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Bring your own Problem!

Ingram Micro nimmt Solution Center in Betrieb

| Autor: Ann-Marie Struck

Sie waren am Aufbau des Solution Centers beteiligt (v. l.): die Ingram-Manager Marcus Schraml, Mike Cramer, Thomas Groß und Sebastian Eitel.
Sie waren am Aufbau des Solution Centers beteiligt (v. l.): die Ingram-Manager Marcus Schraml, Mike Cramer, Thomas Groß und Sebastian Eitel. (Bild: Michael Hase)

Ingram Micro stellt Partnern in Dornach ab sofort ein neues Solution Center bereit. Mit dem herstellerübergreifenden Test- und Demo-Lab reagiert der Distributor nach eigenen Angaben auf einen veränderten Bedarf im Channel.

58 Quadratmeter, 22 Grad Celsius Raumtemperatur, 76 Dezibel Grundrauschen, gedämmtes Licht – und in der Mitte der so genannte Multi-Vendor-Cube: So präsentiert sich das neue Solution Center von Ingram Micro dem Fachhandelsbesucher. Bei dem Dornacher Distributor gilt jetzt die Devise: „Bring your own problem!“ Und auf dem Weg zur individuellen Lösung steht Partnern die digitale Sprachassistentin Ingrid zu Seite, die ihnen hilft, sich in der neuen Einrichtung zu orientieren. Übrigens ist Ingrid der vorläufige, interne Name. Ein offizieller wird noch gesucht.

Das Solution Center ist konzipiert als einheitliche Plattform für Hardware- und Software-Komponenten verschiedener Hersteller. Den zentralen Cube bilden zehn Racks, die teils bereits belegt sind, teils in den kommenden Monaten befüllt werden. Auf Basis der Technologien, die Ingram Micro dort implementiert, sollen sich komplexe, herstellerübergreifende Infrastrukturen für Test-, Trainings- und Demozwecke aufbauen und betreiben lassen. „Wir stellen unseren Partnern ein hochintegriertes System bereit, in dem alles untereinander vernetzt ist“, beschreibt Mike Cramer, Senior Manager bei Ingram Micro, die Idee hinter der Neuheit.

Bei dem Solution Center, das der Distributor zu Beginn dieses Monats in Betrieb genommen hat, handelt es sich um eine Weiterentwicklung des vor fünf Jahren aufgebauten Value Centers. Der Plan dazu entstand im Mai vergangenen Jahres. In der neuen Umgebung lassen sich in größerem Umfang als bisher individuelle Lösungen umsetzen und live vorführen. „Das Solution Center ist eine wesentliche Säule unserer Advanced-Solutions-Strategie, weil hier die Fäden der Business Units zusammenlaufen und wir herstellerübergreifend unsere breite Expertise zur Verfügung stellen können“, betont Thomas Groß, Executive Director Advanced Solutions bei Ingram Micro.

Thomas Groß kehrt zu Ingram Micro zurück

Neuer Executive Director Advanced Solutions

Thomas Groß kehrt zu Ingram Micro zurück

15.01.19 - Nach fünf Jahren hat Thomas Groß wieder bei Ingram Micro angeheuert. Ab 01. Februar 2019 ist er Executive Director Advanced Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung. Er folgt damit auf Alexander Maier, der die Position Anfang 2018 interimsweise übernommen hatte. lesen

Training ist alles

Aus dem Geschäftsbereich des Managers beteiligen sich bisher die Business Units Cisco, Dell EMC, HPE, IBM, NetApp, Software & Cloud sowie Powermanagement (APC und Eaton) am Solution Center. Diese Einheiten nutzen die Infrastruktur, um Hardware- und Software-Umgebungen zu testen sowie um Partner für Produkte und Lösungen zu schulen. Das Trainingsangebot richtet sich an Vertriebsmitarbeiter, technische Consultants und Technikspezialisten von Systemhäusern, MSPs und ISVs. Nicht zuletzt nutzt der Distributor den Raum, um seine eigenen Systemingenieure und Lösungsarchitekten weiterzubilden.

Eine wesentliche Rolle sollen Software und Cloud im Solution Center spielen. Schwerpunkte legt Ingram Micro dabei auf die Themenfelder Security, Management, Platform, Migration und Verfügbarkeit. Möglichst viele Technologien sollen in Zukunft nicht nur als On-Premises-Variante gezeigt, sondern auch in Hybrid-Cloud-Szenarien präsentiert werden.

Neue Geschäftsmodelle

Letztlich geht es dem Distributor nicht allein um Technologie. So können sich Fachhändler mit konkreten Problemstellungen, die sich bei der Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle ergeben, an das Solution Center wenden. Für jedes Projekt werde eine individuelle technische Lösung erarbeitet und anschließend ausgiebig getestet, versichert Cramer.

Der Manager ist überzeugt, dass Ingram Micro mit den neuen Angeboten auf einen akuten Bedarf im Channel reagiert. „Partner brauchen Anregungen für ihr Geschäft, und zwar in Form von Beispielen für neue, digitale Geschäftsmodelle.“ Nach Cramers Worten wollen sie dabei vom Zugang des Distributors zu Herstellern und von den Erfahrungen aus seinem Partnernetzwerk profitieren. Ingram Micro wiederum verspricht sich vom Solution Center eine größere Nähe zum Markt. „Mit unseren Leistungen steigen wir frühzeitig in die Projekte unserer Partner ein, die wir von A bis Z begleiten wollen.“

Daten und Fakten

Für den Multi-Vendor-Cube hat Ingram die Server-Schränke in zwei Reihen angeordnet, wobei die Rückseiten der Racks zueinander stehen. Der Gang dazwischen, in den die warme Abluft strömt, wurde mit einer Einhausung versehen. Auf die Weise wird die Kühlenergie effizient genutzt. Die Betriebstemperatur der IT-Systeme liegt bei maximal 22 Grad. Als Hardware-Anbieter sind bislang APC, Cisco, Dell, Eaton, Fujitsu, HPE, Lenovo und NetApp vertreten. Den Software-Sektor decken Acronis, IBM, Kaspersky, Microsoft, Trend Micro, Veeam und VMware ab. Partnern steht die Option offen, eigene Lösungen in das Center zu integrieren.

Um das Solution Center in einer ehemaligen Kantine einrichten zu können, mussten dort statische Maßnahmen vorgenommen werden. So wurde der Boden mit Stahlplatten verstärkt, damit er der einer Traglast von maximal 29 Tonnen standhält. Zur Überwachung ist der Raum mit Sensortechnik ausgestattet. Geplant ist auch eine Gesichtserkennung, sodass Ingrid die Besucher künftig namentlich ansprechen kann. Die Sprachassistenz, die mit Chatbot-Funktionen ausgestattet werden soll, ist nicht nur freundlich und mehrsprachig, sondern auch divers: So können Partner wählen, ob sie mit einer weiblichen oder männlichen Stimme kommunizieren möchten.

Kostenfreie Nutzung

Zur Höhe der Investitionen in das Solution Center macht Ingram Micro keine Angaben. Dem Unternehmen zufolge haben sich Hersteller auf unterschiedliche Weise und in unterschiedlichem Maße daran beteiligt. Einen erheblichen Anteil an den Kosten hat der Distributor demnach selbst getragen. Partnern steht die Einrichtung für Test- und Trainingszwecke kostenfrei zur Verfügung. Eine standortunabhängige Demonstration bei Kunden oder auf Veranstaltungen ist über Remote-Desktop möglich.

Interessenten erhalten weitere Details zum Ingram Micro Solution Center unter:www.ingrammicro.de/solutioncenter

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