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Ciscos Innovation Alliance

Digitalisierer des deutschen Mittelstands

| Redakteur: Michael Hase

Mit Augmented Reality lassen sich Wartungsprozesse verbessern.
Mit Augmented Reality lassen sich Wartungsprozesse verbessern. (Bild: © zapp2photo - Fotolia.com)

Elf Systemhäuser und Service Provider haben sich mit Cisco zur Innovation Alliance zusammengeschlossen. Gemeinsam helfen sie Mittelständlern ganz pragmatisch bei der Digitalisierung.

Gefühle der Angst und Einsamkeit löst das Schlagwort „Digitalisierung“ häufig bei Mittelständlern aus. Das ergab die Studie „Psychologie der Digitalisierung“, die die Innovation Alliance, ein Verbund von ­Cisco-Partnern, unter 500 Entscheidern im Mittelstand vornehmen ließ. Demnach ist für jeden dritten Befragten die digitale Transformation seines Unternehmens mit solchen negativen Gefühlen verbunden. Fast die Hälfte der Entscheider hält sie für ein Wagnis.

Die Barrieren in den Köpfen mögen mit­unter größer sein als die tatsächlichen ­Herausforderungen. Bei der Innovation ­Alliance sieht man das jedenfalls so. Jedes der zwölf Mitglieder hat bei Kunden bereits Projekte umgesetzt, bei denen es um die Digitalisierung von Geschäftsprozessen ging. Diese Erfahrungen wollen die IT-­Spezialisten nun an andere Unternehmen weitergeben und ihnen anhand von Lösungen aus der Praxis mögliche Konzepte für ihr Geschäft aufzeigen. „Wir helfen dem deutschen Mittelstand ganz konkret bei der Umsetzung von Digitalisierungsstra­tegien“, bringt es Frank Haines, Chief Sales ­Officer bei Inforsacom Logicalis und Sprecher der Allianz, auf den Punkt. „Im Vordergrund stehen praktische Lösungen, ­keine vagen Ideen!“

Frank Haines, Chief Sales Officer bei Inforsacom Logicalis, ist Sprecher der Innovation Alliance.
Frank Haines, Chief Sales Officer bei Inforsacom Logicalis, ist Sprecher der Innovation Alliance. (Bild: Inforsacom Logicalis)

Erstmals öffentlich zu Wort meldete sich die Initiative im März mit der Studie. ­Gefunden haben sich die zwölf IT-Unternehmen schon zu Beginn des Jahres. Neben dem Hersteller Cisco, der den Verbund ins Leben rief, gehören ihm ausschließlich Dienstleister an: Systemhäuser, Managed Service Provider sowie Software- und ­Beratungsfirmen. Mit dabei sind beispielsweise so bekannte Häuser wie Leitwerk, Pan Dacom, PCO und die ACP-Tochter SWS (siehe „Ergänzendes zum Thema“).

Greifbare Konzepte

Die zwölf Mitglieder verbindet ihr pragmatischer Ansatz. Ihnen sei nicht daran gelegen, „eine weitere Blaupause zur ­Digitalisierung zu publizieren“, erläutert Carsten Heidbrink, Managing Director Mittelstandsvertrieb bei Cisco. Davon ­gebe es im Großkundenschäft bereits genügend. Im Mittelstand müsse man den Unternehmen „anfassbare Konzepte“ liefern, mit denen sie, „ohne auf den großen Masterplan zu warten“, mit der Transformation beginnen könnten.

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Ein Schritt in diese Richtung ist der Aufbau eines Katalogs von Lösungen, die die Partner für Unternehmen aus den Branchen fertigende Industrie, Handel, Logistik und Finanzdienstleistungen sowie für die öffentliche Hand realisiert haben. Die Sammlung verzeichnet mehr als 80 Szenarien, die jeweils knapp skizziert werden. Dabei handelt es sich um Lösungen für unterschiedliche Fachbereiche, die ein breites Spektrum abdecken – von ­Asset Tracking über Proactive Maintenance bis WLAN Analytics.

Carsten Heidbrink, Managing Director Mittelstandsvertrieb bei Cisco, ist an anfassbaren Lösungen gelegen.
Carsten Heidbrink, Managing Director Mittelstandsvertrieb bei Cisco, ist an anfassbaren Lösungen gelegen. (Bild: © Christoph Tappé)

Digitale Prozessketten

Mehrere Szenarien stammen vom Systemhaus Inneo aus Ellwangen, dessen Wurzeln im Product Lifecycle Management (PLM) liegen. Bei einigen Hidden Champions im Mittelstand haben die Schwaben analoge Technologien abgelöst und durchgängig digitale Prozessketten von der Entwicklung bis zur Produktion ­geschaffen. Zu den Kunden zählen der ­Medizintechnikanbieter Brasseler aus Lemgo, Gaugler & Lutz, ein Spezialist für Werkstoffe im Leicht- und Sandwichbau aus Aalen, oder der Automobilzulieferer Hirschvogel aus Denklingen. Bemerkenswert bei solchen Digitalisierungsprojekten findet Peter Behnisch, Executive Vice President bei Inneo, dass es in der Anfangsphase nicht um Technologie gehe. Vielmehr stünden das Lösungsszenario und der angestrebte Nutzen im Vordergrund. „Die Diskussion mit dem Kunden startet immer beim Geschäftsprozess.“

Peter Behnisch, Executive Vice President bei Inneo, sieht in der Digitalisierung mehr als nur technische Herausforderungen.
Peter Behnisch, Executive Vice President bei Inneo, sieht in der Digitalisierung mehr als nur technische Herausforderungen. (Bild: Inneo)

Austausch von Ressourcen

Innerhalb der Allianz tragen die Mitglieder aber nicht nur Erfahrungen zusammen, sondern tauschen im Projektgeschäft auch Knowhow und Experten untereinander aus. In der Findungsphase richteten die Partner ihr Augenmerk darauf, dass sie sich regional und vom Kompetenzspektrum her ergänzen. Darüber hinaus konzipiert ein übergreifendes Portfolio-Team standardisierte Services, die ein einheitliches Vorgehen implizieren und die alle Häuser zu einem Einheitspreis vertreiben können. Beim ersten Angebot, das bereits marktreif ist, handelt es sich um ein Security-Assessment auf Basis von ISO 27001.

Dass die Innovation Alliance einen Bedarf im Markt trifft, dafür war die Roadshow, auf die die Partner im März und April gingen, ein Indiz. Zu den Veranstaltungen in Düsseldorf, Frankfurt / Main, Hamburg, Leipzig, Stuttgart und München meldeten sich 750 Mittelständler an. Die Kapazität war indes nur für jeweils 50 Teilnehmer ausgelegt. Mit einigen Unternehmen, die außen vor bleiben mussten, wurden individuelle Workshops vereinbart.

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