrieben, haben einige Mitbewerber Wetten abgeschlossen, dass Garrelts und Roebers es keine sechs Monate miteinander aushalten. Das war ein Fehlschluss, wie man sieht.
ITB: Und welche Vorteile hatten die Partner von der Übernahme?
Pollert: Durch den Zusammenschluss konnten mehr Leistungen als zuvor angeboten werden. Synaxon profitierte von der Zentralregulierung. Bei Akcent ersetzte die Einkaufs- und Informationsplattform Egis bald das alte Bestellsystem Alf. In Egis ist neben der Bestellfunktion auch noch eine Web2Print-Plattform integriert. Die Händler finden dort Vorlagen, um recht einfach individualisiertes Werbematerialien zu erstellen. Das erspart ihnen Zeit, so dass sie sich mehr auf das Tagesgeschäft konzentrieren können. In der Version 4.0 wurde die kooperationseigene Applikation außerdem zu einer Handelsplattform mit Auktionsfunktion erweitert.
Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über die Pläne von Akcent sowie den Kommentar der Redakteurin.
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