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Was ist ein Produktlebenszyklus?

| Autor / Redakteur: Laimingas / Sarah Böttcher

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Als Produktlebenszyklus oder Product Lifecycle wird der Weg eines Produkts oder einer Dienstleistung von der Markteinführung bis zur Herausnahme aus dem Markt bezeichnet. Zur genaueren Unterscheidung ist der Zeitlauf in fünf Phasen aufgeteilt.

Bei dem Produktlebenszyklus handelt es sich um ein betriebswirtschaftliches Konzept. In den einzelnen Phasen ist das Produkt unterschiedlich ertragreich für das Unternehmen und wird deshalb durch bestimmte Maßnahmen unterstützt. Dabei können die Phasen, falls nötig, auch verlängert oder verkürzt werden.

1. Einführungsphase

Ein Unternehmen bringt ein neues Produkt auf den Markt und ist darum bemüht, es möglichst schnell und möglichst einem breiten Publikum bekannt zu machen. Dies geschieht durch entsprechende PR- und Marketing-Maßnahmen. Da die Nachfrage in dieser Phase auf Grund fehlender Bekanntheit noch gering ist, werden in dieser Zeit normalerweise noch keine Gewinne erzielt. Ist der Break-Even-Point (BEP) erreicht, gilt die Einführungsphase als abgeschlossen. Unter dem BEP, auch Gewinnschwelle beziehungsweise Nutzenschwelle genannt, versteht man den Punkt, an dem Erlös und Kosten einer Produktion, oder eines Produktes, gleich hoch sind. Somit wird weder Gewinn noch Verlust erwirtschaftet.

2. Wachstumsphase

Waren die Einführungsmaßnahmen erfolgreich und wächst die Nachfrage, erzielt das Unternehmen Gewinne. Gleichzeitig steigt der Bekanntheitsgrad und sorgt für weitere Verkaufserfolge. Hier können erste Preisanpassungen nötig werden, da die Konkurrenz wegen des Erfolgs ähnliche und vielleicht sogar ausgereiftere Produkte auf den Markt bringt, die beim Vebraucher besser ankommen.

3. Reifephase

In diesem Zeitraum erreicht das Produkt ein Maximum an Umsatz. Innerhalb des Produktlebenszyklus ist diese Phase in der Regel die längste und führt zu den höchsten Gewinnen. Allerdings treten auch immer mehr Mitbewerber auf, so dass die Marktanteile und die Gewinne zu sinken beginnen. Dagegensteuern lässt sich mit Variationen des Produkts sowie durch ein intensiveres Marketing, eventuell auch durch Rationalisierungen in Produktion und Vertrieb, um die Kosten zu senken.

4. Sättigungsphase

Mit fortlaufender Zeit wird der Markt mit dem Produkt langsam gesättigt. Das Interesse der Verbraucher lässt nach, das Wachstum stagniert, die Gewinne werden stetig weniger. Die Sättigungsphase erreicht ihr Ende, wenn das Produkt keine nennenswerten Gewinne mehr abwirft.

5. Rückgangsphase

Nach der Sättigungsphase verringern sich die Verkäufe massiv, da der Markt weiter schrumpft und keine Gewinne mehr zu erzielen sind. Dies lässt sich auch nicht mit weiteren Marketing-Aktionen verhindern. Entweder nehmen Unternehmen dann das Produkt vollständig vom Markt und der Lebenszyklus ist beendet. Oder sie versuchen einen Relaunch mittels einer umfassenden Modifizierung und Neuausrichtung des Produkts. Gelingt das erfolgreich, kann es zu einem neuen Produktlebenszyklus kommen, der sämtliche Phasen noch einmal durchläuft.

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