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Umfrage von HPE Gaia-X als Digitalisierungs-Boost

Redakteur: Heidemarie Schuster

HPE hat in einer Umfrage herausgefunden, dass nur rund ein Fünftel der Führungskräfte das Cloud-Netzwerk Gaia-X kennt, aber über die Hälfte der Meinung ist, dass dezentrale Cloud-Infrastrukturen der richtige Weg sind, um die Vorteile der Cloud mit digitaler Souveränität zu verknüpfen.

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Ein Ziel von Gaia-X soll sein, sich unabhängig von US-Cloud-Anbietern zu machen.
Ein Ziel von Gaia-X soll sein, sich unabhängig von US-Cloud-Anbietern zu machen.
(Bild: Tierney - stock.adobe.com)

Am 4. Juni 2020 werden die deutschen und französischen Wirtschaftsminister sowie Vertreter von Wirtschaft und Wissenschaft weitere Details zum Projekt Gaia-X bekannt geben. Es geht dabei um den Aufbau einer dezentralen Cloud, die die digitale Souveränität der europäischen Wirtschaft stärken soll. Laut einer Umfrage im Auftrag von Hewlett Packard Enterprise (HPE) ist für die große Mehrheit der Führungskräfte in Deutschland (85 %) digitale Souveränität ein wichtiges oder sehr wichtiges Ziel ihrer Digitalisierungs-Strategie. Die Hälfte der Befragten glaubt allerdings auch, dass die Coronakrise die Abhängigkeit der Wirtschaft von globalen Cloud-Plattformen erhöhen wird.

Befragt wurden 2.152 Geschäftsführer, Bereichsleiter und Manager in Deutschland und Frankreich. Knapp drei Viertel der Führungskräfte in beiden Ländern sagen, dass sie eigene digitale Plattformen nutzen oder aufbauen, um Daten zu aggregieren und zu analysieren. Über die Hälfte nutzt dafür globale Cloud-Plattformen oder plant dies. Rund die Hälfte der Befragten gibt zudem an, dass der Verkauf von Daten oder digitalen Diensten Teil ihres Geschäftsmodells ist oder künftig sein wird. Zwar kennt nur rund ein Fünftel der Umfrageteilnehmer Gaia-X, allerdings sagen jeweils 57 Prozent der Führungskräfte in beiden Ländern, dass dezentrale Cloud-Infrastrukturen für sie ein Mittel sind, um die Vorteile der Cloud mit digitaler Souveränität zu verknüpfen.

Digitalisierungs-Initiativen

„Gaia-X holt keinen Rückstand auf, sondern ist einen Schritt voraus, denn die Zukunft gehört dezentralen Cloud-Infrastrukturen“, sagt Johannes Koch, Vorsitzender der Geschäftsführung Deutschland und Senior Vice President DACH bei Hewlett Packard Enterprise. „Die Führungskräfte in Deutschland und Frankreich setzen auf eigene Daten-Plattformen, um die Cloud aus einer Position der Souveränität heraus nutzen zu können. Initiativen wie Gaia-X werden helfen, diese Souveränität zu stärken und gleichzeitig Netzwerk-Effekte zu schaffen. Das ist entscheidend, denn die europäische Wirtschaft wird nur dann in der zweiten Halbzeit der Digitalisierung erfolgreich sein, wenn sie aus der Hoheit über ihre Daten eine Hoheit über die Daten-Wertschöpfung macht.“

Die größten Unterschiede zwischen den Führungskräften in Deutschland und Frankreich gab es im Hinblick auf die Fortführung strategischer Digitalisierungs-Initiativen während der Coronakrise. 61 Prozent der Befragten in Deutschland treiben diese Initiativen ohne Abstriche weiter voran oder nutzen die Krise sogar, um deren Umsetzung zu beschleunigen. In Frankreich sind dies nur 33 Prozent. Auch bei der Bewertung der digitalen Souveränität gibt es Unterschiede: Während 85 Prozent der deutschen Führungskräfte dies als wichtiges oder sehr wichtiges Ziel ihrer Digitalisierungs-Strategie bezeichnen, sind es in Frankreich 65 Prozent.

33 Prozent der Führungskräfte aus Deutschland und 43 Prozent der Führungskräfte aus Frankreich geben in der Umfrage an, dass ihr Unternehmen seit Anbruch der Coronakrise mehr Cloud-Dienste nutzt als zuvor. Während rund die Hälfte der Befragten in beiden Ländern davon ausgeht, dass die Krise die Abhängigkeit von globalen Cloud-Plattformen insgesamt erhöhen wird, sehen nur 28 Prozent in Deutschland und 38 Prozent in Frankreich ein hohes oder sehr hohes Risiko, dass die globalen Cloud-Plattformen ihre Macht über die digitale Wertschöpfung in ihrer eigenen Branche erhöhen werden.

Über die Studie

Die Daten beruhen auf einer Online-Umfrage von YouGov Deutschland, an der in Deutschland 1.149 und in Frankreich 1.003 Personen teilnahmen, die als Entscheidungsträger in der Produktion, IT oder als Entscheidungsträger im kaufmännischen Bereich aller Branchen sowie im Digitalbereich tätig sind. Die Befragung fand zwischen dem 8. und 17. April 2020 in Deutschland und zwischen dem 8. und 20. April 2020 in Frankreich statt.

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