Interview mit Andre Kiehne und Herbert Bockers

„Dimension Data baut die IT-Architekturen von morgen“

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ITB: Was haben Sie sich zum Start der Cloud Unit für die ersten Monate vorgenommen, Herr Kiehne?

Kiehne: Wir möchten zunächst die Kundenkontakte erweitern. Dazu adressieren wir sowohl bestehende Geschäftskunden, um Ansatzpunkte zu finden, wie wir sie auf dem Weg in die Cloud unterstützen können, als auch neue Kundengruppen. Darüber hinaus ist Dimension Data traditionell stark im Carrier-Geschäft. Dort sehe ich großes Potenzial bei regionalen Carriern und Service-Providern, die vor der Herausforderung stehen, ihren kleinen und mittelständischen Endkunden Cloud-Lösungen anzubieten. Dabei können wir ihnen helfen. Eine weitere Zielgruppe sind klassische Software-Häuser. Jeder Software-Anbieter braucht heute eine Cloud-Strategie. Dort kommen wir mit unserer Plattform ins Spiel, die exzellente Schnittstellen bietet, um Software-Produkte als Service bereitzustellen. Über den Automatisierungs-Layer lassen sich je nach Bedarf, wenn die Last auf eine Anwendung zunimmt, Ressourcen hinzufügen.

ITB: Die Einheit ist mit drei Leuten gestartet. Für die von Ihnen genannte Agenda dürfte das nicht ausreichen. Planen Sie, das Team zu vergrößern?

Kiehne: Ja, wir wollen das Team zügig aufstocken und führen dazu bereits Gespräche mit Bewerbern – sowohl für den Vertrieb als auch für den Bereich Solution Design und Solution Management. Denn wir haben ambitionierte Ziele: Wir möchten Dimension Data zu einem führenden Cloud-Anbieter für Geschäftskunden in Deutschland machen.

ITB: Wenn sich Dimension Data ein Stückweit als Technologie-Provider versteht, müssen Sie sich zwangsläufig mit den Vertriebswegen befassen. Wie wichtig sind dabei Partnerschaften, und welche Rolle spielt die Distribution?

Kiehne: Partnerschaften sehen wir als extrem wichtig an. Wir brauchen für unsere Angebote definitiv multiple Vertriebswege. Carrier und Software-Häuser sind für uns nicht nur Kunden, sondern auch Multiplikatoren unserer Cloud-Technologie. Und wir werden auch die Diskussion mit der Distribution führen. Das gehört zu unserem Weg. Jeder Distributor beschäftigt sich inzwischen mit dem Thema Cloud. Die Distributoren treten, bildlich gesprochen, als Integratoren auf, die verschiedene Cloud-Angebote orchestrieren und für ihre Fachhandelspartner zusammenstellen.

Bockers: Die Distribution muss sich damit auseinandersetzen, dass sich das Einkaufsverhalten der Kunden in den kommenden vier, fünf Jahren dramatisch verändern wird. Heute geben Unternehmen etwa 30 bis 35 Prozent ihrer IT-Budgets für Assets, Hardware und Software, aus. Dieser Anteil wird bis 2017/ 2018 auf fünf Prozent sinken. Unternehmen werden aber nicht weniger Geld für IT ausgeben, sondern jedes Jahr etwas mehr. Aber sie werden die IT anders beziehen und anders nutzen. Die Distribution muss für sich beantworten, mit welchem Geschäftsmodell sie auf die neue Art der IT-Nutzung reagiert. Ich denke, dass wir als Systemintegrator, der sich in Richtung Cloud-Anbieter entwickelt, für Distributoren ein verlässlicher Partner sein können, mit dem sie gemeinsam wachsen.

Lesen Sie weiter, wie sich Dimension Data auf die künftigen Veränderungen des IT-Markts einstellt.

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