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Ausbau der Partnerbasis Hornetsecurity übernimmt das Spamfilter-Geschäft von Avira

Autor: Michael Hase

Der Hersteller Hornetsecurity führt das Managed-Spamfilter-Geschäft von Avira weiter, von dem sich der Antivirus-Spezialist trennt. Kunden und Partner von Avira haben die Möglichkeit, auf das System von Hornetsecurity zu wechseln.

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Daniel Blank, Geschäftsführer bei Hornetsecurity, strebt die europäische Marktführerschaft bei E-Mail-Security aus der Cloud an.
Daniel Blank, Geschäftsführer bei Hornetsecurity, strebt die europäische Marktführerschaft bei E-Mail-Security aus der Cloud an.
(Bild: Hornetsecurity)

Avira macht einen klaren Schnitt: Die Geschäftskundensparte des IT-Sicherheits-Anbieters aus Tettnang fokussiert sich künftig auf die Vermarktung von Antivirus-Produkten für den Endpoint. Deshalb tritt sie ihr Managed-Spamfilter-Geschäft an Hornetsecurity aus Hannover ab.

Der niedersächsische Mitbewerber ist allerdings nicht an der Technologie der Bodenseeschwaben interessiert, die nach den Worten von Daniel Blank, Geschäftsführer bei Hornetsecurity, nicht mehr State of the Art ist. Vielmehr übernimmt der Cloud-Security-Spezialist nur die Endkunden, die die Avira-Produkte Cleanport und Managed E-Mail-Security nutzen, sowie die Partner, die diese Kunden betreuen.

Die betroffenen Unternehmen haben die Möglichkeit, ihren E-Mail-Schutz auf den Managed-Spamfilter-Service von Hornetsecurity umzustellen. Dadurch profitieren sie dem Anbieter zufolge von Funktionserweiterungen, höheren Erkennungsraten und dem Zugriff auf weitere Services aus dessen Portfolio. Fachhändler, die künftig statt der Avira-Produkte die Spamfilter-Services von Hornetsecurity vertreiben, nehmen am mehrstufigen Partnerprogramm der Hannoveraner teil.

Migration mit Ansage

Während der vergangenen Wochen haben Avira und Hornetsecurity gemeinsam die technischen und organisatorischen Vorbereitungen für die Migration getroffen. Die Avira-Partner wurden bereits Ende 2017 über einen Wechsel der Plattform informiert und zur Teilnahme an Webcasts eingeladen.

Sollten sich alle betroffenen Fachhändler für Hornetsecuity entscheiden, kämen in Deutschland nach Angaben Blanks etwa 80 bis 85 Partner hinzu. Rund 200 wären es sogar in den Benelux-Ländern, wo Avira seit der Übernahme des niederländischen Spezialisten Cleanport im Jahr 2010 eine starke Position im Channel hatte. Dem Ziel, europäischer Marktführer bei E-Mail-Security aus der Cloud zu werden, sei der Anbieter „mit der Übernahme von Cleanport und Avira Managed E-Mail Security wieder einen Schritt nähergekommen“, resümiert der Geschäftsführer. „Gemeinsam mit den neu hinzugewonnenen Resellern werden wir unseren Marktanteil weiter ausbauen.“

Der Cloud-Spezialist vermarktet seine Angebote ausschließlich indirekt über Reseller, Service Provider und Telco-Anbieter. Bislang verfolgten die Niedersachsen dabei ein einstufiges Konzept und betreuten die überwiegende Zahl der Partner direkt. Seit diesem Jahr arbeitet Hornetsecurity verstärkt mit der Distribution zusammen. Im Januar ging das Unternehmen eine Partnerschaft mit dem ebenfalls in Hannover ansässigen VAD Acmeo ein. Ein weiteres Distributionsabkommen mit ADN aus Bochum folgte im Februar.

Neues Partnerprogramm

Parallel dazu stellt der Anbieter sein Channel-Programm um. Es bleibt bei den Kategorien Premium, Advanced und Registered. Anders als früher knüpft Hornetsecurity die Einstufung der Partner jetzt aber an klar definierte, überprüfbare Kriterien wie den Zertifizierungsstand, den Umsatz und die Kundenanzahl. Bereits im April des vergangenen Jahres führte das Unternehmen ein neues Trainingsprogramm ein und stellte die neuen Anforderungen vor.

Zum 1. April dieses Jahres läuft die Übergangsfrist ab. Blank rechnet damit, dass sich bis dahin nur etwa 30 der rund 550 Partner, mit denen das Unternehmen im deutschsprachigen Raum zusammenarbeitet, für die höchste Stufe, den Premium-Partner, qualifizieren werden. Das seien deutlich weniger als zuvor.

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