Angetestet: Durabook S14I Konsequent modular: Semi-Rugged-Notebook mit Tiger Lake

Von Klaus Länger

Das Durabook S14I gehört zur Klasse der Semi-Rugged-Notebooks. Damit soll es Stürze aus 120 cm Höhe aushalten. Zudem ist es gegen Staub und Regen geschützt. Von seiner Full-Rugged-Verwandtschaft hat es den modularen Aufbau mit Wechselakku geerbt.

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Das Durabook ist wasserfest und staubdicht gemäß IP53. Damit macht ihm ein Regen nichts aus. Und das entspiegelte Display ist hell genug für den Outdoor-Einsatz bei Sonnenschein.
Das Durabook ist wasserfest und staubdicht gemäß IP53. Damit macht ihm ein Regen nichts aus. Und das entspiegelte Display ist hell genug für den Outdoor-Einsatz bei Sonnenschein.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Durabook ist eine Marke des taiwanischen Herstellers Twinhead, der bereits seit mehr als 20 Jahren Rugged-Notebooks herstellt. Mit dem S14I bietet Durabook ein Semi-Rugged-Notebook an, das da zum Einsatz kommt, wo Full-Rugged-Geräte Z14I nicht benötigt werden. Das S14I ist mit seiner IP53-Zertifizierung zwar nicht wasserdicht, soll aber Sprühwasser wie einen plötzlichen Regenschauer gut aushalten. Mit den durch Klappen abgedeckten Schnittstellen ist es vor Staub und Schmutz geschützt. Zudem ist es MIL-STD-810H-zertifiziert und soll Stürze aus bis zu 120 cm ohne Schäden überstehen. Mit seinem 38 Zentimeter dicken Gehäuse und dem integrierten Tragegriff sieht das Durabook S14I im Vergleich zum ebenfalls zur Semi-Rugged-Kategorie zählenden Acer Enduro N3 sehr massig aus, ist aber gemessen an der Optik mit 2,37 kg erstaunlich leicht. Dazu trägt neben dem robusten aber leichten Magnesium-Aluminium-Gehäuse auch die Basisausstattung unseres Testmusters bei, bei dem beispielsweise der mit Handschuhen bedienbare Touchscreen mit ­Stifterkennung oder die zusätzliche Nvidia Geforce GTX 1050 nicht eingebaut sind. Auch der durch eine Klappe verschlossene Multifunktionsschacht ist hier leer. Er kann wahlweise einen DVD-Brenner, einen zweiten Akku oder einen Einschub mit einer ­zusätzlichen SSD aufnehmen.

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Tiger-Lake-Prozessor als Antrieb

Der primäre 50-Wh-Akku und das 2,5-Zoll-Adaptergehäuse mit der M.2-NVMe-SSD sitzen ebenfalls seitlich im Chassis und können leicht ausgebaut werden, sobald sie am Gehäuseboden über Schieber entriegelt werden. Die Klappen vor den Schnittstellen und Einschüben sitzen recht straff und erfordern stabile Fingernägel oder ein ­geeignetes Hilfsmittel, um sie zu öffnen. Dafür halten sie wohl auch langfristig ­zuverlässig dicht. Im Testgerät arbeitet als Prozessor ein Intel Core i5-1135G7 aus der Tiger-Lake-Familie. Die CPU verfügt über vier Kerne und arbeitet mit einem Basistakt von 2,4 GHz. Im Turbo-Boost kann sie kurzzeitig bis zu 4,2 GHz schaffen. Der ­Arbeitsspeicher besteht aus einem 16 GB großen DDR4-3200-Riegel. Damit steht noch ein Slot für zusätzlichen RAM bereit. Der Arbeitsspeicher stammt ebenso wie die flotte 256-GB-SSD von Kingston. Das Mainboard ist über eine verschraubte ­Abdeckung gut zugänglich.

Für die Grafik ist in unserem S14I die in der CPU integrierte Iris-Xe-GPU zuständig, für die Grafikdarstellung ein 14-Zoll-IPS-Panel mit Full-HD-Darstellung. Es ist komplett entspiegelt und hell genug, dass auch im Freien bei Sonnenlicht gut gearbeitet werden kann. Über dem Display sitzt eine durch einen robusten Schieber verschließbare Webcam mit 2MP-Sensor, die ein ­ordentliches Bild liefert und von zwei Mikrofonen flankiert wird. Das S14I ist auch mit einem zusätzlichen IR-Sensor für Windows Hello erhältlich. Ein Riegel sorgt dafür, dass das geschlossene Display zu bleibt.

Für die Verbindung zu einem lokalen Netzwerk sitzt hinter einer rückseitigen Klappe ein Gigabit-LAN-Port. Als WLAN-Controller ist der Intel-Chip AX201 eingebaut, der zusammen mit der CPU für WiFi 6 und Bluetooth 5.2 sorgt. Für Internet-Konnektivität unterwegs ist ein zusätzliches LTE-Modul lieferbar und auch ein GPS-Empfänger kann geordert werden. Hinter der Abdeckung für den SD-Kartenleser und die Kopfhörerbuchse sitzt ein Schalter, der die Funkschnittstellen deaktiviert.

Viele Schnittstellen und Erweiterungsoptionen

Umfangreich ist die Ausstattung mit Schnittstellen. Hinter diversen Klappen auf der rechten Seite und der Rückseite des ­Gehäuses sind drei USB-Typ-A-Ports, zwei ­davon für USB 3.2 Gen2 mit 10 Gbps, ein USB-C-Port mit ebenfalls 10 Gbps und DisplayPort, ein HDMI-Ausgang und sogar noch eine VGA-Buchse und ein serieller Port untergebracht. Auf der Unterseite des Notebooks gibt es eine Kontaktleiste für ein Bürodock oder ein Fahrzeugdock.

Das beleuchtete Keyboard ist gemessen am Gehäuse relativ klein, bietet aber ­einen angenehmen Tastenhub. Sehr klein für die heutige Zeit ist auch das Touchpad mit separaten Maustasten ausgefallen. Über dem Keyboard sitzen noch zwei programmierbare Sondertasten, die bei Standardsettings ein Konfigurationstool und den Stealth-Modus aufrufen. Bei letzterem werden das Display, alle LEDs und die Lautsprecher abgeschaltet.

Im Systembenchmark PCMark 10 Advanced von UL erzielt das Gerät ordentliche 3.630 Zähler und ist damit schnell genug für anspruchsvolle Business-Anwendungen. Dabei macht sich der Lüfter nur bei hoher Last bemerkbar, meist ­arbeitet das Notebook lautlos. Die 3D-Leistung im 3DMark Night Raid liegt bei passablen 10.489 Punkten. Die Akkulaufzeit leidet unter dem hellen Display, wir messen 5 Stunden und 44 Minuten. ­Allerdings lässt sie sich durch den optionalen zweiten Akku verlängern, der dann sogar durch Hot-Plug ein dauerhaftes Arbeiten im Akkubetrieb ermöglicht. Für die ­Akkus bietet Durabook sogar externe Ladegeräte an.

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Robustes Notebook mit guter Leistung und ausreichender Akkulaufzeit

Das Durabook S14I ist ein Semi-Rugged-Notebook mit aktuellen Komponenten, outdoortauglichem Display und guten Leistungswerten. Die etwas altertümlich anmutende Optik mit dickem Gehäuse und breitem Rahmen um das Display ist durch die Funktion bedingt: Das Gerät soll vor allem robust sein. Und das ist es mit IP53-Zertifizierung für Staub- und Wasserfestigkeit. Auch den Sturz von der Schreibtischkante hat das Testgerät gut überstanden. Ein Manko ist die relativ ­geringe Akkulaufzeit. Pluspunkte sind der modulare Aufbau mit Platz für einen Zusatzakku und die vielfältigen Konfigurationsoptionen. Der Straßenpreis von etwa 2.000 Euro ist für ein robustes Notebook dieser Klasse angemessen.

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