Agentische Softwareentwicklung
KI-Agenten sind Erziehungssache

Von Alexander Siegert 3 min Lesedauer

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Das Steckenpferd von Adesso bleibt die Softwareentwicklung. Mit Agentic AI steht den Entwicklern eine Technologie zur Seite, die perspektivisch 100 Prozent des Codes schreiben wird. Doch der Einsatz autonomer KI-Agenten erfordert tiefgreifende Change-Prozesse.

KI-Agenten brauchen ein solides Quality Framework.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
KI-Agenten brauchen ein solides Quality Framework.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

KI-Agenten sind wie begabte Teenager: Sie lernen schnell, sind ausdauernd bis tief in die Nacht und mit vielen Potenzialen aus­gestattet. Doch auch sie brauchen Regeln, Feedback und jemanden, der ihnen Grenzen setzt. „Heute reden wir darüber, wie wir Agenten erziehen können, den Code für uns zu schreiben“, sagt Frank Dobelmann, CTO von Adesso. Mit dem Aufkommen der Claude-Opus-Modelle begann der IT-Dienstleister zunächst intern und im kleinen Rahmen den agilen Entwicklungsprozess in einen agentischen zu überführen – mit Erfolg. Die entscheidende Frage formuliert Dobelmann so: „Wie sehr darf ich die Agenten von der Leine lassen, ohne dass es aus dem Ruder läuft?“

Quality Framework

Die Antwort des Dortmunder IT-Dienstleisters trägt einen Namen: adSCAILE, kurz für „adesso Smart Cycle for AI-enhanced Lightweight Engineering“. Dahinter verbirgt sich weder ein Tool noch eine Plattform, sondern ein technologieagnostisches Vorgehensmodell, das den gesamten Software-Development-Lifecycle rund um KI-Agenten neu organisiert. Menschen verantworten das „Warum“ und das „Was“ – Business-Anforderungen, ­Architekturprinzipien und Leitplanken. Die operative Umsetzung übernehmen die Agenten: Sie generieren Code, führen Tests aus, beheben Fehler, schreiben Dokumentationen und arbeiten in kontinuierlichen Feedbackschleifen.