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Angetestet: Samsung Flip

Digitales Whiteboard mit besonderem Dreh

| Autor: Klaus Länger

Das Whiteboard nach seiner digitalen Transformation: Samsung Flip. Wir haben uns das Gerät in einem Hands-on-Test angesehen.
Das Whiteboard nach seiner digitalen Transformation: Samsung Flip. Wir haben uns das Gerät in einem Hands-on-Test angesehen. (Bild: Samsung)

Mit dem 55-Zoll-Display Flip hat Samsung das traditionelle Whiteboard in das digitale Zeitalter gebracht. Mit ihm kann man bei Meetings skizzierte Ideen speichern, exportieren oder weiterbearbeiten. Zudem importiert das Flip Inhalte von Smartphone oder Notebook.

Das digitale Whiteboard Samsung Flip war das bislang erste Testgerät, das auf einer Palette zu uns in die Redaktion geliefert wurde. Darauf zwei große Kartons für das 55-Zoll-Display und den mit Rädern ausgestatteten optionalen Standfuß. Das Testgerät hat uns Siewert & Kau zur Verfügung gestellt. Reseller können dort das Flip im Rahmen des Try-&-Buy-Programms für 14 Tage zum Test ordern und potenziellen Kunden zur Verfügung stellen.

Der Aufbau des Geräts ist schnell erledigt, allerdings eine Aufgabe für zwei Personen. Herzstück des Whiteboards ist das 55-Zoll-Panel mit 4K-Auflösung und Touch- sowie passiver Stifterkennung. Das Display kann um 90 Grad gedreht und damit horizontal und vertikal genutzt werden. Die Bedienelemente der GUI passen sich der Orientierung an. Die Stifterkennung verwendet eine von der Firma Flatfrog entwickelte Infrarot-Technologie mit passiven Stiften. Zwei aus Holz gefertigte Schreibutensilien liegen bei, bis zu vier erkennt das Flip gleichzeitig. Die Spitze der Stifte dient zum Schreiben oder Zeichnen, das dickere Ende als Textmarker. Radiert wird mit Fingerspitze oder Handfläche. Die Elemente der grafischen Benutzeroberfläche können mit Stift oder Finger betätigt werden. Das Flip ist zudem mit LAN und WLAN ausgestattet. Eine Box an der Unterseite des Panels beherbergt eine USB-2.0-Schnittstelle sowie einen NFC-Sensor für einen schnellen Verbindungsaufbau zu passenden Samsung-Smartphones. Zudem sind hier noch ein Einschub für einen Stift und ein Näherungssensor untergebracht. Bei Entnahme des Stifts aus seiner Garage wacht der Flip automatisch auf.

Die Grundfunktionen des Samsung Flip

Nach dem Einschalten empfängt das Flip den Anwender mit einem weißen Screen, der nur wenige Bedienelemente enthält. Vier Icons am unteren Rand dienen für den Aufruf der Übersichtsleiste des aktuellen Dokuments, das bis zu 20 Seiten lang oder hoch sein kann, des Menü-Buttons sowie einer Rückgängig- und einer Wiederherstellen-Schaltfläche.

Am oberen Rand des Screens finden sich zwei Menüeinträge für das Im- und Exportieren von Inhalten. Unter Exportieren versteht Samsung nicht nur das Speichern auf USB- oder Netzlaufwerk, sondern auch das Versenden des als „Sammlung” bezeichneten Dokuments per E-Mail, das Drucken und die Bildschirmwiedergabe auf einem externen Rechner. Drucker kann das Samsung-Display allerdings nicht direkt ansprechen, sondern nur über eine auf einem Windows-Rechner oder Apple Mac installierten Printserver. Beim Exportieren auf USB- oder Netzlaufwerk wird eine Sammlung als PDF und zusätzlich im internen IWB-Format des Flip abgelegt.

Mit dem Flip angelegte Sammlungen können auf dem Gerät gespeichert und wieder geöffnet werden. Sie können auch durch eine vierstellige Pin gesperrt werden. Das Flip verfügt über insgesamt acht GB internen Speicher, von dem 5,35 GB für das Speichern von Sammlungen zur Verfügung stehen.

Das Einstellungsmenü bietet zudem die Option, den Screen auf eine Blackboard-Ansicht umzuschalten. Allerdings wird damit eine neue Sammlung angelegt. Weitere Menüpunkte sind das Erstellen einer neuen Sammlung, das Öffnen einer bestehenden Sammlung, hier wird ein Dateimanager mit miniaturisierten Vorschaubildern aufgerufen, und das Speichern. Zudem gibt es im Einstellungsmenü noch die Option, das komplette Gerät oder die aktuelle Sammlung mit einer Pin zu sperren sowie eine Hilfefunktion, in der die wesentlichen Funktionen erklärt werden. Die Systemeinstellungen des Flip sind ebenfalls durch eine PIN-Eingabe geschützt.

Arbeiten mit dem digitalen Whiteboard

Das Schreiben oder Zeichnen auf dem Screen funktioniert erfreulich schnell und präzise. Mit dem Stift erstellte Eingaben können allerdings – wie bei einem analogen Whiteboard – weder verschoben, noch in der Größe verändert werden. Man kann sie nur mit Hand oder Finger weg radieren.

Das Importieren von Inhalten ist auf zwei Wegen möglich. Bilddateien von USB-Stick oder Netzlaufwerk importiert das Tizen-OS des Flip direkt. Sie können auf dem Screen auch jederzeit verschoben, skaliert und in 90-Grad-Schritten gedreht werden. Zusätzlich kann das digitale Whiteboard DOC-, PPT- und PDF-Dateien öffnen. In ihnen kann geblättert werden und sie sind verschiebbar und skalierbar. Teil der Sammlung werden sie aber erst durch den Druck auf eine Schaltfläche, der die aktuelle Seite als statisches Bild einfügt.

Alle anderen Inhalte können über einen mit dem Flip verbundenen Rechner oder ein Smartphone importiert werden. Das Livebild des Geräts wird hier ebenfalls mit dem Druck auf eine Schaltfläche als Screenshot in die Sammlung eingefügt.

Der Flip als Präsentations-Monitor

Die Import-Funktion macht aus dem Flip zusätzlich einen großen Zweitmonitor für einen Rechner oder ein Smartphone. Die Verbindung kann drahtlos über Miracast erfolgen oder bei Rechnern auch über HDMI. Dabei können Rechner oder Samsung-Smartphones vom Flip aus ferngesteuert werden, wenn deren Screen auf dem Flip im Vollbildmodus angezeigt wird.

Für die Bedienung eines über HDMI angeschlossenen Windows-Rechners vom Flip aus liegt dem Display ein USB-Kabel bei. Bei mit Miracast ausgestatteten Notebooks kann die Touch-Steuerung vom Flip aus auch drahtlos erfolgen. Voraussetzung ist allerdings Windows 8.1 oder 10 auf dem Mobilrechner. Zudem muss dort die Steuerung auch erlaubt sein.

Fazit: Ein echtes „Whiteboard 2.0”

Seine Aufgabe als digitales Whiteboard erfüllt das Samsung Flip tadellos. Das Gerät ist einfach zu bedienen und mit einem Preis von etwa 3.000 Euro auch verhältnismäßig günstig. Schade ist nur, dass handschriftliche Eingaben nicht nachträglich markiert und skaliert oder verschoben werden können. Praktisch ist die Möglichkeit das Samsung-Display als großformatigen Präsentationsmonitor für Notebooks, Tablets oder Smartphones zu verwenden. Zudem ist das Flip relativ kompakt und kann durch den mit Rollen ausgestatteten Standfuß auch flexibel im Office eingesetzt werden.

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