Aktueller Channel Fokus:

Business Continuity

Konica Minolta Workplace Hub

Ein MFP will IT-Plattform sein

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Der Workplace Hub nutzt den Platz für einen MFP im Unternehmen für weitere IT-Dienste.
Der Workplace Hub nutzt den Platz für einen MFP im Unternehmen für weitere IT-Dienste. (Bild: Konica Minolta)

Von Konica Minolta kommt ein Multifunktionsprinter, der Ambitionen hat, mehr zu sein: Der „Workplace Hub“ soll als IT-Services-Allrounder in Firmen etabliert werden. So wurde in Kooperation mit HPE im Chassis auch gleich ein Server untergebracht.

Konica Minolta ist seit 140 Jahren in der Tech-Branche unterwegs, angefangen im Kamera-Segment. Firmenhistorisch entwickelte sich ein Printer-Schwerpunkt heraus. Das japanisch-stämmige Unternehmen ist im Rahmen der Konica Minolta Holdings in der optischen Industrie sowie der Medizin-, Büro- und IT-Technologie beheimatet. Aktuell findet in der IT-Sparte ein Wandel statt, den Johannes Bischof, Geschäftsführer der Konica Minolta Business Solutions Deutschland und Österreich, folgendermaßen skizziert: „Als Konzern, der sich immer wieder neu für die Zukunft aufstellt, nehmen wir zur Kenntnis, dass der Trend hin zur papierlosen Arbeit durch die Digitalisierung von Unternehmensprozessen im Printing-Bereich tendenziell Umsätze kostet. Dem tragen wir mit dem Aufbau neuer Produktsegmente wie dem Workplace Hub konzeptionell und produktseitig Rechnung.“ Hier kommt die Systemhaustochter ins Spiel.

Managed Services rücken in den Fokus

Bernd Goger ist Geschäftsführer der konzerneigenen Systemhaustochter Konica Minolta IT Solutions. Zum 1. April wird diese Tochter eingegliedert, oder um es formaljuristisch korrekt zu sagen: Zum April fusionieren die Unternehmen organisatorisch und am 1. Juli wird rückwirkend zum 1. April rechtlich fusioniert. Hintergrund für diese „Zeitschleife“ sind bilanztechnische Gründe. „Konica Minolta IT-Solutions ist aus dem übernommenen Systemhaus Raber & Märker heraus entstanden. Auch nach der Übernehme hatten die drei Säulen Business Software, IT-Infrastruktur und IT-Security bestand“, so Goger. Allerdings spielten Managed Services eine zunehmend wichtige Rolle im Tagesgeschäft, das sich tendenziell immer weiter vom klassischen Lizenz-Geschäft mit Dienstleistung hin zum reinen Services-Ansatz wandelt.

Der Quadratmeter beim Kunden

An dieser Entwicklung knüpft der Workplace Hub an. „Einer der Grundgedanken hinter dem Workplace Hub ist, dass wir mit einem großen MFP-Gerät bereits einen Quadratmeter mit einer vernünftigen Netzwerkanbindung bei unseren Kunden vorzuweisen haben. Darauf haben wir aufgebaut“, verrät Goger. Daraus entstand das Konzept einer standardisierten IT-Plattform namens Workplace Hub als Basis für IT-Services beim Kunden. In Kooperation mit HPE wurde dafür im Chassis neben dem MFP auch gleich ein Server untergebracht, um beispielsweise auch Applikationen gemanaged anbieten zu können.

HPE-Server inklusive

Den Workplace Hub mit besagtem HPE-Server gibt es entweder in Gestalt eines MFPs (siehe Bild) oder als Rackmount-Version. Von der Plattform her sind beide identisch. Über das System können beispielsweise folgende Applikationen, beziehungsweise Funktionen ausgespielt werden:

  • Backup
  • User-Verwaltung
  • Updates
  • Managed WiFi inklusive Gastzugängen
  • Sharepoint-basierte Collaboration
  • Office 365
  • Managed-Security-Funktionen in Kooperation mit Sophos

Apps für den Workplace Hub

Der Workplace Hub nutzt den Platz für einen MFP im Unternehmen für weitere IT-Dienste.
Der Workplace Hub nutzt den Platz für einen MFP im Unternehmen für weitere IT-Dienste. (Bild: Konica Minolta)

Zu den Apps zählen beispielsweise Telefon-Applikationen, Monitoring von Industrie-4.0-Sensorik in Form einer Dashboard-Lösung, Baramundi, Veeam oder Eigenentwicklungen aus dem Partner-Umfeld. Die Möglichkeit kundenspezifische Apps auszuliefern (sofern deren Systemanforderungen unterstützt werden) wurde über eigene virtuelle Instanzen geschaffen. Vor diesem Hintergrund hat der Channel nicht nur Wertschöpfungsmöglichkeiten in Hinblick auf Beratung, Vertrieb, Inbetriebnahme und Support, sondern auch als Innovator bei den eingesetzten Unternehmens-Applikationen. „Auch ein Marketplace ist Teil des Konzeptes. Hier werden Software-Entwickler ihre Applikationen – für den Workplace-Hub optimiert – einbringen und vermarkten können“, so Goger.

Breite Channel-Basis

Deutschlandweit hat Konica Minolta rund 35.000 direkt betreute Business Kunden, verrät Konica-Minolta-Manager Bischof. „Allerdings haben wir schon vor rund sechs Jahren einen Transformationsprozess angestoßen, der den Channel stärker in den Fokus nimmt. Beim Workplace Hub streben wir eine breitere Channel-Basis an und arbeiten an entsprechenden Programmen und Unterstützungsmaßnahmen.“

Monatliche Kosten

Bischof taxiert: „Die monatlichen Kosten liegen für den Kunden typischerweise zwischen 1.200 und 3.000 Euro.“ Zunächst will Konica Minolta vorrangig KMUs als Zielgruppe adressieren; später sollen Lebensmittelketten oder auch Versicherungsagenturen sowie andere Filialbetriebe in den vertrieblichen Fokus rücken. „Bei beiden Zielgruppen brauchen wir Systemhauspartner“, stellt Bischof klar.

Betreut werden die Systemhäuser nicht über Distributoren. Vielmehr versorgt Konica Minolta die Reseller direkt mit Infos, Vertriebsprogrammen, Schulungen und Marketing-Unterstützung.

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