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Support-Ende von Windows Server 2003 naht! InPlace-Upgrade auf Windows Server 2008 R2 durchführen

Autor / Redakteur: Thomas Joos / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Zum 14. Juli 2015 läuft der Support für Windows Server 2003/2003 R2 aus. Schon jetzt gibt es einige Sicherheitslücken, die nicht mehr geschlossen werden. Administratoren sollten also reagieren. Die einfachste Möglichkeit ist eine direkte Aktualisierung zu Windows Server 2008 R2 SP1. Wir zeigen wie dabei vorgegangen wird.

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Für den Einsatz von Windows Server 2008 R2 SP1 leistet Microsoft noch weitere fünf Jahre Support.
Für den Einsatz von Windows Server 2008 R2 SP1 leistet Microsoft noch weitere fünf Jahre Support.
(Bild: Joos)

Der Vorteil beim Einsatz von Windows Server 2008 R2 SP1 ist, dass Sie noch weitere fünf Jahre Support-Unterstützung erhalten. Die Aktualisierung ist direkt im laufenden Betriebssystem möglich, das heißt, Unternehmen erhalten in wenigen Minuten ein sicheres, relativ modernes und vor allem von Microsoft noch unterstütztes Betriebssystem. Allerdings können nur die x64-Editionen von Windows Server 2003/2003 R2 auf Windows Server 2008 R2 aktualisiert werden.

Bei der Aktualisierung können Administratoren auch die Edition wechseln, also beispielsweise von Windows Server 2003 Standard zu Windows Server 2008 R2 Enterprise switchen. Welche Pfade unterstützt werden, ist in der Tabelle in der Bildergalerie zu sehen.

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Das müssen Administratoren vor dem Wechsel zu Windows Server 2008 R2 SP1 beachten

Natürlich bergen direkte Aktualisierungen immer gewisse Gefahren. Bevor ein Unternehmen aber weiterhin auf Windows Server 2003/2003 R2 setzt, ist die direkte Aktualisierung zu Windows Server 2008 R2 der bessere Weg. Verantwortliche müssen aber sorgfältig vorgehen und die Migration gut planen.

Bei direkten Aktualisierungen sollte aber keinesfalls einfach die DVD des neuen Betriebssystems eingelegt und mit der Aktualisierung begonnen werden. Vor der eigentlichen Aktualisierung stehen einige Vorbereitungen aus.

Windows Server 2003/2003 R2 kann direkt auf Windows Server 2008 R2 aktualisiert werden, wenn das Service Pack 2 für Windows Server 2003 installiert ist. Dieses Service Pack muss also vor dem Upgrade auf dem Server installiert werden.

Außerdem sollte überprüft werden, ob die Hardware im Server von Windows Server 2008/2008 R2 unterstützt wird. Zudem sollten für alle Geräte aktuelle Treiber vorliegen, vor allem für die Netzwerkkarte und den Datenspeicher. Auch Systemanwendungen wie die Datensicherung und der Virenschutz müssen die neue Version unterstützen.

Arbeiten Unternehmen mit Netzwerküberwachungsprogrammen, sollten Administratoren beachten, dass Sie den Computer in den Wartungsmodus versetzen. Alle installierten Anwendungen, Management Packs für Netzwerküberwachungsprogramme, und installierte Tools müssen kompatibel zu Windows Server 2008 R2 sein.

Die Windows-Firewalleinstellungen von Windows Server 2008 R2 dürfen Verbindungen zu anderen Servern nicht blockieren. Auch eventuell vorhandene IPSec-Regeln müssen unter Umständen aktualisiert oder entfernt werden.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist