Kontroversen um Aussichten für Unternehmen und die Entwicklung der IT-Infrastruktur bis 2015

IT-BUSINESS Executive Summit: Keynote-Speaker sorgten für heiße Diskussionen

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Alt, weiß und satt

Nicht minder forderte Dr. David Bosshart, CEO des Schweitzer Gottlieb Duttweiler Instituts, sein Publikum mit der Frage heraus: „Was ist der Unterschied zwischen Deutschland und USA, China oder Indien?“ Seine Auflösung: „In Deutschland werden die richtigen Fragen gestellt, in den anderen genannten Ländern die Antworten erfolgreich kopiert.“ Den Bundesbürger charakterisierte er zudem, aktuellen Umfrageergebnissen zufolge, als eher angstgetrieben – und das, obwohl die wirtschaftliche Lage hierzulande verglichen mit den USA ausgesprochen gut sei. In den Vereinigten Staaten sei die Hoffnung jedoch die treibende Kraft.

Eine andere, nicht unbedingt schmeichelhafte Beschreibung für die hiesigen Marktteilnehmer war, „alt, weiß, männlich, satt“. Wohingegen die künftigen Player eher „jung, asiatisch, weiblich und hungrig“ seien. Bosshart wirft den Unternehmen vor, zu stark in Grenzen zu denken: „Wer Wissen horten will, hat verloren. Nur wer teilt kommt in eine Win-Win-Situation.“ Er nannte dazu etwa die Vorteile geteilter Forschungskosten, wenn Firmen vermehrt mit Universitäten zusammenarbeiten.

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