LG IT Solutions Digital Partner Forum Großes Kino für LG-Partner

Autor: Klaus Länger

In ein virtuelles Kino hat LG IT Solutions zum ersten „Digital Partner Forum“ des Jahres 2021 eingeladen. Dort verkündete die IT-Sparte des Konzerns nicht nur sehr gute Geschäftszahlen, sondern auch den weiteren Kurs auf dem Weg zum Workplace IT Provider.

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Eines der Themen auf dem LG-Partnerforum: Die kommenden High-End-Monitore mit OLED-Panel. Die Veranstaltung fand dazu passend in einem virtuellen Kino statt.
Eines der Themen auf dem LG-Partnerforum: Die kommenden High-End-Monitore mit OLED-Panel. Die Veranstaltung fand dazu passend in einem virtuellen Kino statt.
(Bild: Andrey Kuzmin-stock.adobe.com / LG)

Für LG IT Solutions brachte das vergangene Jahr ein sattes Plus von 29 Prozent Umsatzwachstum in der DACH-Region, vor allem bei den Monitorverkäufen. Speziell die ­Geräte mit großen Diagonalen und mit 4K-Auflösung spülten Geld in die Kassen. Hier ist der Konzern klarer Marktführer, so Nils Becker-Birck, Director IT Solutions in seiner Eröffnungs-Keynote. Dort kündigte er auch die ersten OLED-Monitore von LG an, auf die viele in der Branche schon lange ­gewartet haben. Denn schließlich sind die Koreaner einer der führenden Hersteller von OLED-Panels und auch TV-Geräten mit diesen selbstleuchtenden organischen Displays. Mit Preisen ab 3.000 Euro sind die ab Juni verfügbaren 4K-Displays mit 27 oder 32 Zoll Diagonale allerdings absolute Profigeräte.

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Weiter auf dem Weg zum Workplace IT Provider

Der Anteil der Monitore am Gesamtgeschäft soll aber trotzdem sinken, auch wenn das Monitorgeschäft selbst weiter wachsen soll. Und das mit Geräten wie denen der Ergo-Serie mit flexiblem Standfuß oder den ­UltraGear-Gaming-Displays. Denn die Strategie von LG IT Solutions sieht laut ­Becker-Birck eine Fortführung des Wandels vom Monitorhersteller zum Workplace IT Provider vor. Wichtige Werkzeuge dafür stellen die Notebooks der Gram- Serie und die Cloud-Devices dar. Auf dem Partner Forum stellte der Hersteller das 2021er-Lineup der leichten Premium-Notebooks vor. Sie sind nun mit Intel-­Tiger-Lake-Prozessoren und 16:10-Displays ausgestattet. Neu ist ein 16-Zoll-Modell mit WQXGA-Display.

Zu den Cloud-Devices zählen die Thin und Zero Clients. Neben den kompakten Desktop-Modellen sind hier vor allem die All-in-One-Geräte das Zugpferd, also Monitore mit integrierten Thin Clients. Neu für 2021 ist ein 24-Zöller mit versenkbarer Webcam, auf dem mit Windows 10 IoT Enterprise eine Software wie Microsoft Teams auch lokal laufen kann. Zudem ­bietet der Hersteller die Thin Clients auch ohne Betriebssystem an, etwa für die Installation von Igel OS oder Stratodesk. Vor allem die Zusammenarbeit mit Igel läuft sehr gut. Für die Partner gibt es hier sogar einen erweiterten Status im Channelprogramm.

Für Spezialisten: Die Medical-Sparte

Den gibt es auch für die Medical-Sparte mit Monitoren und Röntgendetektoren für Praxen und Kliniken. Mit diesem zukunftsträchtigen Sektor will sich der Hersteller ebenfalls weiter diversifizieren. Allerdings ist hier die Einstiegshürde für kleinere oder mittlere Systemhäuser sehr hoch, da hier für den Verkauf besondere Qualifikationen nötig sind, merkt Frank Sander, Marketingleiter bei LG IT Solutions, im Gespräch an. Derzeit arbeitet der Hersteller mit einigen wenigen spezialisierten Systemhäusern und mit OEM-Partnern zusammen.

Hilfe für die Partner beim eCommerce

Der B2B-Channel des Herstellers hat zwar vom Umsatzwachstum des vergangenen Jahres profitiert, sein Anteil ist allerdings von etwa 60 Prozent auf unter 50 Prozent zurückgegangen, da viele Käufer sich bei B2C-Onlinern mit den benötigten Monitoren oder anderen Geräten eingedeckt haben. Dem will die Firma beispielsweise durch eine B2B-eCommerce-Kampagne entgegenwirken. Systemhäuser sollen durch eine ganze Reihe von Online-Marketingmaßnahmen unterstützt werden. Zudem sollen kleinere Partner aus dem SMB-Sektor von einer schnelleren Projekt­abwicklung über die Distribution profitieren. Für die Gram-Notebooks hat LG mit Api und Tech Data zwei zusätzliche Distributoren für die deutschen Partner gewonnen. Ein generelles Problem bleibt aber die mäßige Verfügbarkeit durch den Mangel an diversen Chips asiatischer Hersteller. Aber das plagt die gesamte Branche.

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