Interview mit Andre Kiehne und Herbert Bockers

„Dimension Data baut die IT-Architekturen von morgen“

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Michael Hase / Michael Hase

Andre Kiehne (l.), Director Cloud Business bei Dimension Data, und Herbert Bockers, Deutschlandchef des IT-Dienstleisters, haben ehrgeizige Ziele im Cloud-Geschäft.
Andre Kiehne (l.), Director Cloud Business bei Dimension Data, und Herbert Bockers, Deutschlandchef des IT-Dienstleisters, haben ehrgeizige Ziele im Cloud-Geschäft. (Michael Hase / IT-BUSINESS)

Dimension Data strebt hierzulande eine führende Position im Cloud-Geschäft an. Herbert Bockers, Vorstand von Dimension Data Germany, und Andre Kiehne, Leiter der neuen Cloud Business Unit, erläutern im Gespräch mit IT-BUSINESS, wie sie das Ziel erreichen wollen. Eine zentrale Rolle spielen dabei Partnerschaften.

ITB: Herr Kiehne, Anfang September haben Sie die Branche mit Ihrem Wechsel von Fujitsu zu Dimension Data überrascht. Der Dienstleister hat Sie geholt, damit Sie die neue Cloud Unit leiten. Warum haben Sie sich für den Job entschieden?

Kiehne: Drei Dinge haben mich an Dimension Data sofort begeistert. Zunächst das erste P, das Produkt: Mit der Managed Cloud Platform (MCP) besitzt der Dienstleister eine Architektur, die von Analysten als besonders performant und kosteneffizient bewertet wird und die über die notwendigen Schnittstellen verfügt, um die verschiedensten Cloud-Dienste und Software-Produkte zu hosten. Das zweite P sind die Partnerschaften. Als Systemintegrator mit einem großen Ökosystem ist das Unternehmen wesentlich besser als viele andere in der Lage, das gute Produkt beim Kunden zu integrieren. Das dritte P steht für People: Dimension Data beschäftigt viele Leute mit extrem gutem Know-how, die uns im Cloud-Geschäft voranbringen werden.

ITB: Warum ist ein Integrator im Cloud-Geschäft besser aufgestellt als andere?

Kiehne: Mehr als 50 Prozent der Unternehmen in Deutschland setzen bereits auf Cloud Computing, weitere 20 Prozent denken konkret darüber nach. Eines der größten Hemmnisse bei unseren Kunden ist es aber, die Cloud-Services an die spezifischen Geschäftsprozesse anzupassen – die Konsolidierung der Betriebsabläufe und der Betriebseinheiten dahinter. Viele Unternehmen diskutieren über Cloud immer noch, von der IT kommend, auf der Ebene der Infrastruktur. Wir müssen das Thema aber Stück für Stück auf die Ebene der Applikationen und der Prozesse heben, um unsere Kunden bei den Herausforderungen ihres Geschäfts zu unterstützen. Dazu brauchen wir vielfältige Partnerschaften mit Herstellern, deren Angebote wir zu Lösungen verbinden. Mit den Eigenschaften und dem Ökosystem eines Integrators kann Dimension Data daher im Cloud-Business erfolgreicher sein, als dies ein reiner Hersteller, ein reiner Technologie-Provider könnte.

ITB: Mittlerweile ist Dimension Data durch die Übernahme des Cloud-Spezialisten Opsource im Jahr 2011 selbst zum Technologie-Provider geworden. Welche Strategie steht dahinter?

Ergänzendes zum Thema
 
Zu den Personen

Bockers: Wir wollten uns im Cloud-Geschäft ganz bewusst nicht nur als Reseller aufstellen, wie das die meisten Dienstleister und Systemhäuser tun. Viele Mitbewerber kaufen Cloud-Lösungen anderer Anbieter ein und tragen sie zum Kunden. Mit der Übernahme von Opsource hat sich Dimension Data erstmals ein fertiges Produkt ins Haus geholt: eine Plattform samt Middleware, mit der sich Services orchestrieren und Abläufe automatisieren lassen. Uns war von Anfang an wichtig, dass wir im Cloud-Geschäft mit einer eigenen Technologie an den Markt gehen. Deshalb haben wir vor zwei Jahren eine globale Cloud Business Unit gegründet. In Deutschland ziehen wir jetzt nach und wollen das Thema aktiv vorantreiben.

ITB: In der Diskussion werden Managed Services, die Dimension Data seit vielen Jahren anbietet, und Cloud Computing oft in einen Topf geworfen. Das scheinen Sie etwas differenzierter zu sehen?

Bockers: Ich könnte jetzt eine Marketingaussage treffen und sagen: „Das ist alles das Gleiche. Wir machen schon seit 20 Jahren erfolgreich Cloud!“ Aus unserer Sicht geht es bei Cloud Computing aber um mehr, nämlich um die nächste Generation der IT. Dimension Data hat sich mit dem Bewusstsein der anstehenden Marktveränderungen für den Kauf von Opsource entschieden. Die Kunden werden künftig eine andere Art von IT-Architektur nutzen. Daher brauchen wir ein anderes Go-to-Market-Modell neben dem Core-Geschäft, und das setzt Fokussierung voraus. Für die Cloud Unit wird es eine eigene Gewinn- und Verlustrechnung geben. Denn ich möchte messen können, wie sich das Geschäft entwickelt.

Was Kiehne für den Aufbau der Cloud Unit plant, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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