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Provokation durch Ineffizienz
Ausgesprochen provokant begann Dr. Joseph Reger, CTO Fujitsu Technology Solutions, seinen Vortrag. Er entwarf ein Cloud-getriebenes Zukunftsszenario, in dem es die IT-Branche, so wie sie heute existiert, nicht mehr gibt. „Das bisherige Modell ist wahnsinnig ineffizient“, wirft er dem Publikum vor. „Das gilt nicht nur für die Systemhäuser, sondern auch für Hersteller.“ Als Beispiel nannte er das Thema Security und Storage: „Heute leben viele IT-Dienstleister auch von der Sicherung der Kundendaten. Aber darum werden sich künftig die Cloud-Anbieter kümmern.“
Dem Beruf des Server-Administrators bescheinigte er ein baldiges Aussterben. „Sollte meine Zukunftsversion – vermutlich eher weit nach 2015 – in Kraft treten, wird man Server-Administratoren nicht mehr brauchen. Neue Berufe sind gefragt, wie Integrationsexperten, welche die IT-Architektur der Kunden in die Cloud integrieren“, so die Ansicht des CTO. Wie zuvor schon Prof. Thomé, kommt er zu dem Schluss, dass die heutige Informationstechnologie nicht um ihrer selbst Willen fortgeführt wird, sondern sich mit den Business-Prozessen eint.
Was das Jahr 2015 angeht, prognostiziert Reger einen Marktanteil an IT-as-a-Service-Angeboten von deutlich mehr als 50 Prozent: „Dabei sind nicht Amazon oder die Smartphones die Treiber, sondern die Nutzer fragen diese Cloud-Dienste eigenständig nach“.
Dieser doch provokante Spielball wurde von den Gipfelteilnehmern aufgenommen und heiß diskutiert – sehr zur Freude des Fujitsu-Vertreters.
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