Der Enterprise Multimedia Server soll TK-Anlagen in KMUs ersetzen Ericsson bringt Kommunikation auf einheitliche Plattform
Einen Übergang von der herkömmlichen Telefonanlage zur IP-basierten Telekommunikation will Ericsson mit dem Enterprise Multimedia Server schaffen. Zielgruppe sind mittelständische Unternehmen, die ihre unterschiedlichen Kommunikationsmedien in einem Netz zusammenführen wollen.
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Geht es nach Ericsson, so haben auch kleine Unternehmen keinen Grund mehr, beim Umsatteln auf VoIP Zurückhaltung zu üben. Der Enterprise Multimedia Server (EMS) soll sämtliche Kommunikationsformen unter dem IP-Protokoll zusammenführen. Die Plattform vereinigt Telefon, eMail, Fax, SMS und Instant Messaging. Das System fügt sich nahtlos in bestehende IT-Infrastrukturen ein und eignet sich für Unternehmen mit 40 bis 500 Teilnehmern.
Auch mobile Nutzer können mit EMS unabhängig von der Art des Endgeräts so in das Firmennetz eingebunden werden, dass sie unter einer einzigen Rufnummer oder Adresse stets erreichbar sind. In Reichweite der Funkzelle nutzt das Mobiltelefon die direkte GSM-Anbindung an den Multimedia Server.
Das dahinter stehende Konzept ist, sämtliche Dienste rund um die Bedürfnisse der Nutzer zu konfigurieren. Der Anwender steht im Mittelpunkt, die Verfügbarkeit und Qualität der Kommunikation soll dabei derjenigen herkömmlicher TK-Anlagen nicht nachstehen. »Die Sprachkommunikation wird so abgewickelt, wie es heute schon bei der eMail weithin üblich ist«, erläutert Mehdi Schröder, Vice President Enterprise der Ericsson GmbH. Ein eigener Server werde hier wie dort nicht mehr unbedingt benötigt.
Den Enterprise Multimedia Server hat Ericsson mit einem umfangreichen Softwarepaket ausgestattet. Integriert sind Funktionen für Least-Cost-Routing (LCR), Sprachinteraktion und -navigation (IVR), automatische Anrufverteilung (ACD) bis hin zu Webconferencing. Laut Hersteller verwendet EMS ausschließlich standardisierte Protokolle und Schnittstellen wie Linux, SIP, E1/T1/J1, QSIG (Signalisierung am Q-Referenzpunkt), DPNSS (Digital Private Network Signalling System ), analoge Trunks oder SNMP (Simple Network Management Protocol).
Chance zur Veränderung
EMS erschließt Resellern verschiedene Möglichkeiten: Neben der Installation des Systems mit Beratungsleistungen und Support können Reseller auch die Telekommunikationsdienste ihrer Kunden komplett auslagern. Die Funktionen der TK-Anlage und mit ihr das komplette Handling der Kommunikation übernimmt der Dienstleister.
Mit den vielfältigen, weiteren Möglichkeiten der IP-Kommunikation, die EMS erschließt, erweitern sich auch die Chancen für die Reseller: So können Ericsson-Partner mit EMS jetzt komplette Servicepakete bereitstellen, statt lediglich die Telefonanlage zu verkaufen, installieren, warten und entstören. Mehdi Schröder zeigt den Weg in die Zukunft: »Die Grenzen zwischen TK-Händlern und Service-Providern werden sich verschieben und teilweise verschwinden.«
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