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Schritt 6: DNS korrekt einstellen
Auf der nächsten Seite des Assistenten zum Erstellen von Active Directory wird erkannt, dass bereits eine Zone vorhanden ist, wenn diese zuvor angelegt wurde. Der Assistent bietet an, eine neue Zone für Active Directory zu installieren und diese unterhalb der bereits vorhandenen Zone zu integrieren.
Diese DNS-Delegierung sollte aktiviert werden, damit die Daten von Active Directory in einer eigenen Zone unterhalb der herkömmlichen Zone gebündelt werden (siehe Abbildung 5). Dazu legt der Assistent eine neue Zone mit dem Namen "_msdcs_<DNS-Name des Servers>" an. In der originalen DNS-Zone legt der Assistent eine Delegierung zur neu angelegten Zone an. So ist sichergestellt, dass Anpassungen an der DNS-Zone des Servers das Active Directory nicht beeinträchtigen.
Schritt 7: Konfiguration abschließen
In den nächsten Fenstern geben Administratoren den NetBIOS-Namen der neuen Domäne an und legen den Speicherort der Datenbank und der Protokolle fest. Im Anschluss muss noch der Ordner festgelegt werden, der als Netlogon- und SYSVOL-Freigabe verwendet wird. In diesem Ordner werden die Anmeldeskripts und später die Gruppenrichtlinien gespeichert. Zum Abschluss testet der Assistent den Server, und ob Active Directory installiert werden kann. Danach beginnt das Heraufstufen zum Domänencontroller.
Schritt 8: DNS in Active Directory integrieren und sichere Updates konfigurieren
Die erste Maßnahme, die nach der Installation von Active Directory durchgeführt werden sollte, ist die Integration der DNS-Zonen in Active Directory. Durch diese Integration werden die kompletten Daten der DNS-Zonen über die Active Directory-Replikation verteilt.
Um diese Konfiguration zu überprüfen, rufen Administratoren zunächst das DNS-Snap-In über den Server-Manager auf. Um die Zone in Active Directory zu integrieren, wird folgendermaßen vorgegangen (siehe Abbildung 6):
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Zone und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag "Eigenschaften".
- Auf der Registerkarte "Allgemein" können Sie durch Klicken auf die Schaltfläche "Ändern" im Bereich "Typ" die Zone in Active Directory integrieren lassen.
- Aktivieren Sie im Fenster "Zonentyp ändern" das Kontrollkästchen "Zone in Active Directory speichern".
Haben Sie diese Einstellung vorgenommen, können Sie noch im Bereich "Dynamische Updates" die Option "Nur sichere …" aktivieren. Bei dieser Einstellung können sich nur Computer, die sich erfolgreich in Active Directory authentifizieren, dynamisch in DNS registrieren.
Schritt 9: DNS-Replikation festlegen
Wurde die Zone in Active Directory integriert, können Administratoren auch die Replikation der DNS-Daten anpassen (siehe Abbildung 7). In den Eigenschaften einer Zone ist dazu im Bereich "Replikation" die Schaltfläche "Ändern" zu betätigen. Danach können Administratoren konfigurieren, auf welche Server im Netzwerk die DNS-Daten repliziert werden sollen. Standardmäßig werden die Daten einer DNS-Zone nur auf den Domänencontrollern der Windows-Domäne repliziert. Die Replikation kann jedoch ohne weiteres auf weitere Server ausgedehnt werden.
Schritt 10: DNS-IP-Einstellungen anpassen
Geben Administratoren nach der Fertigstellung der Installation von Active Directory auf dem Domänencontroller in der Eingabeaufforderung "nslookup" ein, erhalten sie unter Umständen eine etwas verwirrende Ausgabe: Der Server gibt als Adresse ":1" zurück.
Diese Ausgabe wird durch eine Konfiguration der Netzwerkverbindungen verursacht. Um das Problem zu beheben, wird folgendermaßen vorgegangen:
- Rufen Sie zunächst die Verwaltung Ihrer Netzwerkverbindungen mit "ncpa.cpl" auf.
- Rufen Sie die Eigenschaften des IPv6-Protokolls auf. Aktivieren Sie die Option "DNS-Serveradresse automatisch beziehen". Durch diese Konfiguration vermeiden Sie die irreführende Meldung in Nslookup.
- Rufen Sie als nächstes die Eigenschaften für das IPv4-Protokoll auf. Auch hier hat der Assistent als bevorzugten DNS-Server die Adresse des lokalen Hosts hinterlegt (127.0.0.1). In diesem Fall funktionieren zwar Abfragen per DNS, aber diese Konfiguration ist nicht sauber und resultiert in einer fehlerhaften Ausgabe bei Nslookup. Tragen Sie auch hier die richtige IPv4-Adresse des Servers ein. Anschließend sollte die Eingabe von "nslookup" in der Eingabeaufforderung keine Fehler mehr ausgeben.
Schritt 11: Notwendige Nacharbeiten nach der Integration eines zusätzlichen Domänencontrollers
Haben Administratoren einen neuen Domänencontroller in die Domäne aufgenommen, sollten sie noch einige Nacharbeiten durchführen, um den Domänencontroller optimal einzubinden:
Überprüfen Sie, ob die Daten der DNS-Zonen auf den neuen Domänencontroller repliziert wurden.
Tragen Sie in den IP-Einstellungen der einzelnen Domänencontroller jeweils den anderen Domänencontroller als bevorzugten Server und als alternativen Domänencontroller den lokalen Server ein, zumindest dann, wenn sich beide am selben Standort befinden.
Nach einigen Minuten sollten Sie die Replikation der beiden Domänencontroller überprüfen. Starten Sie dazu das Snap-In "Active Directory-Standorte und -Dienste" über das Menü "Tools" im Server-Manager. Navigieren Sie zum Knoten des Namens des Standorts und öffnen Sie den Knoten "Servers". An dieser Stelle sollten alle Domänencontroller angezeigt werden.
Klicken Sie bei den Servern auf das Pluszeichen, sehen Sie darunter einen weiteren Eintrag mit der Bezeichnung "NTDS-Settings". Klicken Sie auf diesen, wird auf der rechten Seite jeder Replikationspartner des Domänencontrollers angezeigt.
Klicken Sie auf diese automatisch erstellten Verbindungen mit der rechten Maustaste, können Sie im Kontextmenü die Option "Jetzt replizieren" auswählen. Im Anschluss daran erscheint ein Fenster, das Sie über die erfolgreiche Replikation informiert.
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